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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Museen Sachsen-Anhalts

Museum Kloster und Kaiserpfalz Memleben

Memleben

Arkaden Klosterkirche, 13. Jahrhundert (Foto: Mirko Schlender) Spätromanische Krypta Kloster Memleben (Foto: Andreas Stedtler) Blick in die historische Ausstellung: Memleben - Sterbeort Kaiser Otto des Großen Klostergarten Memleben (Foto: Andreas Stedtler) Lebendiges Kloster Memleben (Foto: Andeas Stedtler)

Memleben geht im 10. Jahrhundert als Aufenthaltsort König Heinrichs I. und Kaiser Ottos des Großen in die europäische Geschichte ein. Als Sterbeort Heinrichs I. (†936) steht Memleben am Beginn der Herrschaft Ottos aber auch am Ende seines Kaisertums, da Otto I. im Jahr 973 am selben Ort stirbt. Im Gedenken an seinen Vater stiftet Kaiser Otto II. in Memleben ein Benediktinerkloster, das sich schnell zu einer bedeutenden Reichsabtei entwickelt.

Die originalen Mauerfragmente zweier Kirchbauten – sowohl die Reste einer Monumentalkirche aus dem 10. Jh. als auch die prächtige Ruine einer Klosterkirche aus dem 13. Jh. – erinnern an die ehemalige Benediktinerabtei. Geheimtipp ist aber vor allem die sehr gut erhaltene spätromanische Krypta des jüngeren Kirchgebäudes, die auf viele eine spirituelle Anziehungskraft ausübt. In seinen Ausstellungsbereichen thematisiert das Kloster Memleben außerdem die historische Bedeutung des Ortes, baugeschichtliche Hintergründe der Klosteranlage sowie die Alltagswelt der Benediktinermönche - eine Welt, in die Besucher des Museums oder Schulklassen im Rahmen des museumspädagogischen Programms "Lebendiges Kloster" persönlich eintauchen können.

Die Kooperation mit der Abtei Münsterschwarzach und dem Kloster Memleben ist zudem ein wichtiger Bestandteil des Museumsangebotes. Regelmäßig besuchen Benediktinermönche das einstige Reichskloster und unterstützen das Angebot des Museum mit Führungen, Gebetsangeboten, Gesprächsrunden und einer Klosterwerkstatt. Auf diese Weise werden die mittelalterlichen Klostermauern mit benediktinischem Geist belebt. Zudem stellt das Angebot �lebtes Kloster“ einen Bezug von der früheren zur gegenwärtigen Lebenswelt eines Benediktinerklosters her.

Folgende Ausstellungsbereiche sind im Museum Kloster und Kaiserpfalz Memleben zu sehen:
• Memleben – Sterbeort Kaiser Otto des Großen
• Wenn der Kaiser stirbt – Der Herrschertod im Mittelalter
• Baugeschichte des Klosterbezirkes
• Alltag im Benediktinerkloster Memleben
• Skriptorium – Buchherstellung in ottonischer Zeit
• Präsentation: Spuren der Vergangenheit – Ausgrabungen und archäologische Funde von Memleben im Wandel der Zeit

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Sonderausstellungen

Sonderausstellung vom 07.05.2018 bis 15.10.2018
Wissen + Macht
Der heilige Benedikt und die Ottonen

Hoher Besuch in Memleben! Wo? Ein stiller Ort, abseits gelegen inmitten des malerischen Unstruttals und Sterbeort von König Heinrich I. (936) und Kaiser Otto des Große (973), erwartet hohen Besuch: der heilige Benedikt, Moench Heimerad sowie Kaiser Otto II. nebst Gattin Theophanu geben sich im ehemaligen Benediktinerkloster Memleben die Ehre.

Doch was die vier Protagonisten mit Memleben genau verbindet, welche Bedeutung sie für die Kulturlandschaft an Saale und Unstrut und für die Klosterwelt Mitteldeutschlands haben, das ist Thema der Sonderausstellung „Wissen und Macht – Der heilige Benedikt und die Ottonen“. Sie erzählt von der Ankunft des Benediktinerordens im Unstruttal und von den weitreichenden Impulsen für die Kulturlandschaft. Ausgehend von der europäischen Relevanz der Ottonen und Benediktiner zeichnen die Hauptpersonen anhand herausragender Zeugnisse und spektakulärer Inszenierungen Impulse und Entwicklungen nach, die dadurch buchstäblich lebendig wird.