Lan­desweites Forschung­spro­jekt zur Aufar­beitung von NS-ver­fol­gungs­be­d­ingt ent­zo­gen­em Kul­turgut startet

05.03.2026

Die knapp 180 Objekte wurden in Erstchecks identifiziert, die der Museumsverband Sachsen-Anhalte.V. in einem Zeitraum von fünf Jahren in 30 Museen durchführte. Dabei wurden in 21 MuseenObjekte ermittelt, wo der Verdacht besteht, dass diese aus jüdischem Eigentum während der NS-Zeit entzogen wurden. Die Koordinierungsstelle Provenienzforschung hat das Projekt initiiert undzusammen mit dem Berend Lehmann Museum entwickelt. Ziel des Projektes ist es nun, dieseObjektbiografien zu erforschen, mögliche NS-verfolgungsbedingte Entziehungen der Objekteaufzuarbeiten und jüdisches Erbe sichtbar zu machen.Geleitet wird das Projekt durch das Berend Lehmann Museum für jüdische Geschichte und Kultur inHalberstadt. Mit seiner Trägerstiftung, der Stiftung Moses Mendelssohn Akademie, gilt es alsausgewiesene Einrichtung zur jüdischen Geschichte in Sachsen-Anhalt. Kooperationspartner ist derMuseumsverband Sachsen-Anhalt sowie alle 21 beteiligten Museen im gesamten Bundesland.Das Projekt wird für ein Jahr gefördert vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste sowie derPostCode Lotterie.