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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Kunstmuseum Moritzburg

Halle

Blick in die Anlage Blick in die Ausstellung; Foto: Ludwig Rauch, Berlin Blick in die Ausstellung; Foto: Ludwig Rauch, Berlin Dachspitze der Stiftung Moritzburg

Die Stiftung Moritzburg ist ein Kunstmuseum, das in einer einst erzbischöflichen Residenz aus dem späten 15. Jahrhundert untergebracht ist.

Um 1900 wurde die Moritzburg zum Museum ausgebaut. Ende 2008 vollendete das spanische Architekturbüro Nieto Sobejano einen Erweiterungsbau, der den historischen West- und Nordflügel der Burg mit einer modernen Dachkonstruktion überspannt.

In den neuen Ausstellungsräumen wird die qualitätvolle Sammlung der Klassischen Moderne, darunter drei Gemälde aus Lyonel Feiningers Halle-Zyklus, Werke des Expressionismus (Brücke, Blauer Reiter), Konstruktivismus (El Lissitzky) und der Neuen Sachlichkeit gezeigt, bereichert um die Dauerleihgabe der Sammlung Hermann Gerlinger mit Werken der "Brücke"-Maler.

Die ständige Ausstellung im Neubau setzt sich fort mit Kunst nach 1945 bis in die Gegenwart, während Wegbereiter der Moderne aus dem 19. Jahrhundert im historischen Südflügel und mittelalterliche Schnitzplastik in den Gotischen Gewölben der Burg präsentiert werden.

Eintrittsfreie Stadtwerke-Tage im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)
Mit einer besonderen Aktion des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) startet die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt in ihr Ausstellungsjahr 2016. Museumsdirektor Thomas Bauer-Friedrich ist es gelungen, hierfür die Stadtwerke Halle als Partner zu gewinnen. 2016 gibt es erstmals vier Stadtwerke-Tage im Kunstmuseum Moritzburg, an denen die Besucherinnen und Besucher sowohl die Dauer- als auch die jeweilige Sonderausstellung kostenlos besichtigen können! Die Termine stehen schon fest:
2. Februar / 3. Mai / 2. August / 8. November 2016.
Das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) ist somit eines der wenigen Museen mit einem solchen Angebot in Mitteldeutschland und das einzige in Sachsen-Anhalt.
Für Thomas Bauer-Friedrich stellt diese Aktion einen bedeutenden weiteren Schritt der Öffnung des Hauses dar: „Wenngleich wir nicht in der komfortablen Situation wie das Museum Folkwang in Essen sind, das seit Sommer 2015 gemeinsam mit der Alfred Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung einen grundsätzlichen freien Eintritt anbieten kann, freue ich mich sehr, dass wir gemeinsam mit dem größten kommunalen Versorgungsunternehmen Sachsen-Anhalts, den Stadtwerken Halle, den Hallenserinnen und Hallensern einmal im Quartal den kostenfreien Besuch unserer Ausstellungen ermöglichen können. Ich hoffe sehr, dass es auf diese Weise gelingt, die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt noch stärker auf die Attraktivität unseres Hauses und unsere vielfältigen Angebote aufmerksam zu machen und auch denjenigen den Kunstgenuss zu ermöglichen, die dies aus eigener finanzieller Kraft nicht vermögen. Mit dieser Zusammenarbeit bedanken sich nicht zuletzt auch die Stadtwerke Halle bei ihren Kunden für die dem Unternehmen entgegengebrachte Treue – und dies auf eine sehr charmante Weise!“
Die Stadtwerke Halle und das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) freuen sich auf viele Gäste!

Sammlungen bei museum-digital

Sonderausstellungen

Sonderausstellung vom 30.08.2015 bis 30.10.2016
Kraft des Aufbruchs
Sammlung Hermann Gerlinger

Die Ausstellung verspricht ein farbenprächtiges Ereignis. In ihr kann der Betrachter u. a. Werke entdecken, die die Suche der jungen Künstler nach einer neuen Bildsprache belegen, um schließlich einen entscheidenden Beitrag zum Anschluss der deutschen Kunst an die europäische Avantgarde zu leisten.

Sonderausstellung vom 08.09.2016 bis 13.11.2016
Unverhüllt schön
Aktfotografie aus Osteuropa 1945-1990
(Westflügel Fotgalerie)

Mitte September erscheint im Verlag Das Neue Berlin das Buch „Unverhüllt schön. Aktfotografie aus Osteuropa 1945-1990“. Die darin teils erstmals publizierten Werke stammen aus dem Archiv des ehemaligen Fotokinoverlages Halle/Leipzig, welches sich als Dauerleihgabe in der Sammlung Fotografie des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) befindet. Der Band enthält mehr als 150 Arbeiten von Fotografinnen und Fotografen aus Polen, den baltischen Staaten, der Ukraine, Weißrussland, Russland, Tschechien, dem ehemaligen Jugoslawien, Ungarn, Rumänien und Bulgarien.

Anlässlich des Erscheinens des Buches präsentiert das Museum auf der Fotogalerie im Westflügel eine Auswahl jener Fotografien. Präsentiert werden 40 Werke von 28 Fotografinnen und Fotografen, darunter Hedy Löffler, Antanas Sutkus und Miloslav Stibor. Die Fotografien zeigen, wie unterschiedlich und vielfältig die fotografischen und gestalterischen Möglichkeiten und Ansätze sind, mit denen die Künstlerinnen und Künstler und Modelle gemeinsam die Motive fanden. Diese reichen von Schnappschüssen am Strand über Freilicht- und Studio-Inszenierungen bis zu surrealen Montagen und experimentellen Werken.

Sonderausstellung vom 18.09.2016 bis 29.01.2017
Chinas Geld. Sammlung Krüger und Schenkung Chou

Von den frühen Anfängen des Geldes in der Bronzezeit bis hin zu neuen Gedenkprägungen entführt die Ausstellung in die Jahrtausende alte Kultur Chinas. Präsentiert werden die dem Museum 2014 und 2016 geschenkte Sammlung Prof. Dr. Joachim Krüger, die von Michael Chou, Hong Kong, gestifteten einzigartigen Stempel von Otto Beh und die aus Kalifornien zugewendeten Münzen aus der Sammlung von Howard Franklin Bowker. Damit verfügt das Münzkabinett über eine der umfassendsten Sammlungen an Zeugnissen des Geldes aus und für China in Deutschland mit seltenen und einzigartigen Kostbarkeiten.

Sonderausstellung vom 10.10.2016 bis 06.11.2016
Marielies Riebesel
Textil

Im vergangenen Jahr erwarb das Kunstmuseum Moritzburg Halle aus dem Nachlass der im März 2015 verstorbenen Künstlerin Marielies Riebesel 43 Objekte zunächst als Dauerleihgabe: drei Bildteppiche, darunter die beiden letzten 2013/14 entstandenen Arbeiten, den Bildteppich „Menschen“ aus dem Jahr 2003, eine großformatige Tuschezeichnung auf Vlies von 1985 und eine großformatige Applikation von 1974 sowie Studien, Entwürfe und Vorarbeiten für diese Werke. Weitere Werke aus dem Nachlass hat das Stadtmuseum Halle für die stadtgeschichtliche Sammlung als Schenkung übernommen. Im Rahmen des thematischen Schwerpunkts zur Textilen Kunst in Mitteldeutschland, dem im Herbst 2016 verschiedene Ausstellungsprojekte in Halle gewidmet sind, präsentieren der Berufsverband Bildender Künstler Sachsen-Anhalt in Kooperation mit Bettina Riebesel in der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt und das Kunstmuseum Moritzburg im Gedenken an die verstorbene Künstlerin Werke aus ihrem reichhaltigen Schaffen.

Sonderausstellung vom 10.10.2016 bis 29.01.2017
Gewebte Träume
Der Bildteppich in Mitteldeutschland.
Reflexionen auf Jean Lurcat

Die Ausstellung thematisiert den Einfluss, den das Werk des bedeutenden französischen Bildteppichkünstlers Jean Lurcat (1892-1966) in den frühen 1950er Jahren auf die Entwicklung der Textilen Kunst in Mitteldeutschland, speziell in Sachsen-Anhalt, hatte. Nach dem Zweiten Weltkrieg konzentrierte sich die Gobelinwirkerei in Sachsen-Anhalt, das als deren Zentrum in Deutschland gelten darf, zunehmend auf repräsentative figürliche Themen, weshalb Lurcats Werk gerade hier auf fruchtbaren Boden traf. So ist die Ausstellung, die die Entwicklung und Wandlung dieser Kunst in Mitteldeutschland anhand von repräsentativen Beispielen darstellt, ein Plädoyer für eine großartige und eigenständige künstlerische Ausdrucksform der europäischen Kulturgeschichte und macht auf die Besonderheiten einer textilkünstlerischen Tradition in unserem Bundesland, ihre Einmaligkeit und besondere Stellung innerhalb der mitteldeutschen Kunstgeschichte aufmerksam, deren früheste und einmalige Beispiele mit den romanischen Bildteppichen in Halberstadt und Quedlinburg im heutigen Sachsen-Anhalt entstanden und hier bewahrt und anspruchsvoll präsentiert werden.

Sonderausstellung vom 24.10.2016 bis 29.01.2017
Lyonel Feininger: Paris 1912.
Die Rückkehr eines verlorenen Gemäldes