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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Museen Sachsen-Anhalts

Lyonel-Feininger-Galerie
Kulturstiftung Sachsen-Anhalt

Quedlinburg

Ansicht der Lyonel-Feininger-Galerie, Foto: Peter Kühn, Dessau Lyonel Feininger: Selbstbildnis mit Tonpfeife, 1910, Öl auf Leinwand Lyonel Feininger: Old Windmill, 1933, Aquarell und Feder Die Hände Lyonel Feiningers und der Druckstock für 𠇭ie Giebel in Lüneburg“, Foto: Andreas Feininger

Die Lyonel-Feininger-Galerie ist ein Museum und Ausstellungshaus für die Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart. Sie ist dem Werk Lyonel Feiningers gewidmet und verfügt mit der Sammlung des Bauhäuslers und Quedlinburgers Dr. jur. Hermann Klumpp, die sich als Dauerleihgabe in der Lyonel-Feininger-Galerie befindet, über einen der weltweit bedeutendsten Bestände an Druckgrafiken Feiningers. Zahlreiche Aquarelle und Zeichnungen sowie einige Fotografien und Objekte von Feiningers Hand bereichern den Bestand. Neben einer einmaligen Anzahl früher Gemälde gehören das „Selbstbildnis mit Tonpfeife“ aus dem Jahr 1910 und das durch den Kubismus angeregte Hauptwerk „Vollersroda I“ zur Sammlung.

Die Sammlung wird durch Arbeiten anderer Künstler der Klassischen Moderne ergänzt, darunter Lovis Corinth, Wassily Kandinsky, Paul Klee und Emil Nolde. Hervorzuheben sind hier die Dauerleihgaben der Deutschen Stiftung Denkmalschutz seit 2005. Außerdem verfügt das Haus über einen reichen Bestand an Druckgrafik aus der Zeit der DDR.

Die 1986 er¨ffnete und 1997 durch einen Neubau erweiterte Lyonel-Feininger-Galerie bietet in städtebaulich exponierter Lage am Fuß des imposanten Schlossbergs einen reizvollen Kontrast zu der vor allem mittelalterlich geprägten Altstadt Quedlinburgs, die 1994 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurde. Das Museum ist seit 2006 eine selbstständige Einrichtung der Stiftung Moritzburg, Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, und zählt zu den Kleinodien der deutschen Museumslandschaft.

Der deutsch-amerikanische Maler und Grafiker Lyonel Feininger (1871-1956) rechnet zu den bedeutendsten Vertretern der "Klassischen Moderne". Die Quedlinburger Sammlung ist der umfangreichste geschlossene Grafikbestand dieses Künstlers in Europa. Er umfasst die Werke aus den Jahren zwischen 1906 und 1937.
Die Galerie präsentiert Feiningers Werke nach chronologischen, thematischen oder stilistischen Gesichtspunkten und setzt sie gleichzeitig zu ihrem geistigen und kunsthistorischen Umfeld in Beziehung.

Sonderausstellungen

Sonderausstellung vom 06.05.2017 bis 21.08.2017
WALTER LIBUDA. Magische Areale. Arbeiten mit Papier

Die Ausstellung »Magische Areale. Arbeiten mit Papier« würdigt einen Künstler, dessen Schaffen eine beispiellose Vielgestaltigkeit aufweist. Von der Malerei ausgehend, kennt es keine medialen Grenzen, sofern der Zusammenhang zwischen Werk und Material bewahrt bleibt. Das Material wiederum, sei es Leinwand, Pappe oder Papier, bringt er dann aber dazu, über das Dargestellte hinaus zu einem eigenen geistigen Gegenstand zu werden. Das Bild ist bei Libuda immer ein Bildkörper, die Figur auf dem Bild also immer auch in der der Figur des Bildes gedacht. Bühne, Bildkasten, Objekt, Assemblage oder Plastik korrespondieren auf diese Weise mit der Farbkruste des Ölbildes wie mit der Transparenz des Aquarells oder der Zeichnung. Wohin die Impulse letztlich auch weisen, sie entstr¨men durchgehend der unmittelbaren Sinnlichkeit eines begnadeten Malers. Für ihn ist dasjenige erst gültig, was seine Festlegung, seine Erkennbarkeit oder seine Gestalt im Eigenleben eines Farbausdrucks überschreitet. Die Wirklichkeit eines K¨rpers entfaltet sich demnach erst in der metaphysischen Dimension seines Kolorits.
Auf diesen Zusammenhang weist der Titel der Ausstellung. Sie soll mit den Aquarellen, Gouachen und Zeichnungen »Magische Areale« bieten, mit den Objekten, Bildkästen und Figuren zugleich aber auch die Räume in magische Areale verwandeln. Die Unterzeile »Arbeiten mit Papier« unterstreicht das Gesamtkonzept des Hauses: Sie trägt den Doppelsinn, dass nicht nur Arbeiten auf Papier zu sehen sind, sondern dass Papier selbst zum Arbeitsmittel eines Kunstschaffens wird.
Das Gesamtvorhaben und der Katalog verdanken sich einer Kooperation mit dem Leonhardi-Museum Dresden und der Berliner Galerie Pankow, wo modifizierte Varianten der Quedlinburger Schau zu sehen sein werden.

Sonderausstellung vom 17.06.2017 bis 31.12.2017
Abenteuer Comic – Auf zu den neuen Superhelden

Im Jahr 1906 schrieb und zeichnete Lyonel Feininger seine berühmten Comics "The Kinder-Kids" und "Wee Willie Winkie's World". In beiden Serien sind Kinder die Helden der Geschichten. Angeregt durch Lyonel Feininger haben Kinder und Jugendliche aus Quedlinburg im Rahmen des Projektes "Abenteuer Comic" eigene Superhelden entwickelt und gezeichnet, die in der Ausstellung "Auf zu den neuen Superhelden" gezeigt werden.