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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Aktuelles

Aktuelles


Folgen der Coronavirus - Pandemie für Museen,
Sammlungen und Gedenkstätten in Sachsen-Anhalt
(Stand: 26.03.2020)

Situation in Ihren Einrichtungen
Die Pandemie zeigt bereits bei einigen Einrichtungen negative Folgen. Einkünfte aus Eintritten und Ausstellungen brechen weg, aus denen Personal und lfd. Verbindlichkeiten finanziert werden und es muss Kurzarbeit angemeldet werden. Dies trifft bereits insbesondere Einrichtungen die ehrenamtlich oder von Stiftungen oder gemeinnützigen GmbHs geführt werden. Bisher haben wir hierzu keine Übersicht.

Für andere wiederum ist die Krise die Chance, endlich den Bestand bearbeiten zu können, Veröffentlichungen vorzubereiten, Konzepte zu erstellen, Drittmittelanträge auszuarbeiten usw.

Um auch Ihre Interessen bestmöglich vertreten zu können, benötigen wir Kenntnis über das Geschehen in den Museen, Sammlungen und Gedenkstätten Sachsen-Anhalts, daher möchten wir Sie fragen:
- Beeinträchtigen die Maßnahmen zur Vermeidung einer starken Verbreitung des COVID-19 Virus die Arbeit Ihrer Institution? Wenn ja, in welcher Weise wird die Arbeit beeinträchtigt?
- Welche Maßnahmen von Bund, Land und Kommune wären aus Ihrer Sicht geeignet, die Beeinträchtigungen zu mildern? Welche konkreten Forderungen haben Sie?
- Dürfen wir die Informationen für die Öffentlichkeitsarbeit des Museumsverbandes Sachsen-Anhalt e.V. verwenden?

Senden Sie uns bitte eine E-Mail an info@mv-sachsen-anhalt.de oder rufen Sie an unter 03471/628116.

Hilfen für Kultureinrichtungen/-akteure in Sachsen-Anhalt
1. Zur Flexibilität des Landes im Umgang mit genehmigten, nach der Kulturförderrichtlinie des Landes geförderten Projekten gibt es bisher neben den im letzten Rundbrief von uns nur Hinweise in einer Pressemitteilung: https://lvwa.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/LVWA/LVwA/Dokumente/startseite/131-PM_Soforthilfen_Kuenstler.pdf

2. Unter https://lvwa.sachsen-anhalt.de/das-lvwa/ finden Sie als erstes ein Soforthilfeprogramm zur Unterstützung der in existenzielle Notlage geratenen Künstlerinnen und Künstler.
3. Wenn Sie scrollen, finden Sie Hinweise zum Anspruch auf Verdienstausfall nach dem Infektionsschutzgesetz, wenn Sie oder Ihre Mitarbeiter*innen in Quarantäne mussten oder ein personenbezogenes Tätigkeitsverbot ausgesprochen bekommen haben, weil Sie oder Ihre Mitarbeiter*innen im Verdacht gestanden haben, krank gewesen zu sein oder Krankheitserreger verbreiten zu können.
4. Noch einmal scrollen und Sie kommen zu Hinweisen zur Soforthilfe für Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe bis zu 10 Beschäftigten

Vereine: Beschluss des Bundestages zu vorrübergehenden Vereinfachungen für Vereine vom 25.03.2020 unter
http://www.lsb-sachsen-anhalt.de/2015/o.red/theme/files/datei/1585213443-BundestagbeschlietVereinfachungenimVereinsundInsolvenzrecht.pdf

- Dies betrifft das Insolvenzrecht von Vereinen soweit die Insolvenzreife auf den Folgen der COVID-19-Pandemie beruht und die Aussicht besteht, dass bestehende Zahlungsunfähigkeit beseitigt werden kann. Falls der Verein als Schuldner am 31. Dezember 2019 nicht zahlungsunfähig war, wird vermutet, dass die Insolvenzreife auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beruht und Aussichten darauf bestehen, eine bestehende Zahlungsunfähigkeit zu beseitigen.
- Dieser betrifft Erleichterungen für Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzung. Es wurde auch geregelt, dass Vorstandsmitglieder, deren Bestellung in diesem Jahr abläuft, im Amt bleiben, bis sie abberufen oder ein Nachfolger gewählt wird. Diese Regelung galt bisher nur für den Fall, dass er in der Satzung geregelt war.
- Es finden sich auch wichtige Aussagen zum Miet- und Pachtrecht.

Schutz vor Kündigung gemieteter Räume
Hinweise hierzu unter: https://www.bmjv.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2020/022320_GE_Corona.html

Bund: Zusätzliche Maßnahmen der Kulturstaatsministerin für vom Bund geförderte Kulturprojekte
Sie müssen auf der Seite https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/hilfen-fuer-kuenstler-und-kreative-1732438 scrollen, um zu den entsprechenden Hinweisen zu gelangen.


Hinweise zur Arbeit für Museen und Gedenkstätten
in Zeiten der Coronavirus SARS-CoV-2 Epidemie
(Stand: 23.03.2020)

Am 23.03.2020 in Kraft getretene Allgemeinverfügung für das Land Sachsen-Anhalt zur Vermeidung der Verbreitung des Coronavirus:
https://www.sachsen-an-halt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/StK/STK/Startseite_pdf_Dokumente/Allgemeinverfu__gung22.3.2020.pdf

Weitere Informationen finden Sie unter:
https://www.sachsen-anhalt.de/startseite/news-detail/news/verschaerfte-massnahmen-gegen-den-corona-virus/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction

Pressemitteilung 1. Land gewährt Soforthilfe für Künstler und 2. Projektförderung Kulturbereich Nr. 131/2020
Magdeburg, 20. März 2020
1. Land gewährt Soforthilfe für Künstler
Die kleine und besonders anfällige Kunst- und Kulturszene des Landes leidet in besonderem Umfang unter den Folgen der COVID-19 Pandemie und den damit verbundenen Absagen praktisch aller Veranstaltungen. Die Staatskanzlei und Ministerium für Kultur hat daher verschiedene Maßnahmen zur Unterstützung der Kunst- und Kulturszene auf den Weg gebracht. Eine finanzielle Soforthilfe des Landes für in existenzielle Notlage geratene Künstlerinnen und Künstler wird ab nächste Woche zu beantragen sein, weitere Maßnahmen der Bundesebene wie die Öffnung der Grundsicherung (Hartz IV) für Soloselbständige sollen folgen. Das Land hat den Bund auch gebeten, Entlastungen bei den Beiträgen zur Künstlersozialkasse zu prüfen.

Dazu Staats- und Kulturminister Robra: „Uns erreichen derzeit viele Hilferufe aus der Kunst- und Kulturszene. Der Kulturbereich liegt momentan nahezu komplett brach. Für die Betroffenen bedeutet das in der Regel einen kompletten Einnahmeverlust mit allen damit verbundenen Existenzsorgen. Für diese Menschen bieten wir unbürokratisch und unkompliziert eine erste Soforthilfe an. Des Weiteren werden wir bei der Abrechnung von geförderten, aber nicht realisierbaren Projekten äußerste Flexibilität zeigen.“

Zu den einzelnen Maßnahmen:
1. Kurzfristige Unterstützung in Höhe von 400 € pro Monat und Person.
Antragsberechtigt sind selbständige Künstlerinnen und Künstler, die in den Bereichen Musik, darstellende oder bildende Kunst ihre künstlerische Tätigkeit schaffen, ausüben oder lehren sowie Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Die künstlerische oder schriftstellerische Tätigkeit wird erwerbsmäßig und nicht nur vorübergehend ausgeübt. Die Antragsberechtigten müssen ihren Wohnsitz in Sachsen-Anhalt haben.
Rechtsgrundlage ist die Ausnahmeregelung Nr. 7.4 der Kulturförderrichtlinie Sachsen-Anhalt. Bewilligungsstelle ist das Landesverwaltungsamt. Das Antragsformular wird in Kürze auf der Webseite des Landesverwaltungsamts zur Verfügung stehen.

Zusätzlich gilt: Wer sein Einkommen aufgrund von Einbrüchen durch Absagen o.ä. nach unten korrigieren muss, sollte dies unbedingt auch der Künstlersozialkasse melden.
Damit sinken auch die monatlichen Beitragszahlungen. Das Formular:
https://www.kuenstlersozialkasse.de/fileadmin/Dokumente/Mediencenter_K%C3%BCnstler_Publizis-ten/Vordrucke_und_Formulare/Aenderung_Arbeitseinkommen.pdf?fbclid=IwAR11z0rzS8xlI6ihL-DpqnjCc0Bmz3kVdAudtiZ6fzDhN8tTQs91qK1ClGs

2. Flexibilität im Umgang mit genehmigten, nach der Kulturförderrichtlinie des Landes geförderten Projekten
Für Projekte, die wegen der Pandemie nicht wie beantragt durchgeführt werden können sowie Projekte, die zwischenzeitlich abgesagt worden sind, soll geprüft werden, ob bereits entstandene, unabwendbare Kosten und Regressansprüche als zuwendungsfähig anerkannt werden. Bei jedem der kritischen Fälle wird das Landesverwaltungsamt individuell und sorgfältig mit den Antragstellern bzw. Zuwendungsempfängern nach einer Lösung suchen. Projektträger sollen sich nach einer Förderung rechtzeitig bei dem Landesverwaltungsamt melden, wenn sie die Maßnahme nicht oder nur teilweise durchführen können.


Hinweise zur Museumsarbeit in Zeiten der Coronavirus Epidemie!
Aktuelle Informationen zu den Maßnahmen der Landesregierung Sachsen-Anhalt
https://www.sachsen-anhalt.de/startseite/
https://stk.sachsen-anhalt.de/service/corona-virus/

Landesverwaltungsamt Halle (LVWA) und Fragen zum Fortgang Ihrer Projekte
Vor dem Hintergrund der einschränkenden Maßnahmen können sich für Projekte wie Ausstellungen Verzögerungen ergeben. Hierzu folgende Hinweise:
Im LVWA finden in den nächsten vier Wochen keine Sprechstunden und Beratungsgespräche statt. Nach wie vor steht Ihnen das LVWA zur Verfügung. Doch bevor Sie dort zu Fragen zu Ihren Projekten anrufen, empfehlen das LVWA Abteilung Kultur/Museen und der Museumsverband zu prüfen,
- was in diesem Jahr aufgrund der eingeschränkten Maßnahmen im Rahmen der Arbeitsplanung von den Mitarbeiter*innen des Museums realisiert werden kann;
- was können Sie im Rahmen des/der beantragten Projekte umsetzen. Können terminlich gebundene Maßnahmen wie z.B. Sonderausstellungen (die derzeit laufenden) verlängert oder in das kommende Jahr verschoben werden?
- Prüfen Sie, ob ggf. Verträge aufgehoben werden können, um Kosten zu sparen.

Mit diesen Überlegungen tragen Sie dazu bei, dass Sie Ihre Fragen zum Projektverlauf gezielt stellen und diese vom LVWA gezielt beantwortet werden können. Das LVWA ist im Hinblick auf Ihre Projekte grundsätzlich zur Ermessensausübung bereit. Die bisher avisierten Zuwendungshöhen sollen bleiben, wenn zu gegebener Zeit – z.B. mit der Einreichung der geänderten inhaltlichen Planung – ein Nachweis darüber erfolgt, dass Verträge nicht aufgehoben werden konnten und Einnahmeverluste bestehen. Grundsätzlich stehen Ihnen die avisierten Fördermittel bis zum 31.12.2020 zur Verfügung (bei mehrjährigen Projekten darüber hinaus).

Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung
bietet die Gesetzliche Unfallversicherung:
https://www.dguv.de/de/praevention/themen-a-z/biologisch/faq-coronavirus/index.jsp
Ein Blick in die Museumseigene Notfallplanung kann sich auch als hilfreich erweisen.

Hinweise zu Fragen rund um das Arbeitsrecht und Homeoffice
Bundesministerium für Arbeit und Soziales: https://www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2020/corona-virus-arbeitsrechtliche-auswirkungen.html

Deutscher Gewerkschaftsbund:
https://www.dgb.de/themen/++co++fdb5ec24-5946-11ea-8e68-52540088cada

Dürfen Handwerker weiter im Museum arbeiten?
Nach gegenwärtigem Stand des Maßnahmeplans der Landesregierung Sachsen-Anhalt (18.03.2020) dürfen Dienstleister (wie z.B. Dachdecker, Klempner, Elektriker, das Bauhandwerk) ihrer Tätigkeit nachgehen, d.h. Aufträge annehmen und abarbeiten. Das gilt auch für das Reinigungsgewerbe! Machen Sei jetzt den Großputz in Ihrem Museum! Hygienische Maßnahmen und Abstand sind einzuhalten, der Kontakt ist auf ein Mindestmaß zu begrenzen. (https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html#c11965)

Hinweise zur digitalen Öffentlichkeitsarbeit
Nutzen Sie die Zeit zum Einstellen von Objekten auf www.museum-digital.de/st sowie den blog von museum-digital. Museen, die in den sozialen Medien aktiv sind, nutzen den Hashtag #closedbutopen. Infos dazu unter https://archivalia.hypotheses.org/121620 Ein gutes Beispiel ist das Kunstmuseum Moritzburg Halle/Saale unter https://www.kunstmuseum-moritzburg.de/ihr-besuch/closedbutopen/

Hinweise zum Internationalen Museumstag 17.05.2020 (IMT)
Es ist unklar, wie sich die Situation bis zum IMT am 17. Mai 2020 entwickeln wird. Der IMT wird bisher nicht abgesagt. Er soll auf jeden Fall stattfinden. Der DMB empfiehlt, weiterhin Werbung für den Tag zu machen, aber die Kosten zu reduzieren, um dem Fall einer Absage Rechnung zu tragen. Es wird sich vielleicht um einen rein digitalen Aktionstag handeln müssen. Unter dem Hashtag #MuseenEntdecken und #DigAMus informiert der DMB auf seinen Social-Media Kanälen ab sofort über digitale Formate und gibt Anregungen für eine Umsetzung am IMT.

(Stand: 18.03.2020)


Coronavirus (COVID19) und Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V.
Erreichbarkeit des Verbandes bis 13.04.2020
Die aktuellen Maßnahmen zur Bekämpfung der Atemwegserkrankung Coronavirus (COVID19) führen auch beim Museumsverband Sachsen-Anhalt e. V. zu einigen Änderungen. Bis auf die Geschäftsführerin Susanne Kopp-Sievers arbeiten die Mitarbeiter*innen des Museumsverbandes Sachsen-Anhalt e.V. im Homeoffice. Dennoch sind wir arbeitsfähig und nehmen lediglich keine Außentermine wahr. Wir stehen Ihnen gerne auch in dieser Situation beratend per E-Mail und Diensthandy zur Verfügung.

Museen tragen zur Verlangsamung von Coronavirus SARS-CoV-2 bei
Auch Museen können dazu beizutragen, die Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 zu verlangsamen, indem Gruppenbildung vermieden wird. Das hängt damit zusammen, dass die Gefahr einer Virusübertragung über Tröpfchen (z.B. Niesen, Husten) zu Übertragungen kommen kann. Angesichts des aktuellen Verlaufs an Infektionen mit SARS-CoV-2 haben viele Museen daher bereits ihre eigenen Veranstaltungen abgesagt. Etliche Museen haben zum Schutz ihrer Besucher*innen und Mitarbeiter*innen zusätzlich ihre Dauer- und Sonderausstellungen bis auf weiteres geschlossen.

Veranstaltungen des Museumsverbandes Sachsen-Anhalt e.V.
Aufgrund der aktuellen Situation sind alle Veranstaltungen des Museumsverbandes Sachsen-Anhalt e.V. abgesagt:
30.03.2020 AG Digitalisierung
02.04.2020 Vorstandssitzung
08.04.2020 Tagung anlässlich des Tags der Provenienzforschung
20.04.2020 Fachführung durch die Ausstellung "Von Geschichten die fehlen“ zur Barrierefreiheit im Stadtmuseum Halle
27.04.2020 Fachführung durch das neugestaltete Winckelmann-Museum Stendal

Was weitere Termine ab Mai ff betrifft, beobachten wir die Situation und werden Sie informieren. Wir können Ihnen für die ausgefallenen Veranstaltungen derzeit leider keine Ersatztermine anbieten. Wir beobachten die Entwicklungen und werden Sie informieren, sobald eine Veranstaltung wieder durchgeführt werden kann.
Der Deutsche Museumsbund hat seine diesjährige Jahrestagung im Mai 2020 abgesagt!

Buchprojekt "Unbekannte Schätze…“
Die Fototermine müssen bis auf weiteres abgesagt werden. Unsere Projektkoordinatorin Frau Breer wird Sie über neue Termine informieren. Trotz dieser Absage wird weiter an den Texten gearbeitet. Noch ausstehende Texte senden Sie bitte an die Sabine Breer.


Kulturstiftung Sachsen-Anhalt
Kultur lädt ein
Knapp 600.000 Besucher bei Kulturstiftung Sachsen-Anhalt zu Gast


Die 18 Monumente der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt haben im vergangenen Jahr 578.115 Besucher angelockt. Etwa die Hälfte von ihnen (305.957) zog es in die Ausstellungen unserer Museen. Als Zugpferde erwiesen sich die Burg Falkenstein mit 84.411 und das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) mit 75.941 Gästen aus ganz Europa. Ebenso gut besucht waren Museum Schloss Neuenburg mit 51.235 Mittelalterfreunden und Museum Kloster Michaelstein mit 24.815 Musik- und Naturliebhabern.

"Das ist ein sehr gutes Ergebnis und spricht für die Attraktivität unserer Ausstellungen und Denkmale“, freut sich der Generaldirektor der Kulturstiftung Dr. Christian Philipsen und lobt gleichzeitig das Engagement seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Auch die Dome in Magdeburg, Halberstadt, Havelberg und Halle erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit. 54.957 Gäste zog der Dom Halberstadt mit seinem weltberühmten Schatz in den Bann. Vor allem der Dom in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt war mit 157.920 Menschen ein Besuchermagnet.

Diese Anziehungskraft gilt es zu erhalten. Dafür dienen die seit Jahren laufenden Baumaßnahmen durch die Kulturstiftung. Im Frühjahr starten die Sanierungsarbeiten am Ostchor des Magdeburger Domes, zuerst am Außenbereich, später im Innenraum. Sie werden gut 6 Jahre dauern und einen Kostenumfang von ca. 7 Mio. Euro betragen.

Im Kalender für 2020 steht auch die Neugestaltung der Freiflächen im Kloster Michaelstein. Mit diesem Projekt im Kostenumfang von ca. 4 Mio. Euro werden die Ergebnisse eines Landschaftsarchitekturwettbewerbs umgesetzt. Baustart ist im Sommer.

Bis März 2020 soll der neue Aufzug im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) fertiggestellt sein. Er verbindet künftig barrierefrei alle Ausstellungsebenen. Die Kosten für die komplizierten Baumaßnahmen belaufen sich auf ca. 1 Mio. Euro.
Schließlich der Ausblick auf die kommenden Sonderausstellungen in den Museen der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt: Am 8.3.2020 eröffnet "Karl Lagerfeld. Fotografie. Die Retrospektive“ im Kunstmuseum Moritzburg. Die weltweit erste umfassende Würdigung des fotokünstlerischen Schaffens des 2019 verstorbenen Modeschöpfers wird bis 23.8.2020 gezeigt.
Nach Frankreich entführt auch „La Bohème. Henri de Toulouse-Lautrec und die Meister vom Montmartre an (4.10.2020–17.1.2021). Die Präsentation zeigt das gesamte Plakat-OEuvres von Henri de Toulouse-Lautrec und seiner in Paris wirkenden Künstlerkollegen.
Aus Anlass des 900-jährigen Jubiläums der Burg Falkenstein präsentiert eine Sonderausstellung mittelalterliche Münzen aus dem Harzraum und erzählt ihre Geschichte.
Auch in Havelberg wird gefeiert. Zur 850-jährigen Weihe des Domes wird vom 12.–14.6.2020 mit einer großen öffentlichen Fachtagung die Geschichte von Dom und Domkapitel gewürdigt.
Eine rundes Jubiläum steht im Museum Schloss Neuenburg auf dem Programm. Vom 19.–21.6.2020 findet dort das 30. Internationale Festival für mittelalterliche Musik "montalbâne“ statt.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte auch den Medienaussendungen unserer Museen.


Deutsches Zentrum Kulturgutverluste
bewilligt 2019 weitere 1,9 Millionen Euro für 25 Projekte der Provenienzforschung

Kommerzienrat Felix Ganz war ein angesehener Mainzer Bürger. Er war Inhaber der traditionsreichen Firma "Teppich Ganz“, ein Weltkriegsveteran und Besitzer einer herausragenden Sammlung orientalischer und ostasiatischer Kunst. 1934 wurde seine Firma entschädigungslos "arisiert“, seine Villa beschlagnahmt und dem Gestapobeamten Adolf Wegner zugewiesen. Felix Ganz wurde alles genommen. Er musste fortan in "Judenhäusern“ leben, wurde 1942 mit seiner zweiten Frau Erna nach Theresienstadt deportiert und schließlich 1944 in Auschwitz ermordet.

Was wurde aus seinem Besitz, was aus seiner Kunstsammlung, den Bildern, Skulpturen, Zeichnungen, Teppichen?

Der Fall des Händlers Felix Ganz ist eines von 25 Forschungsprojekten, die neben anderen ab 2019 vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg finanziell unterstützt werden. Im Einverständnis mit dem in London lebenden Urenkel Adam Ganz geht das Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz dem Fall nach, will Verbleib und genauere Umstände des Verlustes klären.

Der Vorstand des Zentrums Kulturgutverluste in Magdeburg hat nun auf Empfehlung seines Förderbeirates "NS-Raubgut“ in einer zweiten Antragsrunde 1,9 Millionen Euro für Provenienzforschung an Museen, Bibliotheken, wissenschaftliche Einrichtungen sowie für drei Privatpersonen bewilligt. Insgesamt hat das Zentrum damit in diesem Jahr vier Millionen Euro Fördergeld bereitgestellt, eine Summe, die ungefähr dem Volumen der Vorjahre entspricht.

Seit 2008 fördern Bund und Länder Projekte zur Provenienzforschung, bis heute mit insgesamt 31,7 Millionen Euro. Mit dem Geld konnten 331 Projekte realisiert werden. National und international ist das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg der zentrale Ansprechpartner zu allen Fragen unrechtmäßig entzogenen Kulturgutes im 19. und 20. Jahrhundert, das sich heute in Sammlungen kulturgutbewahrender Einrichtungen befindet. Anträge für längerfristige Projekte können jeweils bis zum 1. Januar und 1. Juni eines Jahres eingereicht werden. Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste fördert nicht nur Forschungsprojekte, es dokumentiert darüber hinaus Kulturgutverluste auch in seiner öffentlich zugänglichen Datenbank "Lost Art“ als Such- und Fundmeldungen.

Weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten unter: kulturgutverluste

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste
Stiftung bürgerlichen Rechts
Pressestelle
Humboldtstraße 12 | 39112 Magdeburg
Telefon +49 (0) 391 727 763 24
Telefax +49 (0) 391 727 763 6
presse@kulturgutverluste.de
kulturgutverluste


Förderung von Provenienzforschung
Seit dem 1. April 2015 befindet sich der Sitz des Deutschen Zentrums für Kulturgutverluste in der Humboldtstraße 12 in Magdeburg. Es führt unter anderem die Aufgaben der ehemaligen Koordinierungsstelle Magdeburg, die im April 2000 lostart online schaltete, und der ehemaligen Arbeitsstelle für Provenienzforschung fort. Das Zentrum hat vor allem die Aufgabe, öffentliche Einrichtungen bei der Suche nach NS-Raubkunst zu beraten und finanziell zu unterstützen. Auf der Website finden Sie Hinweise zu den Förderrichtlinien: kulturgutverluste


KNK-Einrichtungen setzen auf Besucherforschung:
Audience Development Projekt der Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen (KNK) – Konzeptentwicklung abgeschlossen, Umsetzung ab Saisonstart 2020

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters (BKM), hatte im August 2019 die Weiterführung des Audience Development-Projekts der Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen (KNK) bewilligt und zunächst Mittel für die Entwicklung einer entsprechenden Konzeption freigegeben. Nachdem in einem ersten BKM-geförderten Projekt 2017/18 in verschiedenen Einrichtungen Mecklenburg-Vorpommerns Daten für den ländlichen Raum erhoben und ausgewertet worden sind, ist das Besondere des neuen Projektes seine bundesländerübergreifende Ausrichtung mit dem Fokus auf Kultureinrichtungen im Umfeld von Metropolen. KNK-Einrichtungen in 5 Bundesländern sollen vergleichend evaluiert und analysiert werden.
Bei dem Gemeinschaftsprojekt der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG), der Kunstsammlungen Chemnitz, der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale), und der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha ging es zunächst um die Erstellung einer Konzeption zur Erhebung der Besucherstruktur in den genannten Einrichtungen. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der kulturellen Teilhabe und der Nicht-Besucheranalyse, für die Verfahren und methodische Ansätze entwickelt werden sollten. Die Projektpartner beabsichtigten damit, vergleichbare Untersuchungsergebnisse zu Besucherstruktur, -motivation und -zufriedenheit sowie zu Bildungs-, sozialen und kulturellen Hintergründen zu erlangen und diese künftig für die zielgruppenorientierte Ausrichtung der Angebote zu nutzen. Dies mit der Zielsetzung, dem sozialen und bildungspolitischen Auftrag der Institutionen besser nachzukommen, neue Publikumsschichten zu gewinnen, die bestehende Nachfrage zu stabilisieren und das Publikum langfristig zu interessieren und zu binden.
Für das Erhebungsverfahren wurde ein Institut mit der Entwicklung einer Konzeption beauftragt, auf deren Grundlage 2020 die Umsetzung erfolgen wird. Bestandteil der vorliegenden Konzeption bildet ein gemeinsam mit den Projektpartnern entwickelter Fragebogen, der auch standortspezifische Fragemodule umfasst. Ein besonderer Schwerpunkt bildet ergänzend dazu eine Nicht-Besuchsanalyse, die auf den im vorliegenden Konzept entwickelten Verfahren und methodischen Ansätzen basieren wird.

Mit der Konzepterstellung beauftragt war das in Bremen ansässige und auf Besucherforschung im Kulturbereich spezialisierte Institut kultur.markt.forschung. Die Umsetzung des Audience Developement Projektes wird ab Saisonstart im Frühjahr 2020 auf dieser Grundlage mit den Besucherbefragungen in den beteiligten Kultureinrichtungen begonnen.

Projektpartner und beteiligte Museen:
1. Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg mit den Märkischen Schlössern: den Schlossmuseen Rheinsberg, Oranienburg, Paretz, Königs Wusterhausen, Caputh sowie Schönhausen in Berlin-Pankow
2. Stiftung Schloss Friedenstein Gotha (Thüringen) mit dem barocken Universum Gotha (Schlossmuseum, Herzogliches Museum, Historisches Museum, Museum der Natur, Ekhof-Theater)
3. Kunstsammlungen Chemnitz (Sachsen) mit den Kunstsammlungen am Theaterplatz, dem Museum Gunzenhauser, dem Henry van de Velde-Museum in der Villa Esche und dem Schlossbergmuseum
4. Kulturstiftung Sachsen-Anhalt mit dem Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)


Leitfäden des Deutschen Museumsbundes
Im Internet unter museumsbund.de/cms/index.php?id=773&L=0 stehen folgende Leitfäden zur Museumsarbeit zum Download zur Verfügung
- Bürgerschaftliches Engagement im Museum (2008)
- Qualitätskriterien für Museen: Bildungs- und Vermittlungsarbeit (2008)
- Museumsberufe - Eine europäische Empfehlung (2008)
- Leitfaden für das wissenschaftliche Volontariat am Museum (2018)
- Leitfaden für die Erstellung eins Museumskonzepts (2011)
- Nachhaltiges Sammeln – Ein Leitfaden zum Sammeln und Abgeben von Museumsgut (2011)
- Standards für Museen (2011)
- Leitfaden für die Dokumentation von Museumsobjekten (2011)
- schule@museum – Eine Handreichung für die Zusammenarbeit (2012)
- Museen, Migration und kulturelle Vielfalt; Handreichung für die Museumsarbeit (2015)
- Das inklusive Museum - Ein Leitfaden zu Barrierefreiheit und Inklusion (2016)
- Hauptsache Publikum! Besucherforschung für die Museumspraxis (2019)


Umgang mit Archivgut
Viele Museen enthalten Archivgut oder sind für die städtischen historischen Archive zuständig. Das Landesarchiv NRW hat eine umfangreiche, an der Praxis orientierte Broschüre zum Umgang mit Archivgut herausgegeben:
Clemens Rehm/Wilfried Reininghaus (Hg.): Richtlinien zu Kulturgut und Notfallbewältigung. Neue Strategien der Schadensprävention und -behebung bei Archivgut. Düsseldorf 2011 (Veröffentlichungen des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen 42).
ISBN 978-3-9804317-1-2. 172 S., broschiert,
Verkaufspreis: 5 Euro.

Der Band kann über das Landesarchiv NRW
Graf-Adolf-Straße 67
40210 Düsseldorf
Tel.: +49 211 159238-0
Fax: +49 211 159238-111


Halle
Kunstmuseum Moritzburg Halle

Nach dem großen COMEBACK: Karl Lagerfeld und Henri de Toulouse-Lautrec sind die Ausstellungshighlights 2020 im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)

Ein überaus positives Fazit des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) zum vergangenen Jahr konnte Direktor Thomas Bauer-Friedrich beim heutigen Presse-Auftakt ziehen. Insgesamt besuchten das Museum im Jahr 2019 mehr als 75.000 Gäste aus ganz Europa. Die Ausstellung Bauhaus Meister Moderne. DAS COMEBACK war mit über 47.000 Besuchern die erfolgreichste Schau des vergangenen Jahres und damit ein würdiger Abschluss des Bauhaus-Jahres in Sachsen-Anhalt.

Der Ausblick auf das Ausstellungsjahr 2020 verspricht erneut viel Aufmerksamkeit und Zuspruch seitens des Publikums:

Nach einer mehrwöchigen Umbauzeit startet am 8. März 2020 die Ausstellung KARL LAGERFELD. FOTOGRAFIE. DIE RETROSPEKTIVE (Laufzeit: 8. März – 23. August 2020), die die weltweit erste umfassende Würdigung des fotografischen Schaffens des vor einem Jahr verstorbenen Couturiers ist. In Zusammenarbeit mit dem Museum kuratiert Gerhard Steidl eine aufwendige Inszenierung im Innenhof sowie im gesamten zweiten Obergeschoss der Moritzburg. Insgesamt sind circa 300 Fotografien aus den 1990er Jahren bis 2019 zu sehen – Werke, die zum Teil erstmals überhaupt ausgestellt werden.

Am 28. März 2020 beginnt eine Ausstellung mit den außergewöhnlichen Schmuckobjekten Dorothea Prühls, die im vergangenen Jahr mit dem Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalts geehrt wurde (Laufzeit bis 21. Juni 2020). Nur kurze Zeit später ist ab 9. April 2020 die Ausstellung einer weiteren Preisträgerin zu sehen: Hannah Schneider erhielt 2019 den Gustav-Weidanz-Preis und zeigt eine speziell für Halle (Saale) zugeschnittene Präsentation ihrer Werke (Laufzeit bis 21. Juni 2020). Beide Ausstellungen sind im Talamt der Moritzburg zu sehen.

Im Herbst macht LA BOHÈME: HENRI DE TOULOUSE-LAUTREC UND DIE MEISTER VOM MONTMARTRE (Laufzeit: 4. Oktober 2020 – 17. Januar 2021) den Abschluss des Ausstellungsjahres. Die Ausstellung bietet die einmalige Gelegenheit, das komplette Plakatschaffen des Künstlers, der vor allem mit seinen Arbeiten für das Moulin Rouge berühmt wurde, zu erleben. Hinzu kommen Werke seiner Zeitgenossen, wie Jules Cheret, Théophile-Alexandre Steinlen oder Alfons Mucha. Ergänzt wird die Schau, die in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kulturaustausch in Tübingen mehr als 100 Leihgaben aus dem Musée d’Ixelles in Brüssel zeigt, mit Werken aus den eigenen Beständen des Museums, die erstmals überhaupt präsentiert werden: mehr als 80 japanische Holzschnitte des 17. bis 19. Jahrhunderts, die in den 1890er Jahren erworben wurden. Solche Druckgrafiken waren eine der wichtigsten Inspirationen für Künstler wie Henri de Toulouse-Lautrec.

Auch baulich gibt es Neuigkeiten: Die Arbeiten am neuen Fahrtstuhl, der künftig alle Ausstellungsebenen von der Empore im 2. Obergeschoss des Westflügels bis in die Gotischen Gewölbe in dessen 1. Untergeschoss barrierefrei erschließt, sollen nach mehr als zweijähriger Bauphase im Frühjahr 2020 abgeschlossen sein. Ab April 2020 sind somit das Talamt und die Gotischen Gewölbe somit wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

Schon ab März 2020 wird im 1. Obergeschoss des Westflügels der Teil der Sammlungspräsentation Wege der Moderne. Kunst in Deutschland im 20. Jahrhundert zur Kunst zwischen 1900 und 1945 wieder eingerichtet sein. Hierfür wird in Teilen die so beliebte Architektur der COMEBACK-Ausstellung angepasst und nachgenutzt.


Kulturstiftung Sachsen-Anhalt
Stabübergabe für ein gemeinsames Ziel

Betriebsübergang Domschatz Halberstadt
von der Evangelischen Kirchengemeinde Halberstadt zur Kulturstiftung Sachsen-Anhalt


Nach 21 Jahren wechselt die Verantwortung zur Präsentation eines der bedeutendsten Kirchenschätze der Welt aus der Hand der Evangelischen Kirchengemeinde Halberstadt in die Hand seiner Eigentümerin, der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt. Mit einem Festakt wurde heute (12.12.2019) die wegweisende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Der Domschatz Halberstadt ist ein Kirchen-, Kunst- und Geschichtsdenkmal von europäischem Rang. Er umfasst rund 1250 Einzelstücke – neben festlichen liturgischen Gewändern, filigranen Gold- und Elfenbeinarbeiten und dem ältesten gewirkten Bildteppich Europas auch kunstvoll ausgeführte Skulpturen und Altarbilder sowie originale Handschriften – und gilt als der umfangreichste mittelalterliche Kirchenschatz, der in Deutschland am authentischen Ort erhalten blieb.

Seit 1998 ist die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt Eigentümerin dieser einzigartigen Sammlung sakraler Kunst- und Kulturgüter und verantwortlich für die konservatorisch-restauratorische Pflege der Objekte.
Die Geschichte der musealen Präsentation des Domschatzes beginnt jedoch bereits im Jahr 1936, als ausgewählte Stücke erstmals der Öffentlichkeit in der historischen Domklausur gezeigt wurden. Im zweiten Weltkrieg ausgelagert – unter anderem in einer Höhle am Stadtrand von Quedlinburg – und danach auf abenteuerlichen Wegen weitgehend vollständig zurückgeführt, öffnete am 4. Juli 1959 der Schatz erneut seine Pforten. In dieser Form der musealen Präsentation sollte er nun für fast 50 Jahre Bestand haben.

In den 1990er Jahren zeigte sich jedoch, dass die konservatorischen Rahmenbedingungen, schwankende klimatische Verhältnisse, ein fehlendes Depot samt Restaurierungswerkstätten, eine sanierungsbedürftige Bauhülle sowie ein in die Jahre gekommenes Ausstellungsformat eine komplette Überarbeitung der Verhältnisse nötig machte.
In enger, mehrjähriger und gemeinschaftlicher Zusammenarbeit entwickelte die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt sowie der Evangelischen Kirchengemeinde Halberstadt ein völlig neues Konzept zur Erhaltung und Präsentation des Domschatzes. Es reichte von einem Depotneubau bis hin zu einer komplett überarbeiteten Dauerausstellung mit etwa 300 ausgewählten Exponaten am historischen Ort in der alten Domklausur, immer mit dem Ziel einer "Präventiven Konservierung“ der Objekte für künftige Generationen. 2008 schließlich eröffnete der damalige Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler die mit großem Aufwand völlig neu gestaltete Dauerausstellung, die seither Gäste aus dem In- und Ausland fasziniert.

Das vertraglich zugesicherte Präsentations- und Nutzungsrecht für den Domschatz Halberstadt lag weiterhin bei der Evangelischen Kirchengemeinde Halberstadt. Kompetent und erfolgreich gelang es der Domschatzverwaltung in den vergangenen 21 Jahren, den Museumsbetrieb über die Region hinaus zu einem kulturellen Leuchtturm in Sachsen-Anhalt zu entwickeln.

Geänderte Voraussetzungen, gestiegene wirtschaftliche Herausforderungen und potentielle Synergieeffekte führten nun zu dem von allen Partnern gemeinsam gefassten Entschluss, den Betrieb und die damit verbundenen Aufgaben – Öffentlichkeitsarbeit, Forschung und Kulturvermittlung – ebenfalls in die Hand der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt zu legen. Sie übernimmt ab dem 1. Januar 2020 den Staffelstab der Museumsleitung, weiterhin mit engagierter Unterstützung der Kirchengemeinde Halberstadt. Beide eint das Ziel, durch die Möglichkeiten und Netzwerke der Kulturstiftung den Schatz nicht nur weiterhin konservatorisch zu betreuen, sondern landesweit, bundesweit und international noch bekannter zu machen.


Landsberg
Museum

Das Landsberger Museum "Bernhard Brühl" schließt eine Pforten

Das Museum "Bernhard Brühl" schließt ab dem 1. August 2019 seine Pforten in der Landsberger Hillerstraße 8. Die Räume werden künftig durch den Landsberger Hort genutzt. Die musealen Bestände werden ausgelagert. Das Museu soll neu gestaltet werden. Wann und wo es neu eröffnet wird, steht derzeit noch nicht fest.

Die im Museum ausgestellte historische Landapotheke, aus der Zeit um 1900, kann nach Vereinbarung und im Rahmen von Sonderveranstaltungen voraussichtlich noch bis zum Saisonende am 27. Oktober 2019 besichtigt werden.

Die Verwaltung der Einrichtung Doppelkapelle und Museum Landsberg befindet sich derzeit noch in der Hillerstraße 8 und ist weiterhin unter Tel. (03 46 02) 20 690 erreichbar. Für den Mail-Verkehr stehen die Adressen: doppelkapelle-landsberg@gmx.net und i.fricke-museum-landsberg@gmx.de zur Verfügung. Aktuelle Informationen finden sich regelmäßig unter www.stadt-landsberg.de


Dessau
Bauhaus Dessau

Das Bauhaus wird 100!
Verstärken Sie das Team der Vermittlung:
Werden Sie Gästeführer*in im neuen Bauhaus Museum Dessau

Im Jahr 2019 feiert Deutschland das 100-jährige Gründungsjubiläum des Bauhauses. Bis heute ist Dessau die Stadt, die am stärksten mit dem Bauhaus verbunden wird. 1919 in Weimar gegründet, hat das Bauhaus in Dessau von 1925 bis 1932 seine Blütezeit erlebt. Alle drei Bauhaus-Direktoren haben hier gelebt und gearbeitet. Und Dessau ist die Stadt mit den weltweit meisten Bauhausbauten. Seit 1996 zählt das Bauhaus zum UNESCO-Welterbe.

Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist in Dessau die Eröffnung des Bauhaus Museums Dessau. Unter dem Titel Versuchsstätte Bauhaus. Die Sammlung. erwartet die Besucher*innen auf 1.500 qm eine Ausstellung zur Geschichte des Bauhauses als Hochschule, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, das Leben neu und anders zu denken.

Wir freuen uns über Ihre Bewerbung, um für die Stiftung Bauhaus Dessau besonders im neuen Bauhaus Museum in der Vermittlung aktiv zu werden.

Freiberufliche Honorarkräfte: Führungen für Erwachsene
Sie sind kommunikativ, neugierig, sympathisch, sprachlich gewandt und haben ein souveränes Auftreten, auch vor der Gruppe? Sie verstehen es, Geschichte und Geschichten lebendig zu erzählen? Sie sind erfahren im Umgang mit Gruppen und Fragen bringen Sie ebenso wenig aus dem Konzept wie Geschehnisse in der Gruppe? Und – Sie begeistern sich für das Bauhaus?

Die Führungen an der Stiftung Bauhaus Dessau zeichnen sich durch die Vermittlung eines fundierten Wissens zum Bauhaus, seiner Architektur und seinen Protagonist*innen aus. Wir suchen zur Erweiterung des Teams freie Honorarkräfte aus dem Umfeld von Kunstgeschichte, Architektur, Design und Gestaltung.

Wir suchen zum schnellstmöglichen Zeitpunkt, idealerweise bereits ab September, Gästeführer*innen für unsere Sammlungspräsentation im Bauhaus Museum Dessau und darüber hinaus für die originalen Bauhausbauten. Unsere Führungen möchten wir in erster Linie in Deutsch und in Englisch, aber auch in anderen Fremdsprachen anbieten.

Wichtig ist ein konstantes Kontingent an zeitlicher Verfügbarkeit, das Wochenenden einschließt, wobei die Tätigkeit im zeitlichen Aufwand saisonal unterschiedlich (Hauptsaison Ostern – 31. Oktober) ist. Die Vergütung erfolgt auf Honorarbasis nach erfolgter Leistung. Auf Grund der hohen Nachfrage unserer Gäste können wir Ihnen gute Verdienstmöglichkeiten in Aussicht stellen.

Bei Interesse nehmen Sie gerne direkt Kontakt mit uns auf, stellen Sie uns Ihre Fragen oder senden Sie uns Ihre Bewerbung (Lebenslauf, Nachweis von Erfahrungen sowie kurzes Motivationsschreiben).

Ihre Ansprechpartnerin ist Nicole Prag (prag@bauhaus-dessau.de).

Ihre Daten sind uns wichtig!
Mit Ihrer Bewerbung werden Ihre personenbezogenen Daten bei uns allein für den Zweck des Bewerbungsverfahrens erhoben und verarbeitet. Mit Abschluss des Bewerbungsverfahrens, spätestens aber nach 6 Monaten, werden die Daten gelöscht. Die Datenschutzrichtlinien der Stiftung Bauhaus Dessau finden Sie auf der Homepage.


Sangerhausen
Ein besonderes Musikinstrument im Europa-Rosarium

Im Europa-Rosarium werden seit Jahren viele verschiedene Kunstobjekte präsentiert.
Ein ganz besonderes wird künftig im Informationszentrum Rose zu sehen sein. Es soll allerdings nicht nur ein Ausstellungstück bleiben, sondern zum aktiven Musizieren einladen.
Die Kreismusikschule Mansfeld-Südharz stellt dem Europa-Rosarium ein künstlerisch gestaltetes Klavier als Dauerleihgabe zur Verfügung. Wer möchte, kann künftig hier spontan das Instrument zum Klingen bringen. Die Besucher sind herzlich eingeladen, ein ganz besonderes Klavier an einem ganz besonderen Ort zu erleben.
Der Startschuss für diese Aktion fällt am 03.07.2019 um 15 Uhr. Schülerinnen und Schüler der Kreismusikschule werden das neue Kunstobjekt im Europa - Rosarium vorstellen und einweihen.