Kontakt/Impressum | english

Museumsverband Sachsen-Anhalt

Museumspädagogik Altmark

Die Hansewerkstatt


Die Stadt Salzwedel war vom 13. bis zum 16. Jahrhundert Mitglied im Städtebund der Hanse. Diese Jahrhunderte beinhalteten markante soziale und städtebauliche Entwicklungen innerhalb der altmärkischen Städte des Mittelalters. So zeugen noch heute die erhaltenen großen Kirchenbauten dieser Zeit von der Wirtschaftskraft des mittelalterlichen Salzwedels.
Die „Hansewerkstatt“ zeigt anhand mehrerer historischer Gewerke einen Ausschnitt aus dem Alltagsleben der städtischen Handwerker dieser Zeit.
Das Projekt beginnt mit einer Führung durch die ständige Ausstellung – Ausstellungsbereich Hansegeschichte.
Hier gibt es eine Menge interessanter Fakten aus der Geschichte Salzwedels während der Hansezeit zu entdecken.
Es folgt die Überleitung zum praktischen Teil, in welchem die Schüler folgende Gewerke ausprobieren können:
+ Beutel herstellen (der Beutler)
+ Kerze tauchen (der Kerzenzieher)
+ Münzen schlagen (der Münzschläger)
Grundschule
Weiterführende Schule

Die Osterwerkstatt


In diesem Projekt wird den Schülern die Bedeutung und Entstehung des Osterfestes, sowie das Brauchtum in der Altmark zu diesem Fest nahe gebracht. Bei einem Rundgang durch die ständige Ausstellung werden österliche Motive gesucht und erläutert.

Im praktischen Teil:
+ Verzierung ausgepusteter Eier mit farbigem Seidenpapier
+ Herstellung eines Steckers für Blumentopf, Strauß etc.
+ Das Ostergedicht „Der gute Osterhase“ wird vorgelesen. Eine Kopie erhalten die Teilnehmer, sie kann ausgemalt werden.

Diese Gegenstände können die Schüler als Erinnerungsstücke mit nach Hause nehmen.
Grundschule

Die Papierwerkstatt


Das Buch als Kulturgut und historische Quelle nimmt einen hohen Stellenwert ein. Kaum etwas beeinflusste die Entwicklung der Menschheit so sehr wie Bücher. Papier, eine Erfindung aus China, ist der bestimmende Werkstoff hierfür. Bis zur Erfindung des Holzschliffpapiers wurde es aus Lumpen, auch Hadern genannt, hergestellt. Die Bezeichnung Papier leitet sich von Papyrus ab, einem Beschreibstoff der Ägypter aus der Papyruspflanze. Das Buch spielt seit dem Mittelalter eine herausragende Rolle. Etliche Berufsfelder verbinden sich mit seiner Herstellung. Die näheren Informationen zu diesen Berufen erhalten die Schüler im „Kleinen Heft vom Buch“.

Das Projekt beginnt mit einer Führung durch die ständige Ausstellung und die historische Bibliothek. In der Bibliothek werden die Schüler zur Arbeit mit schriftlichen Quellen informiert und können Literatur zu einem Thema mittels Bibliographie zusammenstellen.
Es folgt die Überleitung zum praktischen Teil. Die Schüler arbeiten Erinnerungsstücke in historischen Techniken der Buchherstellung und lernen dabei einzelne Berufsfelder kennen:
+ Kleisterpapier, ein Einbandpapier
+ Leporello mit dem Wort „Buch“ aus dem Teufelsalphabet oder bei höheren Klassen ein großes Leporello für Fotos
+ das „Kleine Heft vom Buch“ mit historischen Abbildungen zur Papier- und Buchherstellung und Erklärungen zu den damit verbundenen Berufen
+ ein Notizheft mit Einband
Grundschule
Weiterführende Schule

Die Steinwerkstatt


Die altmärkischen Großsteingräber wurden vor ca. 5000 bis 5500 Jahren, während der mittleren Jungsteinzeit, errichtet. In der Altmark sind noch 50 teils gut erhaltene Großsteingräber zu sehen. Das Projekt beginnt mit einer Führung durch die ur- und frühgeschichtliche Ausstellung „Zwischen Abschlag und Scheibenfibel“. Hier erfahren die Schüler viele interessante Details über Großsteingräber und andere besondere Steine und die sich darum rankenden Sagen. Sie betrachten Ausstellungsstücke und Abbildungen, dürfen ausgewählte Sammlungsstücke auch in die Hand nehmen und erhalten damit einen Einblick in das Leben in der Jungsteinzeit.
Es folgt die Überleitung zum praktischen Teil, die Schüler erstellen:
+ ein nachgebautes Großsteingrab
+ ein Heft über Großsteingräber und besondere Steine mit dem Titel „Von Riesengräbern und Steinbräuten“
+ einen Linoldruck für das Heft
Diese Gegenstände können die Schüler als Erinnerungsstücke mit nach Hause nehmen.
Grundschule
Weiterführende Schule

Die Weihnachtswerkstatt


In diesem Projekt wird den Schülern die Bedeutung und Entstehung des Weihnachtsfestes sowie das Brauchtum in der Altmark zu diesem Fest nahe gebracht. Beim Rundgang durch die Ausstellung werden weihnachtliche Motive gesucht und erläutert.
Es folgt die Überleitung zum praktischen Teil. Die Schüler erstellen, je nach Programm, weihnachtliche Baumdekoration: vergoldete Walnüsse, Hexenringe, Lampion, Papierketten, Spiralen, Zuckertüten, Körbchen, Lilienblüten, Rosettenstern.
Diese Gegenstände können die Schüler als Erinnerungsstücke mit nach Hause nehmen.
Grundschule

Germanen und Römer


Die Römische Kaiserzeit ist namengebend für einen fast 400 Jahre umfassenden Zeitabschnitt römisch- germanischer Geschichte. Je nach Lesart wird ihr Beginn mit der Ausrufung des Gaius Julius Caesar als Alleinherrscher im Jahre 49 v. Chr. oder mit der Erhebung des Octavian zum „Augustus“ im Jahre 27 v. Chr. gleich gesetzt. Die „Römische Kaiserzeit“ endet aus archäologischer Sicht mit dem Erscheinen der Hunnen am Schwarzen Meer im Jahr 375 nach Christus. Obwohl das Gebiet der Altmark wohl nie direktes römisches Einflussgebiet war, wird die entsprechende Periode auch hier als die „Römische Kaiserzeit“ bezeichnet. Sogenannte römische Importfunde weisen auf germanisch–römische Kontakte während dieser Zeit hin. Eine Führung in der Ur- und Frühgeschichtsausstellung gibt einen kurzen Einblick in die „Römische Kaiserzeit“ der westlichen Altmark. Römische Fundstücke werden erläutert und entsprechenden germanischen Stücken gegenübergestellt.
Vereinzelt sind auf germanischen Gräberfeldern sogar römische Münzen gefunden worden. Aus diesem Grunde werden im zweiten Teil der Veranstaltung römische Münzen aus dem Bestand des Museums gezeigt. Anhand von entsprechenden Nachbildungen können dann durch die Schüler römische Münzen bestimmt und zeitlich eingeordnet werden.
Grundschule
Weiterführende Schule

Herbstwerkstatt


In der ständigen Ausstellung werden anhand von Exponaten Leuchtmittel erklärt. Dabei spielen Öllampen, Kerzen und Kerzenhalter, sowie Laternen eine Rolle. Über Sinn und Entstehung des altmärkischen Brauch des Martinssingen (Bettelabend) und der Martinsumzüge werden die Schüler informiert.

Im praktischen Teil erstellen die Schüler:
+ eine Kerze im Tauchverfahren
+ eine verzierte Stumpenkerze
+ eine Laterne

Diese Gegenstände können die Schüler als Erinnerungsstücke mit nach Hause nehmen.
Grundschule