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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Museen Sachsen-Anhalts

Museum Petersberg

Petersberg

Hauptgebäude, Hof und Museum Eingang Museum Petersberg Schusterwerkstatt Buchlesung Schulprojekt

Das Museum Petersberg befindet sich in einem 1752 erbauten Vierseitgehöft im Erholungsgebiet Petersberg ca. 12 km nördlich von Halle. Ehemals dienten Haupt- und Nebengebäude als königlich-preußisches Forsthaus. Der Besucher erfährt hier einiges über die Geschichte des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstiftes auf dem Petersberg und den Stammvater des sächsischen Könighauses Konrad von Wettin (1098 – 1157).

Weitere Ausstellungen informieren über die Kultur- und Sozialgeschichte und das dörfliche Handwerk im 18., 19. und frühem 20. Jahrhunderts des ehemaligen Saalkreises. Eine historische Backstube mit einem altdeutschen Ofen wird an einigen Tagen im Jahr für die Besucher in Betrieb genommen.
Das Museum bietet seinen Besuchern im Jahresverlauf eine große Anzahl von Sonderausstellungen und weiteren Veranstaltungen.
Im Anschluss an den Museumsbesuch ist ein Gang zur Stiftskirche St. Petrus empfehlenswert.

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Sonderausstellungen

Sonderausstellung vom 01.07.2017 bis 22.10.2017
Spiel mit!
Historische Gesellschaftsspiele aus Deutschland-Ost und Deutschland-West

Unter dem Motto "Spiel mit!" präsentiert das Museum Petersberg in seiner neuen Sonderausstellung historische Gesellschaftsspiele aus Deutschland-Ost und Deutschland-West.
Würfeln, rausschmeißen, taktieren, knobeln, strategisches Geschick beweisen - und wenn das nötige Glück fehlt, vielleicht auch mal ein bisschen schummeln... Die Welt der Gesellschaftsspiele ist vielfältig, spannend, lehrreich und unterhaltsam zugleich. Im Museum Petersberg sind bekannte und weniger bekannte Spiele aus der DDR und der Bundesrepublik zu sehen, die mit ihren reich und fantasievoll illustrierten Verkaufskartons und Spielbrettern nicht nur den damaligen Zeitgeist dokumentieren und schön anzuschauen sind, sondern darüber hinaus Unterschiede und Berührungspunkte der beiden unterschiedlichen politischen Systeme aufzeigen.

So geht es für die DDR-Bürger in den 1950er Jahren zumindest per Würfel und Spielfigur noch "Rund um die Welt", einige Jahre später bleibt man dann vorwiegend in heimischen Gefilden und die Spielbegeisterten "wandern" durch Sachsen-Anhalt, Brandenburg oder Thüringen. Durch reizvoll mit zeitgenössischen Autotypen bebilderte "Verkehrsspiele" sollten Kinder mit den Gefahren des damals schnell zunehmenden Straßenverkehrs vertraut gemacht werden und selbst der Wettlauf zum Mond wird thematisiert: "Weltraumspiele" entführen die Spieler per Sputnik und Apollo-Mondrakete in die unendlichen Weiten des Weltraums. - Gesellschaftsspiele, die sich um bekannte Fernsehserien und TV-Shows drehen, gab es zwar nur in der Bundesrepublik zu kaufen, aber auch bei vielen in der DDR aufgewachsenen Besuchern – sofern nicht aus dem "Tal der Ahnungslosen" stammend, in dem kein Westfernsehen empfangen werden konnte - dürften beim Anblick von Spielen zu Sendungen wie "Lassie", "Fury", "Dallas" oder "Denver-Clan" zahlreiche nostalgische Erinnerungen geweckt werden. Und da zudem etliche DDR-Spieleklassiker (wieder) zu entdecken sind, die seinerzeit in einer Vielzahl von Haushalten zur Standardausrüstung gehörten, wird sicher des Öfteren ein "Das hatten wir auch!" durch die Ausstellungsräume schallen.
Der Titel "Spiel mit!" darf übrigens wörtlich genommen werden: Im Museum Petersberg bietet sich den Besuchern die Gelegenheit, verschiedene Spiele nach Herzenslust selbst auszuprobieren und somit vielleicht Kindern oder Enkeln zu vermitteln, dass in der heutigen digitalen Welt auch althergebrachte Spielformen immer noch großen Spaß bereiten können!