Kontakt/Impressum | english

Museumsverband Sachsen-Anhalt

Museen Sachsen-Anhalts

Museum Schloss Bernburg

Bernburg

Schloss Bernburg Till Eulenspiegel Turm Altes und Krummes Haus mit Eulenspiegelturm und ChristianBau von Schloss Bernburg Biedermeierzimmer mit spätromantischem Gemälde

Das Museum ist vom 01.11.2018 bis 2021 geschlossen.

Die Dauerausstellungen umfassen Ur- und Frühgeschichte der Saalelandschaft, Kultur- und Technikgeschichte der Mühlen und Müller im unteren Saaletal und die historische Mineraliensammlung besteht heute aus 180 Mineralarten von 240 Fundstellen aus dem Harz. Gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt, erhielt diese Sammlung eine moderne Präsentation. Museum Schloss Bernburg präsentiert regelmäßig Sonderausstellungen zu kultur- und naturhistorischen Themen.

Im gotischen Kellergewölbe wird neben originalen Bauelementen des Bernburger Schlosses eine Hexenausstellung gezeigt. Ausgehend von den überlieferten Prozessverläufen gegen Barbara Meyhe, der Frau eines Bernburger Bürgermeisters, aus den Jahren 1617 - 1619 und Anna Maria Braune aus Alsleben (1689), wird in übersichtlich gestalteten Ausstellungstafeln die frühneuzeitliche Rechtsgeschichte thematisiert. Die Ausstellung ist für Sachsen-Anhalt einzigartig. Die Ausstellung endet mit der differenzierten Darstellung zweifelhafter Rekonstruktionen von Folterinstrumenten aus dem 19. Jahrhundert.

Ein besonderes Erlebnis ist die Besteigung des 44 m hohen romanischen Bergfriedes. In der Türmerstube dieses so genannten "Eulenspiegelturms“ hat der Narr Till Eulenspiegel als Turmbläser des Grafen von Anhalt-Bernburg nach Feinden Ausschau gehalten und sich eine Mahlzeit an der fürstlichen Tafel erschlichen. Das Museum Schloss Bernburg beteiligt sich an den vom Land Sachsen-Anhalt geförderten dezentralen Ausstellungsprojekten Agenda 21 "Faszination Natur" und "Gemeinsam sind wir Anhalt".

Die Museumspädagogik bietet ständig abrufbare Standardprogramme für Workshops, Arbeitsgemeinschaften, Ferienprojekte und themenorientierte Aktionen für Kindergärten, Hortgruppen und Schulen. Ein phantasiereiches und schönes Überraschungsfest erwartet Geburtstagskinder zwischen 5 und 13 Jahren in den Räumen des Museum Schloss Bernburg. Bitte aktuelle Informationen abfordern!

Nach einem Museumsbesuch lädt das Café „Schlossidylle“ zum Verweilen ein. Die Caféterrasse bietet einen imposanten Blick auf das Saaletal.

Sammlungen bei museum-digital

Veranstaltungen

04.11.2020 um 19:00 Uhr
Lesereihe "Der geheilte Himmel?“
Autorenbegegnungen zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen
Regine Sondermann (Magdeburg) und Rainer Gellermann (Landkreis Gifhorn)

Die Lesung ist Teil einer Veranstaltungsreihe, die in diesem Herbst in beiden Bundesländern stattfindet. Die Frage nach dem "geheilten Himmel“ im Titel bezieht sich auf den berühmten Roman "Der geteilte Himmel“ von Christa Wolf. Es gibt wenige Bücher, die für die deutsch-deutsche Teilung eine Sprache gefunden haben, die die Menschen in beiden deutschen Staaten derart intensiv zu berühren vermochte.

Autorinnen und Autoren aus Ost und West gehen der Frage nach, ob die Teilung im 30. Jahr der Wiedervereinigung tatsächlich überwunden ist oder ob wir es bei den neuen und den alten Bundesländern nach wie vor mit zwei unterschiedlichen Kulturbereichen zu tun haben. Niemand bestreitet die Wucht des gesellschaftlichen Umbruchs hierzulande, aber auch für die Menschen in der Westhälfte blieb er nicht ohne Folgen.

Die an diesem Abend gemeinsam auftretenden Schriftsteller leben beide in jeweils dem Teil des Landes, in welchem sie nicht aufgewachsen sind. Rainer Gellermann wurde 1956 in Salzwedel geboren und arbeitete als promovierter Physiker in Niedersachsen, während Regine Sondermann in Bayern zur Schule ging und seit 1996 in Magdeburg lebt und arbeitet. Man darf von beiden eine differenzierte Sichtweise erwarten, da sich die eigenen Erfahrungen im kreativen Prozess bekanntermaßen niederschlagen. Sondermann liest aus ihrem Liebesroman "Die Nachzüglerin“, der zur Zeit der Wende spielt. Rainer Gellermann präsentiert neu publizierte Gedichte und den Text "Von Mandeln und Birken“ aus der Anthologie "Der get/heilte Himmel“.

Der Förderverein der Schriftsteller e.V., der die Reihe in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung auf den Weg gebracht hat, hofft auch an diesem Abend auf spannende Begegnungen, nicht nur in den Texten, in denen es Verhältnis von Identität und Nichtidentität, von Annäherung und Distanz gehen wird, sondern auch in der im Anschluss geplanten Diskussion.

Moderation: Ursula Günther