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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Kunstmuseum Moritzburg
Kulturstiftung Sachsen-Anhalt

Halle

Blick in die Anlage Blick in die Ausstellung; Foto: Ludwig Rauch, Berlin Blick in die Ausstellung; Foto: Ludwig Rauch, Berlin Dachspitze der Stiftung Moritzburg

Die Moritzburg ist ein Kunstmuseum, das in einer einst erzbischöflichen Residenz aus dem späten 15. Jahrhundert untergebracht ist.

Um 1900 wurde die Moritzburg zum Museum ausgebaut. Ende 2008 vollendete das spanische Architekturbüro Nieto Sobejano einen Erweiterungsbau, der den historischen West- und Nordflügel der Burg mit einer modernen Dachkonstruktion überspannt.

In den neuen Ausstellungsräumen wird die qualitätvolle Sammlung der Klassischen Moderne, darunter drei Gemälde aus Lyonel Feiningers Halle-Zyklus, Werke des Expressionismus (Brücke, Blauer Reiter), Konstruktivismus (El Lissitzky) und der Neuen Sachlichkeit gezeigt, bereichert um die Dauerleihgabe der Sammlung Hermann Gerlinger mit Werken der "Brücke"-Maler.

Die ständige Ausstellung im Neubau setzt sich fort mit Kunst nach 1945 bis in die Gegenwart, während Wegbereiter der Moderne aus dem 19. Jahrhundert im historischen Südflügel und mittelalterliche Schnitzplastik in den Gotischen Gewoelben der Burg präsentiert werden.

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Sonderausstellungen

Sonderausstellung vom 12.11.2017 bis 28.01.2018
Begegnungen. Von Cranach bis Holbein

Mit der Ausstellung Begegnungen. Von Cranach bis Holbein erfährt die Kulturlandschaft Sachsen-Anhalts ab Sonntag, 12. November 2018, etwas Neues: Erstmals treten die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt und die Stadt Dessau-Roßlau mit einem gemeinsamen Ausstellungsprojekt ihrer Kunstmuseen ­ dem Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) und der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau ­ als Kunstsammlungen Sachsen-Anhalt an die Öffentlichkeit. Das Besondere ist die Verbindung von Museen in unterschiedlicher Trägerschaft. So begegnen sich in den Kunstsammlungen Sachsen-Anhalt profilstärkend die jeweiligen Sammlungsbestände, ohne die Eigentumsverhältnisse zu verändern. Ziel ist, die reichhaltigen und sich gegenseitig bestens ergänzenden Sammlungen beider Museen einem breiteren Publikum nahezubringen, als dies bislang für jeden einzeln möglich war. Der neue kooperative Zusammenschluss wird künftig noch besser das reichhaltige kulturelle Erbe Sachsen-Anhalts überregional, national und international vermitteln und präsentieren.

Unter dem Titel Begegnungen. Von Cranach bis Holbein präsentiert die Ausstellung selten zu sehende Kunstwerke des 15. und 16. Jahrhunderts: 75 Meisterzeichnungen aus der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau sowie 6 Tafelgemälde, 23 Flugblätter, 3 kunsthandwerkliche Objekte und 25 Medaillen aus dem Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), darunter ein Abschlag des jüngst erworbenen Thronsiegels von Kardinal Albrecht von Brandenburg aus dem Jahr 1532.

Ministerpräsident Haseloff würdigte schon im Vorfeld die Ausstellung als "eindrucksvollen Nachklang zum Reformationsjubiläum“. Haseloff hob insbesondere die Zusammenarbeit zwischen der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt und der Anhaltischen Gemäldegalerie hervor. "Alte Meister werden an einem Ort der Klassischen Moderne gezeigt. Das schafft Synergien. Es ist das erste gemeinsame Projekt des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) und der Anhaltischen Gemäldegalerie, aber gewiss nicht das letzte. Denn Kooperation und Vernetzung gewinnen gerade im Kulturbereich zunehmend an Gewicht.“

Sonderausstellung vom 12.11.2017 bis 28.01.2018
Wege zur Burg der Moderne
1905: Die Reinhold-Steckner-Stiftung

Vom 12. November 2017 bis zum 28. Januar 2018 präsentiert das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) einen Teil seiner Sammlung unter einer neuen Perspektive. 1905: Die Reinhold-Steckner-Stiftung wirft ein Licht auf einen wesentlichen Abschnitt in der Entwicklung des Museums, die der einstige Direktor Max Sauerlandt zu Recht als "den zweiten Gründungstag des Museums“ bezeichnete.
Die Reinhold-Steckner-Stiftung von 1905 stellt eine der wirksamsten Einzelstiftungen für das 1885 gegründete Museum dar. Die großzügige Stiftung des halleschen Bankhauses Steckner in Höhe von 100.000 Mark (heute in etwa 600.000 Euro) eröffnete die Möglichkeit, insbesondere die Gemäldesammlung erstmals gezielt zu erweitern.

Die Hälfte des gestifteten Geldes war dazu bestimmt, die Ruine der Moritzburg für das Museum auszubauen. Diese Mittel ermöglichten gemeinsam mit einem gleich dotierten Vermächtnis von Gustav Wilhelm Schreiber die Errichtung des Wehrganges zwischen Torturm und Talamt. Mit der anderen Hälfte wurden zwischen 1905 und 1911 19 Gemälde und 3 Plastiken erworben. Unter Direktor Paul Reiling (1856–1922) waren dies zunächst Werke, die dem Symbolismus und Jugendstil zuzurechnen sind, so etwa Ludwig von Hofmanns Badende Mädchen oder Max Klingers Nemi. Schließlich bewies der 1908 nach Halle (Saale) berufene Kunsthistoriker Max Sauerlandt (1880–1934) Geschick und Instinkt, indem er mithilfe der Stiftungsgelder konsequent Werke der zeitgenössischen Moderne erwarb, vor allem Gemälde von Vertretern der Berliner Secession.