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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Stadtmuseum Halle

Halle

Ansicht des Christian-Wolff-Hauses ständige Ausstellung Kaminzimmer des Aufklärungsphilosophen Christian Wolff (1679-1754)

Der Stammsitz des Stadtmuseums Halle in der Großen Märkerstraße 10 umfasst ein historisch gewachsenes Gebäudeensemble, das vom Renaissance-Bürgerhaus bis zum ehemaligen Druckereigebäude reicht.

Das Gebäudeensemble umfasst das einstige Wohnhaus des Universalgelehrten Christian Wolff (1679 – 1754) und das Druckereigebäude des ehemaligen Druck- und Verlagshauses Gebauer & Schwetschke. Nach dem Tode Christian Wolff wurde aus seinem Wohnhaus eine Druck- und Verlagsanstalt mit eigenem Druckereikomplex. Bis in das Jahr 1992 wurde hier gesetzt, gedruckt und gebunden. Zu Zeiten Christian Wolffs waren fast alle Räume mit prachtvollen Stuckdecken, Deckenmalereien und Tapeten ausgestaltet, die zum Teil heute noch erhalten sind. Ebenfalls erhalten und begehbar ist die barocke Treppe mit den auffälligen Granatäpfel-Verzierungen, die in das Privatauditorium Christian Wolffs führt.

In der stadtgeschichtlichen Dauerausstellung "Entdecke Halle!" geben einstige Exportschlager "Made in Halle", Exponate, die den Weg aus aller Welt in die Saalestadt fanden, sowie geschichtsträchtige Gegenstände aus dem persönlichen Umfeld ihrer halleschen Akteure Aufschluss über verschiedene Facetten 1200jähriger Stadtgeschichte. Aber auch Personen erzählen kleine und große Stadtgeschichte(n)! Eine weitere Dauerausstellung "Geselligkeit und die Freyheit zu philosophieren. Halle im Zeitalter der Aufklärung" widmet sich dem geselligen Leben des 18. Jahrhunderts. Im ehemaligen Druckereikomplex lässt sich an authentischer Stelle erahnen, wie die Arbeit in einem Druckhaus ausgesehen haben koennte.

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Sonderausstellungen

Sonderausstellung vom 08.04.2017 bis 31.10.2017
"Frauen der Reformation in der Region"

… so lautet der Titel einer Wanderausstellung, die Lebensgeschichten von zwölf Frauen aus der mitteldeutschen Region als Trägerinnen der reformatorischen, gesellschaftlichen Bewegung in den Fokus nimmt. Vorgestellt werden mutige Frauen, die sich für die damalige Zeit klar zu politischen, religioesen aber auch gesellschaftlichen Fragen äußerten. Von Katharina von Bora als prominente Vertreterin einmal abgesehen, ist im Mutterland der Reformation oftmals wenig an (Reformations)Frauenbiographien bekannt, da sie ihr Alltagsleben aufgrund vorgegebener Rollenbilder im Hintergrund führten bzw. führen mussten.
Ein Ausstellungsschwerpunkt wurde bewusst auf die "erste Frau der Reformation in Halle" – auf die Adlige Felicitas von Selmenitz (1488 - 1558) – gelegt. Felicitas von Selmenitz vollzog ihren Konfessionswechsel nach intensivem Bibel- und Schriftstudium und nahm den neuen Glauben in Form des Abendmahls in beiderlei Gestalt von Thomas Müntzer an, seinerzeit Kaplan in St. Georgen/Glaucha. Zu sehen sind unter anderem das originale Wappen der Familie von Selmenitz auf dem Buchdeckel der Weltchronik von Hartmann Schedel sowie eine Auswahl originaler Bücher aus der Bibliothek der von Selmenitz aus dem Bestand der Marienbibliothek zu Halle.

Sonderausstellung vom 25.04.2017 bis 31.10.2017
Marcus Golter "Ein feiner, stiller Ort“

Der Bildhauer Marcus Golter hat in den vergangenen Jahren Bögen am Stadtgottesacker zu Halle mit neuen Reliefs und Inschriften versehen. Das Stadtmuseum Halle stellt bis 31. Oktober 2017 in einer Personalausstellung großformatige Fotographien seiner Neugestaltung der Bogenreliefs am Stadtgottesacker zu Halle einer Auswahl von freien Plastiken aus unterschiedlichen Werkgruppen und -epochen gegenüber. Spannend ist, welche Gedanken und Vorstellungen der an der Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design Halle ausgebildete Künstler benennt und wie Marcus Golter diese auf unterschiedliche Weise künstlerisch in seinen Arbeiten umsetzt.

Sonderausstellung vom 06.05.2017 bis 31.10.2017
Wallfahrt nach Mekka. Eine Reise ins Zentrum des Islam

Das Stadtmuseum Halle hat seine neue Sonderausstellungsfläche mit einer Ausstellung zum Islam eröffnet. Ein bewusst gewähltes Thema, um Wissen über den Islam als Religion zu vermitteln und auch Gemeinsamkeiten mit anderen Religionen aufzuzeigen.
Dazu wird beispielhaft das Pilgern als weltweites Phänomen thematisiert und in einer Themeninsel die Stadt Aleppo in ihrer Geschichte und Zerst¨rung vorgestellt. In vielen Religionen reisen die Gläubigen zu heiligen Orten, um dem Göttlichen nahe zu sein. Jedes Jahr pilgern Millionen Musliminnen und Muslime nach Mekka zur Kaaba, dem zentralen Heiligtum des Islam.

Im Zentrum der Sonderausstellung stehen einzigartige Originalobjekte aus Mekka, die erst zum zweiten Mal außerhalb Saudi-Arabiens zu sehen sind. So sind Teile der Kiswa, dem mit Gold- und Silberdrähten bestickten Brokatstofftuch, das die Kaaba umhüllt, zu bewundern. Viele weitere Objekte und Photographien geben einen Einblick in die Welt der muslimischen Pilger im 19. Jahrhundert und heute. Abgerundet wird die Ausstellung durch ein umfassendes Begleitprogramm.
Mit freundlicher Unterstützung des Internationalen Islamischen Stiftungswerk Bildung und Kultur als Leihgeber und dem Land Sachsen-Anhalt.

Veranstaltungen

14.09.2017 um 18:00 Uhr
"Ein feiner stiller Ort"
Vortrag Marcus Golter mit Bildern über die historischen und die neuen Reliefs am Stadtgottesacker im Stadtmuseum Halle

28.09.2017 um 22:00 Uhr
Nachtführung
durch den Bildhauer Marcus Golter auf dem Stadtgottesacker
Treffpunkt: Stadtgottesacker zu Halle, Torturm