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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Museum für Stadtgeschichte Dessau

Dessau-Roßlau

Museum für Stadtgeschichte Dessau Leopold III Friedrich Franz

Auf drei Etagen veranschaulicht die 2005 neu eingerichtete Ausstellung die Entwicklung der um 1180 gegründeten Kaufleute- und Handwerkersiedlung „Dessowe“ zur Residenzstadt der Fürsten und späteren Herzöge von Anhalt-Dessau bis hin zur Hauptstadt der vereinigten Herzogtümer Anhalts bzw. seit 1918 des Freistaates Anhalt. Einen besonderen Schwerpunkt bildet das Fürstenhaus Anhalt-Dessau mit dem „Alten Dessauer“ Leopold I und Leopold III Friedrich Franz, dem Schöpfer des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs. Der Entwicklung Dessaus zur Industriestadt seit dem 19. Jahrhundert mit Unternehmen wie der Deutschen Continental Gas Gesellschaft, den Hugo-Junkers-Werken und anderen ist eine weitere Ausstellung gewidmet. Auch auf Persönlichkeiten der deutschen Kulturgeschichte, die in Dessau gelebt haben, wird eingegangen wie u. a. Moses Mendelssohn, Wilhelm Müller, Samuel Heinrich Schwabe und Kurt Weill.
Die Ausstellungen des Museums sind Teil des Gesamtprojektes „Gemeinsam sind wir Anhalt“ zur Darstellung der anhaltischen Landesgeschichte, an dem sich die Museen in Ballenstedt, Bernburg, Coswig, Harzgerode, Köthen, Zerbst und Jever beteiligen. Dieses Projekt wird mittels einer multimedialen Präsentation dem Besucher vorgestellt.

Sammlungen bei museum-digital

Sonderausstellungen

Sonderausstellung vom 31.08.2016 bis 19.03.2017
Aus Eisenglut geborgen. - Schätze aus der Eisenkunstguss-Sammlung Ewald Barth.
68 Jahre nach ihrer Rettung restauriert und wiederhergestellt.

Der Dessauer Zahnarzt Ewald Barth (1898-1968) sammelte in den 1920er Jahren Medaillen, Neujahrsplaketten, Alltagsgegenstände, aber auch filigranen Schmuck sowie Büsten und Statuetten nach Entwürfen bedeutender Künstler wie Christian Daniel Rauch (1777-1857) und Karl Friedrich Schinkel (1781-1841), die allesamt aus Eisen gegossen waren.
Seine Sammlung umfasste schließlich 1.800 Objekte und galt sowohl quantitativ als auch qualitativ als die herausragendste Privatsammlung von Eisenkunstguss in Deutschland.

1944 aus der Rüstungs- und Industriestadt Dessau in das massiv gebaute Schloss der Stadt Zerbst ausgelagert, schien sie sicher. Als die amerikanischen Truppen kurz vor Kriegsende vor den Toren der Stadt Zerbst standen, verweigerten die nationalsozialistischen Kommandanten die Kapitulation. Die folgenden Bombenangriffe zerstörten Stadt und Schloss fast vollständig.

Erst drei Jahre nach Kriegsende konnte Ewald Barth Großteile der Objekte bei einer abenteuerlichen Bergung aus Bombenschutt und Trümmern retten.
68 Jahre nach Rettung sind zentrale vom Zahn der Zeit angegriffene Objekte nun aufwendig materialgerecht restauriert und wiederhergestellt worden. In akribischer Feinarbeit konnten zahlreiche, auch verborgene, Schäden beseitigt werden.
Das Museum für Stadtgeschichte Dessau freut sich, ausgewählte Exponate nun wieder in ihrer ursprünglichen Ausstrahlung und Anmutung präsentieren zu können.

Sonderausstellung vom 01.02.2017 bis 30.11.2017
„Meisterwerke der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau“