Kontakt/Impressum | english

Museumsverband Sachsen-Anhalt

Museen Sachsen-Anhalts

Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt
Luthers Sterbehaus

Lutherstadt Eisleben

Außenansicht von Luthers Sterbehaus; Foto: von M GmbH Schlafzimmer in Luthers Sterbehaus mit historischer Ausstattung; Foto: Kunstmann

Martin Luther war seiner Heimat, der Grafschaft Mansfeld, eng verbunden. Er fühlte sich deshalb verpflichtet, zur Schlichtung der jahrelangen Streitigkeiten unter den Mansfelder Grafen beizutragen. Diese waren aus der Teilung der Herrschaft in die dynastischen Linien „Vorderort“, „Mittelort“ und „Hinterort“ entstanden. Eine erste Vermittlungsreise im Oktober 1545 brachte kein Ergebnis, so dass beschlossen wurde, im Januar 1546 weiter zu verhandeln. Am 23. Januar brach Luther von Wittenberg in Richtung Eisleben auf, es sollte die letzte Reise des Reformators in seine Geburtsstadt sein.

„Luthers letzter Weg“ lautet der Titel der neuen Ausstellung im Sterbehaus. Sie erzählt von genau dieser letzten Reise des Reformators nach Eisleben und von seinen letzten Tagen dort. Die Ausstellung richtet den Blick aber auch auf Luthers Wege bei der Auseinandersetzung mit Sterben und Tod in seiner Familie und im Freundeskreis: Luther als Betroffener und Trauernder, Luther als Tröster und Seelsorger. Welche Rolle spielt der Tod in Luthers Theologie? Die Ausstellung geht zudem der Frage nach, welchen Einfluss Luthers Theologie auf die Sterbekultur hat.

Den Höhepunkt des Ausstellungsrundgangs bilden die so genannten „Sterberäume“ – die Schlafkammer und das Sterbezimmer – mit der von Friedrich Wilhelm Wanderer entworfenen historistischen Ausstattung. Alle Objekte und Möbel wurden restauriert, und die Räume sind nun erstmals wieder so erlebbar, wie sie ursprünglich von Wanderer geplant wurden. Im Sterbezimmer ist zudem das wichtigste Exponat ausgestellt: das Bahrtuch, das 1546 Luthers Sarg bedeckte.

Sonderausstellungen

Sonderausstellung vom 08.09.2017 bis 26.11.2017
Reformationsjubiläum auf Münzen und Medaillen

Die Stiftung Luthergedenkstätten besitzt eine der umfangreichsten Spezialsammlungen zum Thema der Reformationsnumismatik.

Die Ausstellung stellt die Jahrhundertfeiern von 1617 bis 2017 und ihre Münzen und Medaillen vor. Diese Kunstwerke im kleinen Format diensten über die Jahrhunderte als Mittel der Propaganda ebenso wie als Objekte der Erinnerungskultur.

Veranstaltungen

05.10.2017 um 19:00 Uhr
Statements in Metall.
Martin Luther und die Reformation in der modernen und zeitgenössischen Medaillenkunst
Ulf Dräger, Halle

27.10.2017 um 14:30 Uhr
Präsentation der 100 EURO Gold-Münze
"UNESCO Welterbe Luthergedenkstätten Eisleben und Wittenberg“

09.11.2017 um 19:00 Uhr
Anno '17 – Luther und die Reformation im Jahrhunderttakt
Dr. Wolfgang Flügel, Magdeburg

23.11.2017 um 19:00 Uhr
Verdammnis und Erlösung –
Medaillen als Propagandamedium der Reformation im Kontext bildkünstlerischen Schaffens
Uta Wallenstein, Gotha