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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Museum Schloss Bernburg

Bernburg

Schloss Bernburg Till Eulenspiegel Turm Altes und Krummes Haus mit Eulenspiegelturm und ChristianBau von Schloss Bernburg Biedermeierzimmer mit spätromantischem Gemälde

Die Dauerausstellungen umfassen Ur- und Frühgeschichte der Saalelandschaft, Kultur- und Technikgeschichte der Mühlen und Müller im unteren Saaletal und die historische Mineraliensammlung besteht heute aus 180 Mineralarten von 240 Fundstellen aus dem Harz. Gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt, erhielt diese Sammlung eine moderne Präsentation. Museum Schloss Bernburg präsentiert regelmäßig Sonderausstellungen zu kultur- und naturhistorischen Themen.

Im gotischen Kellergewölbe wird neben originalen Bauelementen des Bernburger Schlosses eine Hexenausstellung gezeigt. Ausgehend von den überlieferten Prozessverläufen gegen Barbara Meyhe, der Frau eines Bernburger Bürgermeisters, aus den Jahren 1617 - 1619 und Anna Maria Braune aus Alsleben (1689), wird in übersichtlich gestalteten Ausstellungstafeln die frühneuzeitliche Rechtsgeschichte thematisiert. Die Ausstellung ist für Sachsen-Anhalt einzigartig. Die Ausstellung endet mit der differenzierten Darstellung zweifelhafter Rekonstruktionen von Folterinstrumenten aus dem 19. Jahrhundert.

Ein besonderes Erlebnis ist die Besteigung des 44 m hohen romanischen Bergfriedes. In der Türmerstube dieses so genannten 𠇮ulenspiegelturms“ hat der Narr Till Eulenspiegel als Turmbläser des Grafen von Anhalt-Bernburg nach Feinden Ausschau gehalten und sich eine Mahlzeit an der fürstlichen Tafel erschlichen. Das Museum Schloss Bernburg beteiligt sich an den vom Land Sachsen-Anhalt geförderten dezentralen Ausstellungsprojekten Agenda 21 "Faszination Natur" und "Gemeinsam sind wir Anhalt".

Die Museumspädagogik bietet ständig abrufbare Standardprogramme für Workshops, Arbeitsgemeinschaften, Ferienprojekte und themenorientierte Aktionen für Kindergärten, Hortgruppen und Schulen. Ein phantasiereiches und schönes Überraschungsfest erwartet Geburtstagskinder zwischen 5 und 13 Jahren in den Räumen des Museum Schloss Bernburg. Bitte aktuelle Informationen abfordern!

Nach einem Museumsbesuch lädt das Café „Schlossidylle“ zum Verweilen ein. Die Caféterrasse bietet einen imposanten Blick auf das Saaletal.

Sammlungen bei museum-digital

Sonderausstellungen

Sonderausstellung vom 25.02.2018 bis 29.04.2018
Gerhard Beyer

Ausstellung zum 80. Geburtstag
Malerei & Grafik

Sonderausstellung vom 23.09.2018 bis 25.11.2018
Künstlernachlässe
Bernd Langer (1920-2014), Heinz Steffens (1913-1982) und Frieda Wimmer (1868-1949)

Die Museen in Aschersleben, Bernburg und Schönebeck haben diese gemeinsame Wanderausstellung zum Thema „Künstlernachlässe“ in den drei Salzlandkreismuseen vorbereitet. Die Ausstellung stellt insgesamt 9 Künstler in den Mittelpunkt, mit deren Übernahme des Nachlasses die drei benannten Museen in den letzten Jahren konfrontiert waren. Die Ausstellung stellt dabei ausgewählte Werke dieser Künstler vor und betont die Wichtigkeit der Übernahme von Nachlässen auch unbekannter Künstler, will aber gleichzeitig auch auf die Problematik der Übernahme in diese kleinen Häuser aufmerksam machen, denn oft mangelt es an Platz, um den Nachlass fachgerecht zu lagern sowie an Personal, um eine Inventarisierung der Werke voranzubringen.

Veranstaltungen

03.05.2018 um 18:00 Uhr
Vortrag
"Wissen an der Kette. Eine Spurensuche zu einer Bernburger Kirchenbibliothek um 1500" mit Günther Preckel und Dr. Jan Brademann vom Archiv der Evangelischen Landeskirche Anhalts in Dessau.
Der Eintritt beträgt 2,- € pro Person

Im Archiv der Evangelischen Landeskirche Anhalts in Dessau schlummern zahlreiche "Schätze“, darunter auch einige von Bernburger Herkunft. Hierzu zählen drei Kettenbücher des späten 15. Jahrhunderts. Dabei handelt es sich um Bücher, die mittels einer Eisenkette an einem Ort fixiert waren. Aus der Frühzeit des Buchdrucks stammend, gelten diese Wiegendrucke als ausgesprochene Raritäten. Jetzt sind sie aus Mitteln der Kulturstiftung des Bundes und der Evangelischen Landeskirche Anhalts aufwändig restauriert worden. Die Präsentation wird dem lokalen und regionalen bibliotheksgeschichtlichen Kontext nachspüren und einige Aspekte zu den Werken – vornehmlich Theologie – erhellen. Außerdem werden die erfolgten restauratorischen Maßnahmen erläutert.