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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Aktuelles

Aus den Museen


Erstcheck Provenienzforschung
nach NS-verfolgungsbedingtem entzogenem Kulturgut an 17 Museen in Sachsen-Anhalt
Im Oktober 2017 startete der Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V. die zweite Runde des Erstchecks Provenienzforschung in Sachsen-Anhalt. Im aktuellen Provenienzrecherche-Projekt des Museumsverbandes Sachsen-Anhalt e.V. wird von Oktober 2017 bis Oktober 2019 an Museen in Sachsen-Anhalt die Provenienzforscherin Sabine Breer nach Hinweisen auf NS-Raubgut suchen.

Beteiligt sind das Museum Schloss Bernburg, das Kreismuseum Bitterfeld, das Museum für Naturkunde und Vorgeschichte in Dessau, das Freilichtmuseum Diesdorf, das Museum Schloß Neuenburg in Freyburg, das Museum Heineanum in Halberstadt, das Prignitz-Museum am Dom Havelberg, Museum im Schloss Lützen, das Kreismuseum Osterburg, die Städtischen Museen in Tangermünde, das Spengler-Museum in Sangerhausen, das Salzlandmuseum in Schönebeck, das Winckelmann-Museum in Stendal, das Börde-Museum Burg Ummendorf, das Museum Schloß Neu-Augustusburg in Weißenfels, das Harzmuseum Wernigerode und das Heimatmuseum im Schloss Zörbig.

Die 17 Museen befinden sich in vorwiegend kommunaler Trägerschaft. Neben 14 Stadt- und Regionalmuseen werden auch die Bestände von zwei Naturkundemuseen und einem Archäologie- und Kunstmuseum untersucht.

Der derzeitige "Erstcheck“ knüpft an das Pilotprojekt an, das 2016/2017 an fünf Museen in Sachsen-Anhalt durchgeführt wurde und bei dem zahlreiche neue Erkenntnisse gewonnen werden konnten. Im Museum Aschersleben, Gleimhaus Halberstadt, Danneil-Museum Salzwedel, Altmärkischen Museum Stendal und Museum Schloß Moritzburg Zeitz suchte Provenienzforscher Mathias Deinert nach Spuren von NS-bedingt entzogenem Kulturgut.

Auch im aktuellen Projekt wird geprüft, ob es Objekte in den Museen gibt, die im Verdacht stehen, ihren Besitzern in der Zeit des Nationalsozialismus unrechtmäßig entzogen worden zu sein. Über den Erstcheck soll also geklärt werden, ob eine weitere vertiefende Provenienzforschung an den beteiligten Museen empfehlenswert ist.

Drüber hinaus erhofft sich der Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V. auch Erkenntnisse zur Geschichte der Museen und ihrer Sammlungen sowie über die personellen Verflechtungen der Museumsleiter und der örtlichen Akteure in der Zeit des Nationalsozialismus. Ebenso können vermutlich neue Informationen für die Grundlagen- und Kontextforschung, etwa zum Kunsthandel der NS-Zeit in Sachsen-Anhalt ans Licht gebracht werden.

Das Erstcheck-Projekt wird vom Land Sachsen-Anhalt sowie vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg gefördert.

KONTAKT
Sabine Breer Wissenschaftliche Mitarbeiterin Provenienzforschung
Diensthandy: 0151 / 654 778 26
E-Mail: provenienzforschung_st@t-online.de


Halle
Kunstmueum Moritzburg

Die neue thematische Sammlungspräsentation des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) zur Kunst nach 1945 in der Box des Westflügels der Moritzburg konzentriert sich auf Werke der konstruktiv-konkreten Kunst und ihre Übergänge zu Positionen mit serieller, minimalistischer und abstrakter Tendenz aus den Sammlungen des Museums. Mit Werken von El Lissitzky, Erich Buchholz oder Fritz Winter ist diese von der Gegenständlichkeit gänzlich freie Kunst aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bereits in der Präsentation der Moderne I – Kunst von 1900 bis 1945 anzutreffen.
Die neu Sammlungspräsentation setzt damit auch das Thema der aktuellen Sonderausstellung zum Werk von Alexej von Jawlensky und Georges Rouault fort. Vor allem für Jawlensky war das künstlerische Schaffen etwas Meditatives. So sagte er, er meditiere in Farben und Kunst sei eine Sehnsucht nach Gott. Im Laufe seines Lebens gelangte er durch sein insitierendes Befragen des menschlichen Antlitzes zu immer abstrakteren Bildlösungen, die in den 1920er und 1930er Jahren in die Serien der Abstrakten K¨pfe und der Meditationen mündete.
Mitte der 1990er Jahre setzte sich Horst Antes direkt mit Jawlenskys Meditationen auseinander und schuf eine kleine Reihe von Haus-Bildern, die zu seiner zu dieser Zeit aktuellen umfangreichen Serie der Haus-Bilder geh¨ren. Ebenso kann die Serie Anima mundi von IMI Knoebel als eine konsequente Weiterführung der späten Meditationen Jawlenskys betrachtet werden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die ungegenständliche Kunst mit der Rückbesinnung auf die Avantgarden der ersten Jahrhunderthälfte einen breiten internationalen Aufschwung. In der Kunst der DDR gab es jedoch nur wenige Vertreter dieser Positionen, da sie die kulturpolitischen Vorgaben des sozialistischen Realismus ignorierte.
Der in Dresden tätige Hermann Gl¨ckner, der sich schon in den 1930er Jahren der konkreten Kunst zugewandt hatte und dies auch in der DDR fortsetzte, war mit der Konsequenz und Unbeirrbarkeit seines Werkes Anregung und Orientierung für Künstler der folgenden Generation, wie Horst Bartnig (Berlin), Karl-Heinz Adler (Dresden) oder Ludwig Ehrler (Halle/Saale), von denen das Museum ebenso wie von Hermann Glöckner noch in der Zeit der DDR Arbeiten erwarb.
Nach 1990 kamen Werke in die Sammlungen, die die Intentionen der konstruktiven Kunst des 20. Jahrhunderts und der Minimal Art in der Gegenwart fortsetzen, etwa von Edda Jachens, Hanns Schimanski und – zum ersten Mal ausgestellt – Werke von dem in Dessau geborenen und in Düsseldorf lebenden IMI Knoebel, der zu den international renommiertesten deutschen Künstlern gehört und sich seinen Künstlernamen nach dem in Genthin produzierten Waschpulver mit der gerasterten grün-weißen Verpackung gegeben hat.
Diesen Sammlungszuwachs verdankt das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) einer Dauerleihgabe des Landes Sachsen-Anhalt und einer großzügigen privaten Schenkung von Grafiken u. a. von IMI Knoebel und Günther Förg.
Die Ausstellung wird im Laufe des Jahres mit temporären Schwerpunktsetzungen im Kabinett der Westbox zum Werk von Horst Bartnig (06.05. - 27.08.2017, serielle Werke) und Ludwig Ehrler (18.11.2017 – 11.02.2018, serielle Werke) ergänzt.
Die neue Sammlungspräsentation in der Moderne Zwei ist Teil des thematischen Sammlungsrundgangs „Kunst und Religion“. Es finden verschiedene Begleitveranstaltungen, u. a. Künstlergespräche mit Horst Bartnig und Karl-Heinz Adler, statt, über die wir zu gegebener Zeit informieren.

"ziel der konkreten kunst ist es, gegenstände für den geistigen gebrauch zu entwickeln, ähnlich wie der mensch sich gegenstände schafft für den materiellen gebrauch. […] konkrete kunst ist in ihrer letzten konsequenz der reine ausdruck von harmonischem maß und gesetz. sie ordnet systeme und gibt mit künstlerischen mitteln diesen ordnungen das leben."
Max Bill, 1949


Hettstedt
Digital ist besser: Karten und Risse des Mansfeld-Museums online

Im Mansfeld-Museum im Humboldt-Schloss gibt es vieles zu entdecken: Zeugnisse der Industriekultur, Mineralien, Spuren der Familien von Humboldt und von Dacheröden, eine weitläufige Parkanlage, Sonderausstellungen und nicht zuletzt den Nachbau der ersten deutschen Dampfmaschine Watt’scher Bauart. Der umfangreichste Schatz liegt aber vergleichsweise versteckt im Archiv des Museums. Dort lagern etwa 20.000 Pläne und Karten zu Verkehrswegen, Wasserbauten und Kultureinrichtungen aus den Beständen des früheren VEB Mansfeld Kombinats „Wilhelm Pieck“.
Die Kunsthistorikerin Sabine Breer arbeitete seit Sommer 2014 an der Sichtung, Erfassung und Digitalisierung dieser Dokumente. Eine Annäherung an solche überbordenden Bestände erfordert sehr viel Genauigkeit – und deshalb auch Zeit.
Ein bedeutender Teil der Materialien steht im Bezug zur Mansfelder Bergwerksbahn. Sie wurde als Werksbahn des Mansfeld-Unternehmens ab 1880 errichtet und gilt als älteste von Lokomotiven betriebene Schmalspurbahn Deutschlands. Die Strecke war für die Transporte zwischen der Schächten und Hütten im Mansfelder Kupferreviers unverzichtbar. Mit dem Ende des Kupferbergbaus verlor sie ihre ursprüngliche Bedeutung. Seit 1990 wird sie als Museumsbahn weitergeführt.
Damit ist die Mansfelder Bergwerksbahn von überregionaler Relevanz für die Industriegeschichte. Um dem gerecht zu werden, wurden nun einige wichtige Risse aus dem Bestand des Mansfeld-Museums unter www.museumdigital.de öffentlich zugänglich gemacht. Es handelt sich um Pläne, die den Auf- und Ausbau des Streckennetzes mit den dazugehörigen Bauten detailliert dokumentieren. Situationspläne etwa lassen den Streckenverlauf nachvollziehen. Grund- und Aufrisse beschreiben Gebäude oder Brücken in allen Details. Die Veröffentlichung der Bestände auf der Website soll sukzessive fortgesetzt werden. Damit gibt es nun einen Ausgangspunkt für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Thema. Diese kann vor Ort im Mansfeld-Museum vertieft werden. Auch eine für den Sommer in Hettstedt geplante Ausstellung zur Innovationsgeschichte des Mansfelder Landes wird – neben Dampfmaschine oder Schnellkochtopf – die Bedeutung der Mansfelder Bergwerksbahn herausstellen.


Kulturstiftung Sachsen-Anhalt
Gute Publikumsresonanz auch in 2017

Im Jahr 2017 haben insgesamt 532.460 Gäste die Burgen, Schlösser, Dome und Klöster, sowie die Museen der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt besucht. Damit schließen die in der von Generaldirektor Dr. Christian Philipsen geleiteten Stiftung vereinten Institutionen mit einer erfolgreichen Publikumsresonanz und einer gegenüber dem Vorjahr beinahe gleichbleibenden Zahl (2017: 548.933).

2018 erwartet die Besucher unserer Museen wieder ein vielfältiges Programm:
Die Lyonel-Feininger-Galerie, Museum für grafische Künste wird vom 3. Februar bis zum 30. April 2018 die Ausstellung "Willkommen im Abschied. Fotografische Positionen über Fremdheit und Nähe“ mit Werken von Ira Thiessen, Julia Runge und Semjon Prosjak zeigen. Von den drei Serien zeigt die erste Spätaussiedler, die als Russland-Deutsche eine neue Heimat suchen oder gefunden haben. Sie werden in ihren privaten Verhältnissen so gezeigt, wie sie selber am liebsten gesehen werden wollten – aber als was? Deutsche? Russen? Berliner? Die nächste Serie präsentiert Personen und Lebensweise der "Basters“, einer in sich geschlossenen Sonderethnie, die in Namibia lebt, seit sie Anfang des 19. Jahrhunderts, um den schwelenden Rassenkonflikten zu entkommen, aus Südafrika ausgewandert ist. Die Basters (Afrikaans für "Bastarde“) betreiben eine Argrarkultur, in der diese Nachkommen von südafrikanischer Urbevölkerung und holländischen Einwanderern des 17. Jahrhunderts ein den eigenen Regeln folgendes Leben führen – archaisch, selbstbestimmt und mit einer besonderen Traditionspflege. Die dritte Serie (Semjon Prosjak) umfasst Fotografien aus der Gegend um Tschernobyl – vor dem Reaktorunfall. Man begegnet einem Leben, dessen Armut durch Fortschrittsferne definiert ist und so die elementare Naturverbundenheit einer Selbstversorgerkultur erzwingt.

Das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) eröffnet am 24. Februar 2018 den zweiten Teil der im vergangenen Jahr begonnenen neuen Dauerausstellung: "Wege der Moderne. Kunst in der SBZ/DDR 1945 bis 1990“.

Das besondere und über Sachsen-Anhalt hinausreichende Ausstellungsprojekt anlässlich des 100. Todestages des Wiener Jugendstilmeisters Gustav Klimt wird das Landeskunstmuseum vom 14. Oktober 2018 bis zum 06. Januar 2019 zeigen. Ministerpräsident Dr. Haseloff hat die Schirmherrschaft dieser ersten Werkschau in Deutschland zum Schaffen des Künstlers übernommen. Sie vereint mehr als 40 Zeichnungen und 12 Gemälde von den akademischen Anfängen des Malers und Grafikers in den 1880er Jahren bis in seine späte Schaffenszeit um 1915. Begleitet wird die Ausstellung von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm.

In diesem Jahr können sich vom 22. bis 28. Juli 2018 unter dem Thema "Gelebtes Mittelalter auf der Burg Falkenstein“ vor allem unsere jungen Besucher wieder auf die museumspädagogische Projektwoche freuen. Zum nunmehr 9. Mal lädt der Verein "Gelebtes Mittelalter e.V.“ mit den GreifenRittern unter dem diesjährigen Motto "Gut gerüstet“ wieder zu einem Spectaculum für Kinder.

Schloss Neuenburg steht 2018 ganz unter dem "Jubiläums-Zeichen“ – 25 Jahre Straße der Romanik, 25 Jahre Weinstraße Saale-Unstrut und 20 Jahre Weinmuseum im Schloss Neuenburg. Gewürdigt werden diese Jubiläen durch die Sonderausstellung „Geformt. Gebrannt. Gebraucht. Keramik des Mittelalters und der Reformationszeit“ im Bergfried "Dicker Wilhelm“ vom 07. April bis zum 31. Oktober 2018 und die Studioausstellung im Weinmuseum "Bacchus – Gott des Weines. Eine kleine Kulturgeschichte“ vom 25. Mai bis zum 18. November 2018.
Kloster Michaelstein lädt im Rahmen des 10. Harzer KlosterSommers 2018 zum Kloster à la cARTe ein. Man genießt die unvergleichliche Atmosphäre des Ortes mit seiner bedeutenden Geschichte. Im ehemaligen Speisesaal der weißen Mönche von Michaelstein werden regionale, kulinarische Spezialitäten gereicht. Umrahmt wird das Festmahl durch den Gesang des Ensembles VOXID. Festliche Klassik erklingt am Ostermontag. Klopstocks Ode 𠇭ie Frühlingsfeier“, von dem württembergischen Kapellmeister Johann Rudolf Zumsteeg 1780 als Konzertmelodram vertont, steht im Mittelpunkt dieses Konzerts.
Für all jene, die die Musik im Kloster Michaelstein aktiv erleben wollen, findet vom 15. bis zum 18. März die BASSEUROPE young ACADEMY statt, ein Kontrabassworkshop für junge Kontrabassschüler und ihre Familien und Lehrer.
Das Jagdschloss Letzlingen ruft 2018 das sogenannte "Dreikaiserjahr“ aus: An Kaiser Wilhelms I. Tod vor 130 Jahren, am 9. März 1888, wird im März erinnert; Kronprinz Friedrich Wilhelm regierte als Kaiser Friedrich III. nur 99 Tage und verstarb am 15. Juni 1888. Ihm folgte dessen Sohn Wilhelm II., der nach 30 Regierungsjahren im November 1918 abdanken musste, womit die Letzlinger Hofjagden endeten.
Anfang Juni wird das Jagdschloss in die bekannten Altmark-Festspiele einbezogen. Sie finden unter der Schirmherrschaft von Oskar Prinz von Preußen statt, der ein direkter Nachfahre der oben genannten drei Kaiser ist, die auch alle zwischen 1849 und 1912 an den Letzlinger Hofjagden teilgenommen haben.


Lyonel-Feininger-Galerie
Stiftung Karl Völker

Die "Stiftung Karl Völker" wird am 17.10.2017, um 11 Uhr an die Lyonel-Feininger-Galerie übergehen. Die Vertragsunterzeichnung zwischen dem Generaldirektor der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Dr. Christian Philipsen, und den Stiftern, Christel Oehmichen und Klaus Völker, erfolgt im Beisein des Direktors Michael Freitag und dem Vorstand des Fördervereins der Galerie in Quedlinburg.

Was am 21. November 2014 mit der Eröffnung der Ausstellung "Gut zum Druck. Die Stiftung Karl Völker“ in der Lyonel-Feininger-Galerie begann, findet mit der offiziellen Vertragsunterzeichnung der Stiftung seinen Abschluss. Aus dem Nachlass des Künstlers Karl Völker wird mit der Stiftung die Sammlung der Galerie bereichert. Es handelt sich dabei um 41 Druckstöcke für Holz- und Linolschnitte sowie um 163 Radierplatten aus allen Schaffensphasen des Künstlers.

Karl Völker (1889–1962) war ein Zeitgenosse von Lyonel Feininger (1871–1956). Ohne die Individualität der Werke miteinander vergleichen zu wollen, haben beide Künstler in Sachsen-Anhalt wesentliche Passagen ihres Schaffens entfaltet. Der eine im Kontext des Dessauer Bauhauses wirkend, der andere vor allem in Halle/Saale, leisteten sie einen je eigenen Beitrag zur Durchsetzung der Moderne in der Kunstgeschichte des Landes.

Bedeutende Werke von Feininger und Völker befinden sich im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) und mit der Stiftung aus Völkers Nachlass, neben der Feininger-Sammlung von Dr. Hermann Klumpp, jetzt auch in der Quedlinburger Galerie. Dabei spielt der Holzschnitt eine herausragende Rolle. Feininger arbeitete in diesem Medium zwischen 1918 und 1921 sein einzigartiges Sprachsystem aus, Völker zwischen 1923 und 1925 vor allem seine in ihrer formalen Radikalität singulär dastehende politische Grafik.

Der übergreifende Kontext prädestiniert die Lyonel-Feininger-Galerie für die Stiftung Karl Völker. Sie bereichert den wertvollen Bestand, stärkt vor allem jedoch die konzeptionelle Neuausrichtung der Galerie zu einem "Museum für grafische Künste".

Der Tag der Vertragsunterzeichnung am 17.10. ist zugleich der 128. Geburtstag von Karl Völker.


Naumburg
Museumsverein Naumburg e.V.

Durch Zufall sind wir in den letzten Tagen in einem Antiquariatskatalog zwischen Dürer- und Rembrandt-Stichen auf ein Kupferstich-Porträt Nikolaus von Amsdorfs gestoßen. Dieser Kupferstich ist extrem selten, nur ein einziges weiteres Exemplar ist uns bekannt, das sich in der Sammlung des Britischen Museums in London befindet. Da alle anderen bekannten Amsdorf-Darstellung von eher minderwertiger Qualität sind und Amsdorf als Reformator und erster evangelischer Bischof in der Naumburger Geschichte eine kurze aber durchaus bemerkenswerte Rolle spielte, haben wir uns durchgerungen, den Kupferstich für die städtische Sammlung nach Naumburg zu holen.
Aber eine Rarität wie diese hat natürlich ihren Preis! Auch nachdem uns das Antiquariat 500 Euro nachgelassen hat, bleiben immer noch 2500 Euro aufzubringen.
Die Sparkassenstiftung des Burgenlandkreises hat sich freundlicherweise bereit gefunden, aus Lotterie-Mitteln 1000 Euro zuzuschießen und das Museum selbst kann aus seinen Spendenmitteln auch ca. 500 Euro aufbringen. Es bleibt ein Restbetrag von gut 1000 Euro, den der Museumsverein beisteuern will. Dafür brauchen wir die Unterstützung von privaten Spendern. Wenn Sie auch der Meinung sind, dass wir solche Zeugnisse der Stadtgeschichte nach Möglichkeit für Naumburg sichern sollten und wenn Sie die Möglichkeit haben, uns in dieser Hinsicht zu helfen, wären wir dafür sehr dankbar - auch kleine Spenden bringen uns weiter.


Quedlinburg
Lyonel-Feininger-Galerie

Fotowettbewerb für Jugendliche »Ich und die Anderen«

Unter dem Titel »Ich und die Anderen« ruft die Lyonel-Feininger-Galerie in Quedlinburg einen Fotowettbewerb für Jugendliche zwischen 16–21 Jahren aus.
Der Fotowettbewerb für Jugendliche findet im Rahmen der Ausstellung »Willkommen im Abschied. Fotografische Positionen über Fremdheit und Nähe« statt, die vom 03.02.–30.04.2018 gezeigt wird.
MACH EIN FOTO / SELFIE MIT DIR UND... DEN ANDEREN.
Fremde, Freunde, Menschen, die Du zufällig triffst, Deine Klasse, Deine Eltern.
WER SIND FÜR DICH »DIE ANDEREN«?

Zeig uns über Dein Bild, wie nah oder fremd Dir die Leute sind, mit denen Du Dich fotografierst.
Eure Anmeldung & Fotos per E-Mail an: rebekka.prell@kulturstiftung-st.de

Einsendeschluss ist der 12. Februar 2018.
Die besten drei Arbeiten werden prämiert.
Vom 10.3.–21.5.2018 werden Eure Arbeiten in einer Ausstellung in der Lyonel-Feininger-Galerie präsentiert.
Alle weiteren Informationen zum Wettbewerb findet Ihr auf Facebook & Instagram oder unter www.feininger-galerie.de


Stellenausschreibung
Naturkundemuseum Potsdam

Die Landeshauptstadt Potsdam sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt für das Naturkundemuseum Potsdam
eine/n Sachbearbeiter/in Führungen, Museumsservice mit 25 Wochenstunden
(vorerst befristet als Vertretung für das Beschäftigungsverbot bis 02.04.2018, mit Option der Verlängerung für die Mutterschutzfrist und Elternzeit)
Kennziffer: 242.000.09

Aufgabengebiet:
• inhaltliche Vorbereitung und Durchführung von Führungen zu den aktuellen Ausstellungen im Naturkundemuseum
• Museumspädagogische Arbeit mit Kita-Gruppen, Vorschulgruppen, der Primarstufe, den Sekundarstufen I und II sowie von Besuchergruppen (u. a. Kindergeburtstage)
• Vertretung des Hauses auf externen Veranstaltungen im Umweltbildungsbereich
• Entwicklung neuer Führungsangebote
• Mitarbeit bei der Erstellung der Veranstaltungsprogramme
• Anleitung und Koordinierung der freiberuflichen Museumspädagogen
• Koordinierung der Veranstaltungen (Führungen, Kindergeburtstage)

Anforderungen:
• Bachelorstudium der Biologie oder Museologie/Museumskunde
• fundierte Kenntnisse in der Biologie und der musealen Vermittlungsarbeit
• ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit, pädagogische Kompetenz, Managementfähigkeiten
• Fähigkeit zur selbständigen konzeptionellen Arbeit
• hohes Maß an Leistungsbereitschaft
• Leitungs- und Sozialkompetenz
• Fremdsprachenkenntnis (englisch)
• kommunikatives, besucherorientiertes, freundliches Auftreten
• Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit der Standardsoftware
• Flexibilität und Einsatzbereitschaft in Hinblick auf die Arbeitszeiten an Wochenenden und Feiertagen

Eingruppierung: E 9b TVöD
Die Beschäftigung in Teilzeit ist möglich. Diese Stelle ist gleichermaßen für Frauen und Männer geeignet.
Potsdam als weltoffene Stadt hat ein Interesse an Bewerbungen von Menschen mit interkultureller Kompetenz.
Aus Kostengründen werden eingereichte Bewerbungsunterlagen nur zurückgesandt, wenn ein ausreichend frankierter Rückumschlag beigefügt ist. Die Rücksendung erfolgt in diesem Fall 3 Monate nach Abschluss des Verfahrens.
Ihre schriftliche Bewerbung mit den üblichen Unterlagen (tabellarischer Lebenslauf, Zeugniskopien, Darstellung des beruflichen Werdegangs) richten Sie bitte unter Angabe der Kennziffer bis zum 09.02.2018 an die
Landeshauptstadt Potsdam
Bereich Personal und Organisation, 14461 Potsdam


Stolberg
Supermann Luther

Die "Alte Münze" in Stolberg hat sich zum Reformationsjubiläum etwas Besonderes ausgedacht. Das Museum brachte eine Münze heraus, die Martin Luther als Superman zeigt. Stolberg gehört zu den Orten in Sachsen-Anhalt, in denen der Reformator gepredigt hat. Zudem sei er, so das Museum, ein Superheld seiner Zeit gewesen.


Umfangreichere Aufgaben – neuer Name:
Aus der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt wird die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt
Ab dem 1. April 2017 lautet der neue Name ‚Kulturstiftung Sachsen-Anhalt‘

Der alte Name stand für die Aufgaben der Stiftung bei ihrer Gründung, für Denkmalpflege und Bauerhalt in den Domen und Schlössern. Seitdem sind die Aufgaben und die Anzahl der anvertrauten Denkmale gewachsen. Zuletzt ging mit der Stiftungsstrukturreform des Landes Sachsen-Anhalt im Januar 2014 eine einschneidende Aufgabenerweiterung einher. Spätestens ab diesem Zeitpunkt bildete der alte Name nur mehr einen Teil des umfangreichen Aufgabengebietes ab.

Zur heutigen Stiftung mit 18 Denkmalen aus 1200 Jahren gehören nicht nur die Dome und die Schlösser, sondern auch 4 mittelalterliche Burgen, 2 Klöster, der einzigartige Domschatz Halberstadt, das Landeskunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), Musikakademie und Museum Kloster Michaelstein sowie das einzige Lyonel-Feininger-Museum der Welt.

Diese Bandbreite – historisch von den Ottonen bis zur klassischen Moderne, thematisch von Sammeln, Bewahren, Ausstellen im Museum über kulturelle Bildung und wissenschaftliche Forschung bis hin zu Musikausbildung und Konzertbetrieb – benötigt einen neuen Namen. Das bestätigten auch Besucherbefragungen im vergangenen Jahr. Und so heißt die Stiftung ab dem 1.4.2017 Kulturstiftung Sachsen-Anhalt.

"Der Name Kulturstiftung Sachsen-Anhalt würdigt die Dienstleistungen für eine Reihe anderer Stiftungen und fokussiert auf die besondere Bedeutung als größte Kulturstiftung des öffentlichen Rechts des Landes Sachsen-Anhalt, die entscheidend zur kulturellen Identität des Landes beiträgt", so Staats- und Kulturminister Robra.

Alle Arbeitsgebiete der Stiftung finden sich in dem Namen wieder und rücken dadurch noch näher zusammen. Zugleich schärft die alte Stiftung mit neuem Namen [KST] ihre Identität auch nach außen durch ein neues Corporate Design, das die einzelnen Häuser und Einrichtungen durch das neue Logo der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt visuell verbindet.


Wernigerode
Schloß Wernigerode

Ausstellung
Ich. Adolph von Menzel


Ab dem 8. Dezember 2017 zeigt die Schloß Wernigerode GmbH in den Sonderausstellungsräumen im so genannten Frühlingsbau auf Schloß Wernigerode eine große Sonderausstellung zum Berliner Künstler Adolph von Menzel, der mit Werken wie "Das Eisenwalzwerk“ oder "Flötenkonzert Friedrichs des Großen im Schloß Sanssouci“ internationale Berühmtheit erlangt hat. Gezeigt wird die Schau, die eine veränderte Übernahme von der Stiftung Stadtmuseum Berlin ist, bis zum 18. März 2019.

Die anlässlich des 200. Geburtstags 2015 im Märkischen Museum sehr erfolgreich präsentierte Ausstellung widmet sich vorrangig der hoch interessanten und eigenwilligen Künstlerpersönlichkeit Menzels. Der Titel der Ausstellung basiert auf dem eigenhändigen Manuskript mit einem Rückblick auf das eigene Tun und Schaffen Menzels aus dem Jahr 1865 – und wird natürlich in der Ausstellung präsentiert.
Deutlich akzentuiert wird auch der handwerklich geprägte Werdeganz Menzels, der in einer Familie groß geworden ist, wo das Beherrschen der graphischen Techniken zum selbstverständlichen Lebensumfeld gehörte. Zeit Lebens war der Künstler sehr stolz auf seinen quasi "autodidaktischen“ Künstler-Werdegang und beherrschte die Techniken zur Herstellung von Lithographien, Radierungen, Holzschnitten und Kupfer bzw. Stahlätzungen perfekt.

Menzel sah geradezu in jedem Gegenstand eine künstlerische Herausforderung. Das Skizzenbuch begleite ihn auf allen Wegen. Einen Blick in das "Innerste“ des Künstlers kann anhand von original aus seinem Atelier stammenden Gegenständen genommen werden: Menzels originale Malpalette wird ebenso wie die zuletzt von ihm verwendeten Malkreiden, Wischer und sein Spazierstock ausgestellt.
Anhand der von Reinhold Begas hergestellten Porträtbüste kann sich jeder Besucher einen Eindruck von der physischen Präsenz des nur etwa 1,50 m großen Künstlers machen.

In großer Breite sind druckgraphische Arbeiten der gesamten Lebenszeit zu erleben, wie auch originale Lithographie-Steine mit dazugehörigem abgezogenen Original-Bild. Natürlich fehlt in der Ausstellung auch nicht das Thema "Friedrich der Große“ und Preußen im 18. Jahrhundert, dem Menzel seine Popularität und hohe Wertschätzung bei Kaiser Wilhelm II. verdankt.
Höhepunkte der Schau sind u. a. eine Ortsansicht von Wilmersdorf, eine Straßenszene in der Großstadt Berlin im Winter 1862 wie auch das meisterlich gemalte Selbstporträt von 1853. Ein lange Jahre sich in Londoner Privatbesitz befindender Scherenschnitt in einer gusseisernen Lithophanie wird in der Ausstellung zum ersten Mal präsentiert. Sie konnte von der Schloß Wernigerode GmbH in diesem Jahr für die eigenen Sammlungen angekauft werden.

Schließlich kann ein Blick in Menzels Persönlichkeit an Hand einer Auswahl authentischer Briefe geworfen werden – die Briefe werden selbst zu einem graphischen Schaustück und überraschen in Ton und Wortwahl.
Insgesamt sind ca. 150 originale Ausstellungsobjekte in fünf Räumen zu den üblichen Öffnungszeiten des Schlosses Wernigerode zu erleben.

Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch erschienen, das zum Preis von 19,80 € während der Laufzeit der Ausstellung auf dem Schloß Wernigerode zu erwerben ist.

Rückfragen zur Ausstellung bitte an:
Dr. Christian Juranek, Geschäftsführer Schloß Wernigerode GmbH, Am Schloß 1, 38855 Wernigerode. juranek@schloss-wernigerode.de und schloss-wernigerode


Wettelrode
ErlebnisZentrum Bergbau Röhrigschacht

Am 23. März um 19.00 Uhr geht das Schlemmerquiz 2018 in die zweite Runde. Dann heißt es wieder „Glück Auf und Guten Appetit“ in der Bergmannsklause im ErlebnisZentrum Bergbau Röhrigschacht Wettelrode.
Die Pausen während des 5-Gänge-Schlemmermenüs werden in gewohnt unterhaltsamer Weise mit Quizfragen rund um den Bergbau und die Region ausgefüllt.
Den Gewinnern des Abends winken Souvenirs aus dem Museumsshop und ein Gutschein für das nächste Schlemmerquiz. Das gemeinsam zum Abschluss gesungene Steigerlied gehört natürlich auch zum Programm.
Noch sind Karten erhältlich. Der Vorverkauf (23,50€ pro Person, Getränke nicht inklusive) erfolgt in der Tourist-Information Sangerhausen, Kaltenborner Weg 10 (im Bahnhof), Tel. 03464 19433