Abend zur Prove­nien­z­forschung mit Podi­ums­ge­spräch in Halberstadt

15.06.2026

Detektivinnen und Detektive der Geschichte: Was können uns Objekte erzählen? Die Moses Mendelssohn Akademie und des Berend Lehmann Museum für jüdische Geschichte und Kultur Halberstadt geben Einblicke in zwei Forschungsprojekte.

Prof. Dr. Angela Kolb-Janssen, Direktorin der Moses Mendelssohn Akademie Halberstadt berichtet über "Das Schicksal der Bücher aus dem Buchbestand „Ernst Wolff“: Der Wege von über 4.500 Büchern, die ehemaligen Berliner Jüdinnen und Juden entzogenen worden sind, konnte rekonstruiert werde. 

Marie Luise Wallroth, wissenschaftliche Mitarbeiterin für Provenienzforschung am Berend Lehmann Museum stellt die "Erforschung von Objekten vermeintlich jüdischer Herkunft" vor. In 22 Sammlungen kooperierender Museen in Sachsen-Anhalt, von Aschersleben bis Zeitz, werden 176 Objekte untersucht. Es besteht der Verdacht, dass sie in der NS-Zeit jüdischen Eigentümer:innen NS-verfolgungsbedingt
entzogen, abgepresst oder zurückgelassen wurden.

Im Anschluss findet ein Podiumsgespräch statt. Teilnehmerinnen sind: 

  • Dr. Annette Müller-Spreitz, Koordinierungsstelle Provenienzforschung am Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V.
  • Dr. Antje Gornig, Direktorin Städtisches Museum und Archive Halberstadt
  • Marie Luise Wallroth, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Provenienzforschung am Berend Lehmann Museum

 

Mittwoch, 24. Juni 2026, 18.00 Uhr, Klaus, Rosenwinkel 18 in Halberstadt. 

Der Eintritt ist frei.

Mehr Informationen gibt es hier