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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Museen Sachsen-Anhalts

Industrie- und Filmmuseum Wolfen

Wolfen

ORWO-Werbung museumspädagogische Programme Ausstellungsraum Giesserei Agfa-Farbfilmschachtel

Filme "verknipsen" ist einfach - drücken und fertig. Aber wer weiß schon, wie ein Film entsteht, wie viele Arbeitsschritte notwendig sind und unter welchen Temperatur- und Lichtbedingungen die Frauen und Männer in der ehemals zweitgrößten Filmfabrik der Welt bis in die 90er Jahre produziert haben?
In einem früheren Produktionsgebäude aus dem Jahre 1909 wird Ihnen die Produktion von Kine- und Fotofilmen anhand originaler Maschinen gezeigt. Ein historischer Streifzug durch die Geschichte von AGFA und ORWO lässt Unerwartetes zu Tage treten. Oder wussten Sie beispielsweise, dass in dem jetzigen Museumsgebäude 1936 der erste praktikable Farbfilm der Welt - der AgfacolorNeu-Film - hergestellt wurde? Außerdem können Sie die größte Kamerasammlung Sachsen-Anhalts bewundern. Für Kindergruppen und Schulklassen bietet das Museum verschiedene museumspädagogische Programme an.

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Sonderausstellungen

Sonderausstellung vom 01.07.2017 bis 27.08.2017
Zum Fressen gern
Photographische Entdeckungen im Benediktinerstift Admont

Die Berliner Fotografen und Gestalter Sebastian Köpcke und Volker Weinhold entwickeln seit mehr als zwei Jahrzehnten kulturhistorische Ausstellungen und versuchen mit ihrer Arbeit eine eigene Sicht der Dinge zu vermitteln. Die Fotografie ist für sie dabei oft das Mittel der Wahl, um genauer zu schauen und die Blicke der Betrachter auf das zu lenken, was ihnen wesentlich erscheint.
In musealen Sammlungen zu fotografieren, ist immer ein Privileg. Werden den Besuchern kostbarste Preziosen hinter sicherem Glas im besten Licht präsentiert, gibt es für die beiden Sammlungsfotografen in den Depots weithin unbekannte Welten zu entdecken.
Vom Benediktinerstift Admont (Steiermark) wurden die Berliner eingeladen, zum Motto "Zum Fressen gern" eine eigene künstlerische Intervention zu liefern. Vor Ort im Naturhistorischen Museum hatten sie die M¨glichkeit, historische Präparate mit Objekten des Kulturhistorischen Museums und kostbaren Büchern der weltgrößten Stiftbibliothek in freier Interpretation zu kunstvollen Stillleben zu vereinen.
Der admontinische Fotozyklus mag zuweilen an Jagd- und Küchenstillleben der Renaissance erinnern, an die hintersinnigen Porträts von Arcimboldo, wie an die stilprägenden Musikplakate von Günther Kieser. Damit gelingt Köpcke und Weinhold der Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Die Gegenwart in Admont bestimmen zudem die Küchenfrauen. Ihr festes Regime bestimmt den Lebensrhythmus im Kloster, die geregelten Mahlzeiten geben dem Tag Struktur. In der Ausstellung werden sie deshalb als lebendige Persönlichkeiten sichtbar.
Im Jahr 2016 wurde "Zum Fressen gern" erstmals in großformatigen Photographien als Jahresausstellung im Benediktinerstift Admont gezeigt.
Vom 01. Juli bis 27. August sind die Werke nun im Industrie- und Filmmuseum Wolfen zu sehen.