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Ausschreibung für das Projekt „Krisenprävention im Museum – Durch Fortbildung und Vernetzung Kulturgutschutz auf lokaler Ebene verbessern“ suchen wir eine Projektbearbeiterin oder einen Projektbearbeiter.
Auftraggeber:
Museumsverband Sachsen-Anhalt e. V.
Leistungszeitraum:
Ab 01.08.2026 bis 31.12.2027
Umfang der Leistung: insgesamt ca. 1.040 Arbeitsstunden (2026: 520 Stunden/ 2027: 520 Stunden, Arbeitspakete 1 + 2 sind in 2026 zu erbringen)
Vergütung:
2026: 15.825,00 € brutto (zzgl. 1.000,00 € brutto Reisekosten)
2027: 15.825,00 € brutto (zzgl. 2.000 € brutto Reisekosten)
Im Projekt sind zudem weitere Kosten für Honorare und Reisekosten für externe Referentinnen und Referenten sowie für den allgemeinen Geschäftsbedarf eingeplant.
Die Beauftragung erfolgt vorbehaltlich der Bereitstellung von Fördermitteln durch das Land Sachsen-Anhalt.
Das Projekt:
Ausgangslage
Museen in Sachsen-Anhalt stehen vor zunehmenden Herausforderungen im Bereich der Krisen- und Notfallprävention. Die Ergebnisse verschiedener Erhebungen zeigen Defizite bei Notfallplanung, Risikomanagement, Priorisierung von Kulturgut, Vernetzung mit Katastrophenschutzakteuren sowie bei der praktischen Vorbereitung auf Schadensereignisse. Ziel des Projektes ist die Stärkung der Resilienz von Museen durch Sensibilisierung, Qualifizierung und Vernetzung der relevanten Akteure. Hierzu soll ein landesweites Qualifizierungsangebot für Museen entwickelt und umgesetzt sowie praxisorientierte Arbeitshilfen für Museen erarbeitet werden.
Ziel der Beauftragung
Gegenstand der Beauftragung ist die organisatorische Vorbereitung und fachliche Konzeption eines Qualifizierungsangebots zur Krisenprävention in Form von Fortbildungen. Außerdem ist ein weiterer Schwerpunkt die Erarbeitung von Priorisierungsgrundlagen für Objekte/Objektgruppen aus museologischer Sicht, die im Falle einer Evakuierung von Kulturgut zum Tragen kommen.
Leistungsumfang
Arbeitspaket 1: Bedarfsermittlung und Analyse
- Durchführung eines Sondierungs- und Abstimmungsprozesses mit Museen und Netzwerkpartnern in Sachsen-Anhalt zur Ermittlung von Beratungs- und Fortbildungsbedarfen im Bereich Krisenprävention.
- Auswertung der Ergebnisse und Ableitung von Themen für die Fortbildungsreihe
- Vorlage der Bedarfsanalyse beim Auftraggeber
- Abstimmung mit dem Auftraggeber hinsichtlich der Priorisierung der Themenfelder
Ergebnis: Dokumentierte abgestimmte Bedarfsanalyse für die Fortbildungsplanung
Arbeitspaket 2: Konzeption des Qualifizierungsangebotes
- Entwicklung eines inhaltlichen Gesamtkonzeptes
- Identifikation geeigneter Themen und Strukturierung der Themenfelder in Veranstaltungsformate (z. B. Workshops, modulare Veranstaltungsreihen)
- Entwicklung eines Zeit- und Ablaufplans
- Zielgruppenansprache und Teilnehmendenmanagement
- Fachliche Abstimmung mit Netzwerkpartnern und Institutionen des Kulturgut- und Katastrophenschutzes, hier insbesondere mit der Beratungsstelle Bestandserhaltung Sachsen-Anhalt sowie weiterer Projektpartner (u.a. Museen und deren Träger)
- Identifikation und Ansprache geeigneter Referentinnen und Referenten
- Abstimmung von Inhalten, Terminen, Teilnehmenden und organisatorischen Rahmenbedingungen (u.a. Veranstaltungsorte, Projektpartner)
Ergebnis: Schriftliches Fortbildungskonzept einschließlich Programmstruktur und Zeitplan
Arbeitspaket 3: Organisation und Durchführung /Koordination
- Feinabstimmung mit Veranstaltungspartnern
- Vorbereitung einer projektbezogenen Auftaktveranstaltung
- Personelle Begleitung der Fortbildungsveranstaltungen
- Gegebenenfalls Moderation von Fortbildungsveranstaltungen
Arbeitspaket 4: Fachliche Grundlagen zur Objektpriorisierung
- Recherche und Aufbereitung von bereits vorhandenen Kriterien zur Priorisierung von Kulturgut
- Übertragung auf die Museen in Sachsen-Anhalt.
- Beispielhafte Erarbeitung einer Checkliste für die Objektpriorisierung
- Erprobung der Checkliste mit ausgewählten Museen
Ergebnis: Checkliste für die Priorisierung von Kulturgut in Museen
Arbeitspaket 5: Ergebnissicherung und Dokumentation
- Dokumentation, Aufbereitung und Zusammenführung der Recherche- und Projektergebnisse.
- Erprobte Checkliste für Objektpriorisierung
- Fortbildungskonzept mit Stellungnahme zur Übertragbarkeit und Verankerung der Fortbildungsreihe in die Strukturen des Museumsverbandes für eine künftige Fortsetzung
- Zuarbeit für Abschlussbericht des Projektes für den Auftraggeber
Anforderungen an die Auftragnehmerin/den Auftragnehmer
Die Ausschreibung richtet sich an freiberuflich Tätige oder an geeignete Agenturen. Wünschenswert ist eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber, aber dennoch eine selbstständige Arbeitsweise. Das Angebot soll eine Aufgabenplanung in Verbindung mit einer Kostenaufstellung entsprechend der angegebenen Vergütung beinhalten.
Voraussetzung sind außerdem:
- nachgewiesene Erfahrungen im Museumsbereich oder Kulturgutsektor (Referenzen)
- abgeschlossenes Hochschulstudium oder vergleichbare Qualifikation des Auftragnehmers in einem einschlägigen Fachgebiet (z. B. Museologie, Kulturmanagement, Restaurierung, Denkmalpflege, Archiv- oder Bibliothekswesen, Kulturwissenschaften oder vergleichbar)
- Kenntnisse im Bereich Krisenprävention, Notfallvorsorge, Kulturgutschutz, Bestandserhaltung oder verwandter Themenfelder
- Erfahrungen in der Konzeption und Organisation von Fortbildungs- oder Vernetzungsformaten
- Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit öffentlichen Einrichtungen und Projektpartnern
Frist für die Angebotsabgabe: 24.07.2026
Rückmeldungen zum eingereichten Angebot erfolgen in KW 31.
Für Fragen stehen Ihnen zur Verfügung:
Luisa Töpel (bis 3.7.26): toepel@mv-sachsen-anhalt.de
Dr. Roland Wiermann (ab 4.7.): wiermann@mv-sachsen-anhalt.de