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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Museen Sachsen-Anhalts

Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt
Luthers Geburtshaus

Lutherstadt Eisleben

Außenansicht Geburtshaus Wohnung der Familie Luder Taufstein

Das Haus, in dem Martin Luther am 10. November 1483 als Martin Luder geboren wurde, stammt aus dem 15. Jahrhundert. Es war ein typisches bürgerliches Wohnhaus. 1689 vernichtete ein Brand das Gebäude fast völlig. Die Stadt Eisleben errichtete 1693 an gleicher Stelle eine Gedenkstätte für Luther. Bereits damals wurde ein öffentliches Museum für Lutherpilger eröffnet. Es ist eine der ältesten Einrichtungen dieser Art im deutschsprachigen Raum. Zu Luthers Geburtshaus gehört die Lutherarmenschule, eine Stiftung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. von 1817. Seit 1996 ist das Geburtshaus Unesco-Weltkulturerbe.

Die 2007 eröffnete Ausstellung trägt den Titel "Von daher bin ich – Martin Luther und Eisleben". Den Besuchern werden etwa 250 Exponate präsentiert. Sie stammen aus der Zeit zwischen dem 13. und dem 19. Jahrhundert. Die Objekte, Gemälde und Dokumente verdeutlichen die historischen Verhältnisse, die Luthers Kindheit und Jugend prägten. Neben der Stadt- und Bergbaugeschichte Eislebens sind Frömmigkeit und Spiritualität im Spätmittelalter wichtige Themen. Zentrales Exponat ist ein Taufstein von 1518. Er steht für die Bedeutung, die die Taufe für Luther hatte. Sie war das wichtigste Ereignis, das der Reformator mit Eisleben verband. Ein Höhepunkt der Ausstellung sind die Gedächtnisbilder vom Eisleber Stadtgottesacker. Diese Gemälde zeigen in vielen Details das Leben in der Lutherzeit. Im Erdgeschoss des Geburtshauses ist die Wohnung der Familie Luder nachempfunden. Dazu wurden Möbel nach historischen Vorbildern und mit Werkzeugen des Mittelalters nachgebaut.