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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Museen Sachsen-Anhalts

Das Kulturhistorische Museum

Magdeburg

Kulturhistorisches Museum Magdeburg Magdeburger Reiter; Foto: Ulli Steinmetz, Düsseldorf Kinder in der Megedeborch

Das Museum zeigt die Stadtgeschichte von Magdeburg.

Zuerst war Magdeburg ein Handelsplatz.
Dann wurde es Kaiserstadt von Kaiser Otto.
Später wurde Kaiser Otto sogar „Der Große“ genannt.
Er hatte viel Macht.

Magdeburg wurde eine wichtige Stadt mit Handel.
Waren kamen und gingen mit Schiffen über die Elbe.
Oder Pferde zogen Karren mit Waren.

Magdeburg hat auch schlimme Kriege erlebt.
Die Geschichte der Stadt Magdeburg dauert bis heute.

Im Hof vom Kulturhistorischen Museum ist eine kleine Stadt von früher nachgebaut.
Diese kleine Stadt heißt: Megedeborch.
Diese nachgebaute Stadt hat eine Stadtmauer und Tore.
Die Tore öffnen sich für Schulklassen.

An manchen Tagen ist die Stadt aber für alle Besucher geöffnet.
Dann sind Handwerker und Händler da (= Markttage).

„Das Kaiser Friedrich Museum will ein Haus sein, das jedem Bewohner der Stadt das Verstehen der Kulturwelt, in der er lebt, erleichtert und damit seine Freude am Dasein vertieft“, so beschrieb der Gründungsdirektor Theodor Volbehr (1862-1931) zur Eröffnung 1906 die Aufgabe des Museums.

Das Kulturhistorische Museum Magdeburg ist aus dem ehemaligen Kaiser Friedrich Museum hervorgegangen und befindet sich bis heute in dem historischen Gebäude, das im Jahr 1906 seine Tore öffnete. Auch wenn wir heute modernere Begriffe verwenden, so ist doch die Aufgabe unseres Museums dieselbe geblieben: Wir stellen die Geschichte Magdeburgs in einen europäischen Kontext und ermöglichen den Magdeburgern und auswärtigen Besuchern Magdeburgs die Auseinandersetzung mit der Kunst- und Kulturgeschichte der Stadt und Europas.

Das berühmteste Denkmal unseres Hauses ist der „Magdeburger Reiter“. Haben Sie ihn schon im Original gesehen? Der Magdeburger Reiter und seine beiden Begleitfiguren stehen heute in einem der schönsten Räume der Stadt, dem mittelalterlich anmutenden Kaiser-Otto-Saal des Kulturhistorischen Museums Magdeburg.

Hier erwartet Sie neben dem Magdeburger Reiter, dem ältesten freistehenden Reiterstandbild nördlich der Alpen (ca. 1240), ein gemauertes Grab vom Domplatz aus dem 10. Jahrhundert sowie das Monumentalgemälde von Arthur Kampf „Drei Wandbilder aus dem Leben Ottos des Großen“ von 1906. In der Dauerausstellung „Magdeburg – Die Geschichte der Stadt“ verfolgt man den turbulenten Werdegang der mittelalterlichen Metropole, ihre zweifache vollständige Zerstörung (1631 und 1945), den jeweiligen Wiederaufbau, das Leben in der preußischen Festungsstadt, die Stadt des „Neuen Bauens“ in den Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts, die Zeit der DDR bis zur „friedlichen Revolution“ von 1989 und der Ernennung Magdeburgs zur Landeshauptstadt des Bundeslandes Sachsen-Anhalt.
Regelmäßig bieten wir Sonderausstellungen zu besonderen Themen der Kunst- und Kulturgeschichte an.

Sammlungen bei museum-digital

Sonderausstellungen

Sonderausstellung vom 01.09.2017 bis 28.01.2018
Gegen Kaiser und Papst. Magdeburg und die Reformation

Die Ausstellung zeigt Magdeburg als Vorreiter der Reformation und wie es als Ort des lutherischen Widerstandes berühmt wurde.
Im Juni 1524 predigte Luther mehrfach in Magdeburg und die sechs Altstadtgemeinden wählten noch im selben Jahr evangelische Geistliche zu ihren Pfarrern. Damit war Magdeburg als erste Großstadt des Reiches für die Reformation gewonnen.
1530 unterschrieb die Stadt mit der Augsburger Konfession die grundlegende lutherische Bekenntnisschrift. Ein Jahr später gehörte Magdeburg zu den Gründungsmitgliedern des Schmalkaldischen Bundes, des Beistandspaktes der evangelischen Stände. Nach der Niederlage der protestantischen Verbündeten in der Schlacht bei Mühlberg an der Elbe 1547 verkündete Kaiser Karl V. die Acht über Magdeburg. Die Stadt verweigerte die Unterwerfung in Glaubensfragen und lehnte auch das vom Kaiser erlassene Religionsgesetz, das Interim, ab, das eine weitgehende Rückkehr zu katholischen Glaubensregeln verordnete.
Magdeburg wurde um Zufluchtsort lutherisch gesinnter Glaubensflüchtlinge. Von hier aus verbreiteten sie ihre Schriften und machten Magdeburg als "Herrgotts Kanzlei“ weit bekannt. Unter dem Oberbefehl von Moritz von Sachsen wollte der Kaiser den Widerstand der Magdeburger mit militärischen Mitteln brechen. Der blutige Kleinkrieg endete schließlich mit einer glimpflichen Kapitulation, die Magdeburg bei seinem evangelischen Glauben beließ.
1577 beschlossen evangelische Theologen aus dem ganzen Reich im Kloster Berge vor den Toren Magdeburgs ein Einigungswerk, das auch den innerprotestantischen Streit schlichtete.