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Museumsverband Sachsen-Anhalt

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Naumburger Domschatzgewölbe

Naumburg

Maria Magdalens, Ausschnitt eines Altarretabels, Lukas Cranach d.Ä., um 1517-18 Johannesschüssel, 13.-16. Jahrhundert Blick ins Domschatzgewölbe Pietá, frühes 14. Jahrhundert

In diesen Räumen sieht man Schätze der Kirche.
Man sieht zum Beispiel alte Altäre (Tische in der Kirche).
Man sieht auch Kunstwerke.

Ein Bild vom Maler Lucas Cranach schmückt einen Altar.
Das Bild zeigt eine Frau aus der Bibel: Maria Magdalena.

Lucas Cranach war ein sehr berühmter Maler.
Er lebte vor etwa 500 Jahren.

Man sieht auch eine sehr alte, kostbare Schüssel.
In ihr liegt ein Kopf aus Holz.
Das soll an eine Bibel-Geschichte erinnern.

Ein weiterer Schatz ist eine sehr alte Holz-Figur.
Sie zeigt die Mutter von Jesu. Sie ist traurig.
Sie hält ihren toten Sohn auf ihrem Schoß.

In unmittelbarer Nähe des Naumburger Doms werden seit dem 29. Juni 2006 erstmals seit Jahrzehnten der Öffentlichkeit mehr als 30 erlesene Kostbarkeiten des Mittelalters und der Renaissance präsentiert. In den romanischen Gewölben unterhalb der Westklausur - im "Naumburger Domschatzgewölbe" - können Altäre, Tafelbilder, sakrale Plastiken, Urkunden und Handschriften bestaunt werden.
Der Anmut und Grazie der von Lukas Cranach d.Ä. dargestellten Maria Magdalena (um 1517/18) wird man sich nur schwer entziehen können. Die Heilige ziert einen von zwei erhaltenen beidseitig bemalten Flügeln des einstigen Hauptaltares vom Naumburger Westchor.
Ein besonderer kultureller Schatz ist auch die Johannesschüssel aus dem 13. Jahrhundert. Sie zählt zu den frühsten plastischen Darstellungen dieser Thematik im mittelalterlichen Europa.
Die hölzerne Pietá aus dem frühen 14. Jahrhundert bildet einen weiteren Höhepunkt des Domschatzgewölbes. Aufgrund ihrer original erhaltenen Farbigkeit und ihrer expressiven Ausdruckskraft zählt die Naumburger Pietá zu den beeindruckendsten Skulpturen aus jener Zeit.