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Museumsverband Sachsen-Anhalt

„Doch wer ihn kennt, erkennt ihn im Bilde“. Lessing im Porträt

Wanderausstellung

„Doch wer ihn kennt, erkennt ihn im Bilde“. Lessing im Porträt
Wanderausstellung der Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption

Auf 23 Ausstellungstafeln stellt die Exposition eine Dokumentation der insbesondere zu Lebzeiten und unmittelbar danach entstandenen bildkünstlerischen Darstellungen des Dichters Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) dar. Präsentiert werden Porträtgemälde und Büsten ebenso wie ein nur etwa daumennagelgroßes Büchlein mit Dichterbildnissen. Dabei werden Fragen aufgeworfen wie die nach der in den Bildnissen aufscheinenden zeitgenössischen Vorstellung vom Aufklärer Lessing oder ob der Künstler dem Anspruch der Ähnlichkeit genügte und der Betrachter in dem Kunstwerk „einen ausgezeichnet klaren, geistreichen, fähigen Mann“ erkannte.

Lessing selbst scheint sich wenig um sein Porträt geschert zu haben, umso mehr jedoch die Mitwelt und erst recht die Nachwelt, die Lessing als einen der ganz großen Dichter deutscher Sprache verehrte. So widmet sich die Ausstellung nicht nur der Frage nach dem Aussehen Lessings, sondern ist zugleich eine Studie der Porträtkultur, die vorführt, wie ein Urbild eine Folge von Nachahmungen durchläuft und in ein Idealbild mündet, wie im Bildnis aus dem Menschen das Idol wird.

Viele der Bildnisse Lessings geben Rätsel auf. So liegt die Herkunft des Lessing-Porträts in Johann Wilhelm Ludwig Gleims Freundschaftstempel, das vielleicht markanteste Bildnis Lessings, im Dunkel, und auch die Frage nach dem jeweiligen Urheber der im Kamenzer Lessing-Museum befindlichen Lessing-Porträts ist noch nicht geklärt. Neben den wenigen gesicherten Bildnissen des Dichters sind auch solche in die Auswahl aufgenommen worden, die zu verschiedenen Zeiten wie aus dem Nichts auftauchten und deren Identifizierung mit Lessing mehr oder weniger fraglich ist. Den Abschluss bildet eine Tafel mit Phantomzeichnungen, die im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung des Landeskriminalamtes Sachsen von Gotthold Ephraim Lessing erstellt wurden.

Die durch die finanzielle Unterstützung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst sowie der Ernst von Siemens Kunststiftung München ermöglichte Schau wurde von Birka Siwczyk (Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption), unterstützt durch die Kunstwissenschaftlerin Dr. Doris Schumacher (Goethehaus Frankfurt am Main), erarbeitet.
Raumbedarf:
Ausstellungssystem: Combino (www.combino.net)
Ausstellungstafeln: 23 Resopal-Tafeln mit silbereloxiertem Aluminiumrahmen, Rahmenmaß: 96 x 125 cm (Präsentation als Stelltafel, aber auch Hängung möglich)


Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption
Lessingplatz 1, 01917 Kamenz
Telefon: (0 35 78) 38 05-15
Fax (0 35 78) 38 05-23
info@lessingrezeption-kamenz.de
www.lessingrezeption-kamenz.de