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Museumsverband Sachsen-Anhalt

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Gedenkstätte für die Opfer der NS-Euthanasie Bernburg

Bernburg

Blick in die Gaskammer, 2011 Das ehemalige Hauptgebäude der

Ein Teil der ehemaligen Landes-Heil- und Pflegeanstalt Bernburg diente ab November 1940 im Rahmen der nationalsozialistischen Massenmorde an kranken, behinderter, alten und sozial auffälligen Menschen („Euthanasie“) als eine der sechs zentralen Gasmordanstalten. Bis zum August 1941 starben hier mehr als 9.000 Menschen aus 33 Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Anschließend wurden hier Häftlinge aus sechs der nationalsozialistischen Konzentrationslager getötet („Sonderbehandlung 14 f 13“).
Bis in die Gegenwart sind wesentliche Teile der Vernichtungsanalage erhalten geblieben, darunter die Gaskammer.
Die Gedenkstätte befindet sich auf dem Gelände des Fachklinikums für Psychiatrie Bernburg und ist zu den angegebenen Öffnungszeiten oder nach Vereinbarung frei zugänglich.

Die 2006 eröffnete Dauerausstellung „… dass das Unkraut vernichtet werden müsse. NS-Zwangssterilisation, ‚Euthanasie‘ und Ermordung von KZ-Häftlingen in Bernburg“ dokumentiert in knapper Form die Vorgeschichte, die Umsetzung und die Nachgeschichte des nationalsozialistischen Vorgehens gegen kranke, behinderte oder sozial auffällige Menschen sowie gegen KZ-Häftlinge am Beispiel von Bernburg.

Für angemeldete Besucher steht ein Spektrum an Veranstaltungsangeboten von der einfachen Führung durch die historischen Räumlichkeiten bis zu mehrtägigen Projekten zur Verfügung. Um vorherige Abstimmung des Programms wird gebeten.
Detaillierte Angaben zu den Bildungsangeboten finden Sie unter folgendem Link auf der Internetpräsentation der Gedenkstätte für Opfer der NS-“Euthanasie“ Bernburg:

© Alle Bilder Fotosammlung Gedenkstätte für die Opfer der NS-"Euthanasie" Bernburg