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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Wanderausstellung „Heimat im Krieg 1914/1918. Spurensuche in Sachsen-Anhalt“

Titelbild


Am 1. August 1914 entbrannte weltweit ein Krieg, in den im Laufe von vier Jahren insgesamt 40 Länder verwickelt waren und der Millionen von Toten zählte. Am Ende war die globale politische und geistige Landkarte grundlegend verändert. Eine Flut von Veröffentlichungen und Forschungen begleiten den 100. Jahrestag des Ersten Weltkrieges. Auffällig ist jedoch, dass kaum regionale Aspekte für die damalige preußische Provinz Sachsen und das Herzogtum Anhalt untersucht und betrachtet werden. So haben sich Studierende des Instituts für Geschichte der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg auf eine Spurensuche in Sachsen-Anhalt begeben. Die Ausstellung ist daher keine umfassende regionalgeschichtliche Aufarbeitung des Ersten Weltkrieges, sondern der Betrachter hat Teil an den Ergebnissen der Spurensuche der Studierenden.

Die Museen ihrerseits lassen ihre Objekte „sprechen“, um die lokale alltagsgeschichtliche Perspektive des Krieges sichtbar zu machen. Matrosenkragen, Brotschneidemaschine, Liederheft, eiserner Armreif, Lebensmittelkarten, Kochbücher, Plakate, Feldpostbriefe, Tagebücher, Fotos und vieles mehr aus der Zeit des Ersten Weltkriegs befinden sich in den Sammlungen der Stadt – und Regionalmuseen Sachsen-Anhalts. Sie erzählen davon, dass der Krieg auch weiter hinter der Front im privaten wie öffentlichen Alltag seine Spuren hinterlassen hat. Die Wanderausstellung „Heimat im Krieg 1914 – 1918 – Spurensuche in Sachsen-Anhalt“ öffnet ein Fenster zur Lebenssituation der Menschen in unserer Region. Schirmherr der Ausstellung ist Detlef Gürth, Präsident des Landtages Sachsen-Anhalt.

Der Jugendwettbewerb „1914 – 1918: Heimat im Krieg“ begleitet die Ausstellung und lenkt das Interesse junger Menschen auf die Beschäftigung mit dem Kriegsalltag. Schirmherr ist Kultusminister Stephan Dorgerloh.

Begleitet werden beide Vorhaben durch Veranstaltungen eines großen Netzwerks kultureller Initiativen und Verbände des Landes. Besonderer Dank gilt den Förderern und Unterstützern der Ausstellung, ohne die die Realisierung nicht möglich gewesen wäre. Hierzu zählen der Städte- und Gemeindebund Sachsen-Anhalt, das Kultusministerium Sachsen-Anhalt, die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, das Institut für Geschichte der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, das Kreismuseum Bitterfeld, das Museum für Stadtgeschichte Dessau-Roßlau, die Regionalgeschichtlichen Sammlungen der Lutherstadt Eisleben, das Danneil-Museum Salzwedel, das Hüttenmuseum Thale sowie das Börde-Museum Burg Ummendorf.