Das „Barock-Juwel“ Simonetti Haus ist ein äußerlich schlichtes, zweigeschossiges Fachwerkhaus mit hohem Walmdach, 1699 als Adelssitz mit Laboratorium für den fürstlichen Stadthalter und falschen Goldmacher Freiherr von Meder errichtet. Im Inneren zeigt sich die räumliche Gestaltung auffallend großzügig und aufwendig. Die Hauptattraktionen sind sehr aufwendig gestaltete, barocke Stuckdecken, die mit ausdrucksstarken Stuckrelief-Darstellungen in die griechische Mythologie entführen und welche vermutlich deutschlandweit einmalig sind. Recherchen und Vergleiche ergaben, dass es sich hier um Arbeiten des Baumeisters und Stuckateurs Giovanni Simonetti (1652-1716) und seiner Werkstatt handelt. In einem der Räume kann man sich niederlassen und mit einer Klang- und Lichtschau in die Welt der Antike und die Arbeitsweise des Stuckateurs vertiefen. Der weitere Innenausbau ist noch nicht abgeschlossen.
Naumburger Domschatzgewölbe
Der Naumburger Dom St. Peter und St. Paul zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern des europäischen Hochmittelalters und ist der Besuchermagnet an der „Straße der Romanik“. Als Meisterwerk menschlicher Schöpferkraft und einzigartiges Zeugnis der mittelalterlichen Kunst und Kultur des 13. Jahrhunderts wurde der Naumburger Dom am 1. Juli 2018 in das Welterbe der UNESCO aufgenommen.
Ort: Naumburg (Saale)