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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Museen Sachsen-Anhalts

Spengler-Museum

Sangerhausen

Steppenelefant

Das Spengler-Museum öffnet am 12. Mai wieder mit den gewöhnlichen Öffnungszeiten.

Das Spengler-Museum zeigt in mehreren Ausstellungsbereichen die Geologie und Naturkunde der Goldenen Aue zwischen Südharz und Kyffhäuser mit der heimischen Flora und Fauna, Fossilien aus der Eiszeit mit den bedeutenden Fundstellen Edersleben und Voigtstedt und archäologische Funde von der Steinzeit bis ins Mittelalter. Schließlich wird die Stadtgeschichte Sangerhausens vom Mittelalter bis zur Gegenwart dargestellt. Die Attraktion des Spengler-Museums ist das fast vollständige Skelett eines Steppenelefanten, 1930 - 1932 von Gustav Adolf Spengler in einer Kiesgrube in Edersleben ausgegraben.
Ein besonderer Ausstellungsteil widmet sich dem in Sangerhausen geborenen Künstler Einar Schleef (1944–2001). Als Theatermacher bekannt, war er auch Maler, Autor und Fotograf. Sangerhausen und der Verlust von Heimat sind das Leitmotiv seines facettenreichen Werks.

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Sonderausstellungen

Sonderausstellung vom 15.07.2020 bis 27.09.2020
75 Jahre Frieden – Nie wieder Krieg

Das Spengler-Museum bewahrt einen kleinen regionalen Bestand von Objekten, Bildern und Dokumenten, die aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges stammen. Ergänzt durch Fakten und Erinnerungen von Menschen, die damals den Krieg hier miterlebt haben, vermitteln diese authentischen Zeugnisse ein Bild der Ereignisse in Sangerhausen. Bei den Kreistagswahlen im März 1933 wird die NSDAP stärkste politische Kraft in Sangerhausen. Die Produktion Sangerhäuser Fabriken wie der Maschinenfabrik und der Mitteldeutschen Fahrradwerke wird im Krieg auf Rüstungsgüter umgestellt. Auch in Sangerhausen müssen ausländische Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge in Betrieben und der Landwirtschaft arbeiten. 1942 werden die letzten in Sangerhausen lebenden Juden deportiert und ermordet. Erst zum Kriegsende hin wird Sangerhausen durch Fliegerangriffe der Engländer und Amerikaner zum Kampfgebiet. Zwei Luftangriffe im Februar und April 1945 zerstören Wohnhäuser, das Gaswerk und den Bahnhof, Menschen sterben. Am 12. April 1945 besetzen amerikanische Soldaten Sangerhausen. Anfang Juli wird Sangerhausen der sowjetischen Besatzungszone zugeordnet. Flüchtlinge aus dem Osten finden nach Kriegsende in Sangerhausen eine neue Heimat.

Die kleine Ausstellung bildet den Rahmen für als Film aufbereitete Interviews mit Zeitzeugen aus Sangerhausen. Die Gespräche führten Schüler des Gymnasialzweiges der Berufsschule Sangerhausen und des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Der Kreis-Kinder- und Jugendring betreute das Zeitzeugen-Projekt. Technische Unterstützung leistete das Jugend-Kultur-Zentrum der evangelischen Kirche TheO´door.