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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Museen Sachsen-Anhalts

Museum Petersberg

Petersberg

Hauptgebäude, Hof und Museum Eingang Museum Petersberg Schusterwerkstatt Buchlesung Schulprojekt

Das Museum Petersberg befindet sich in einem 1752 erbauten Vierseitgehöft im Erholungsgebiet Petersberg ca. 12 km nördlich von Halle. Ehemals dienten Haupt- und Nebengebäude als königlich-preußisches Forsthaus. Der Besucher erfährt hier einiges über die Geschichte des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstiftes auf dem Petersberg und den Stammvater des sächsischen Könighauses Konrad von Wettin (1098 – 1157).

Weitere Ausstellungen informieren über die Kultur- und Sozialgeschichte und das dörfliche Handwerk im 18., 19. und frühem 20. Jahrhunderts des ehemaligen Saalkreises. Eine historische Backstube mit einem altdeutschen Ofen wird an einigen Tagen im Jahr für die Besucher in Betrieb genommen.
Das Museum bietet seinen Besuchern im Jahresverlauf eine große Anzahl von Sonderausstellungen und weiteren Veranstaltungen.
Im Anschluss an den Museumsbesuch ist ein Gang zur Stiftskirche St. Petrus empfehlenswert.

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Sonderausstellungen

Sonderausstellung vom 13.05.2017 bis 18.06.2017
Die Welt der Pfingstrosen

Paeon, der Arzt der Götter in der griechischen Mythologie ist der Namenspatron, die Äbtissin Hildegard von Bingen nutzte ebenso die heilende Wirkung der Pflanze und der Maler Martin Schongauer hielt die Schoenheit in seinem Werk "Madonna im Rosenhag" fest – es ist die "Pfingstrose".
Die Pfingstrosen bilden eine Pflanzengattung mit 30 bis 50 Arten. Im Laufe der Zeit konnten etwa 3000 Sorten davon gezüchtet werden. Steffen Schulze aus Nauendorf ist einer der wenigen selbstständigen deutschen Gärtner, die sich ausschließlich der Produktion und Vermehrung von Stauden- sowie der Veredelung von h¨herwachsenden Strauchpfingstrosen gewidmet haben. Der Garten- und Landschaftsgestalter – studiert hat er in Mühlhausen und Erfurt – erbte die Liebe zu den Pflanzen wahrscheinlich vom Vater, der den Gärtnerberuf erlernt und darin jahrelang im "Nebenerwerb" tätig war. Die Schönheit der Pfingstrosen entdeckte Steffen Schulze für sich so richtig im Jahre 2003. Diese Faszination hält bis heute an und ließ ihn eine eigene Pfingstrosengärtnerei aufbauen.
Dort hat er bis jetzt über 500 Arten und Sorten von Pfingstrosen im Bestand, davon mehr als die Hälfte Staudenpfingstrosen. Die Pflanzen werden ausschließlich in Schulzes Gärtnerei in Nauendorf vermehrt und veredelt. So kann er auf Qualität und Sortenechtheit direkten Einfluss nehmen und dem Kunden gegenüber dafür bürgen. Gegenwärtig ist Steffen Schulze damit beschäftigt, eine eigene Pfingstrosensorte zu züchten. Das dauert aber seine Zeit: Erst einmal müssen verschiedene Pflanzen miteinander gekreuzt werden. Bis zur Blüte der "Ergebnisse" vergehen fünf bis sechs Jahre. Dann heißt es, die Pfingstrosen vier bis fünf Jahre zu beobachten. So geht schnell ein Jahrzehnt ins Land.
Seine Pflanzen verkauft Steffen Schulze beinahe ausschließlich im Herbst als Feldware. Einige Pflanzen stehen auch im Frühjahr, zur Zeit der Pfingstrosenblüte, in Töpfen zur Abholung bereit. Wer nun denkt, Steffen Schulzes Arbeitszeit würde sich auf wenige Wochen im Kalenderjahr beschränken, der irrt sich. Die Pflanzen auf der Freilandfläche beanspruchen intensive Pflegearbeiten. Die Veredlungstätigkeit im Gewächshaus ist zudem sehr zeitaufwändig.
Die Ausstellung im Museum Petersberg vom 13. Mai 2017 bis 18. Juni 2017 gibt einen reichhaltigen Eindruck von der Schönheit dieser Gewächse. Die Schau fällt in die Blühzeit der Pfingstrosen. Allerdings beginnt und endet diese bei den einzelnen Arten und Sorten zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Der Pflanzenbestand wird daher wöchentlich ausgetauscht. Damit ist gesichert, dass sich die Ausstellungsbesucher die ganze Zeit hindurch an blühenden Pfingstrosen erfreuen können.