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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Berend Lehmann Museum
für jüdische Geschichte und Kultur

Halberstadt

Berend Lehmann Museum Eingangstür Der Synagogenrest auf dem Gelände vor dem Museum Die Mikwe Durchgang und Gelände

Das Museum ist nach dem Halberstädter Hofjuden Berend Lehmann (1661 - 1730) benannt. Berend Lehmann war einer der bedeutendsten Hofjuden seiner Zeit. Von Halberstadt aus diente er vor allem dem sächsischen Hof.
In der Gemeindemikwe (Ritualbad) der ehemaligen jüdischen Gemeinde zu Halberstadt ist das nach ihm benannte Museum untergebracht. Hier wird in einer anschaulichen Ausstellung die Geschichte der jüdischen Gemeinde Halberstadts präsentiert. Besondere Bedeutung wird den Wechselwirkungen zwischen der preußischen Toleranzpolitik und der Entwicklung der Halberstädter Gemeinde beigemessen.
Das Berend Lehmann Museum ist integraler Bestandteil des ehemaligen jüdischen Viertels Halberstadts, dessen bauliche Zeugnisse noch heute mehrere Jahrhunderte jüdischer Geschichte Halberstadts widerspiegeln.

Sonderausstellungen

Sonderausstellung vom 16.02.2017 bis 17.04.2017
"Hornburg und seine jüdische Gemeinde"

Der erste archivalisch nachweisbare Beleg für die Ansiedlung von Juden in Hornburg datiert auf das Jahr 1642. In den folgenden knapp zwei Jahrhunderten wuchs und gedieh die jüdische Gemeinde, bevor sie aufgrund von Landflucht im Laufe des 19. Jahrhunderts wieder kleiner wurde. Die Gemeinde war dem Oberrabbinat Halberstadt unterstellt, beschäftigte zeitweise jedoch einen eigenen Rabbiner.
Vor 250 Jahren weihten die Hornburger Juden eine Synagoge ein. Das Gebäude und seine Innenausstattung zitierten die prächtige Halberstädter Barocksynagoge.
Mit dem Tod des letzten Mitglieds der jüdischen Landgemeinde in Hornburg, Frau Amalie Schwabe, im Dezember 1923 hörte die Gemeinde weit vor der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten auf zu existieren.
1924 wurde das baufällige, seit 1882 nicht mehr für Gottesdienst genutzte Gebäude abgetragen. Die Innenausstattung wurde durch Prof. Karl Steinacker, den Direktor des Vaterländischen Museum in Braunschweig (heute: Braunschweiger Landesmuseum), unter Mithilfe des Grafikers Efraim Moses Lilien und anderen vor der Zerstörung gerettet und wird seitdem – mit Unterbrechung – in dem ehemaligen Benediktinerkloster Hinter Aegidien präsentiert.
Im Jahr 2016 jährte sich die Einweihung der ehemaligen Synagoge in Hornburg zum 250. Male. Aus diesem Anlass widmet sich eine Wanderausstellung der Geschichte der Jüdinnen und Juden in Hornburg und gibt Einblicke in deren Kultur und Religion.