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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Museen Sachsen-Anhalts

Schachmuseum Ströbeck

Ströbeck

Geschenkschachbrett des Großen Kurfürsten von 1651 Schachturm in Ströbeck Schulschach in Ströbeck Notgeld aus Ströbeck

Im 11.Jahrhundert setzte ein Halberstädter Bischof einen vom Kriegszug mitgebrachten Gefangenen im Ströbecker Wahrturm fest. Bauern des Dorfes bewachten den schachkundigen Fürsten und erlernten von ihm das königliche Spiel. Die Ströbecker bewahrten ihr Können wie einen Schatz, indem sie es an ihre Kinder und Kindeskinder weitergaben - bis in die heutige Zeit. Im Schachmuseum Ströbeck wird die Geschichte der jahrhundertealten Schachtradition mit Lebendschach und Schachunterricht in der Schule ebenso dargestellt, wie ungewöhnliche Beziehungen zu Fürsten und Königen und die überlieferten Ströbecker Schachregeln mit besonderer Ausgangsstellung und den „Ströbecker Freudensprüngen“. Das Museum zeigt auch die vielseitige Welt des Schachspiels in der Kunst. In wechselnden Sonderausstellungen werden das Thema Schach und die Ströbecker Schachgeschichte immer wieder neu beleuchten. Im Innenhof ist eine Partie Schach im Freien möglich, und im Medienraum werden alte Filme von Ströbeck gezeigt. Die einzigartige Geschichte dieses Dorfes begeistert nicht nur Schachspieler.

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Sonderausstellungen

Sonderausstellung vom 22.05.2016 bis 30.04.2017
„Caissas Schwestern – Frauen und Schach“

Schach spielende Frauen sind aus der frühesten Literatur und Kunst bis ins späte 18. Jahrhundert bekannt, solange das Schachspiel als Unterhaltungsform und als Möglichkeit des zwanglosen Austausches der Geschlechter galt. In der Profiszene, die sich in den Kaffeehäusern ab den 18. Jh. entwickelte, blieben die Frauen jedoch außen vor. Insbesondere als das Schachspiel im 19. Jh. einen sportiven Charakter bekam. Doch zur Wende zum 20. Jh. eroberten sie sich Schritt für Schritt ihren Platz in der Schachwelt zurück.