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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Aktuelles

Aus den Museen


Auf der Suche nach NS-Raubgut in 17 Museen in Sachsen-Anhalt
Das Erstcheck-Projekt nach NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut hat begonnenen
Nun kann sie losgehen, die Suche nach sogenanntem NS-Raubgut. In 17 Museen in Sachsen-Anhalt wird durch einen sogenannten "Erstcheck" nach NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut – so der Fachausdruck – recherchiert. Damit handelt es sich um das umfangreichste "Erstcheck"-Projekt der Provenienzforschung, das bislang im Bundesland durchgeführt wurde. Es wird vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg sowie dem Land Sachsen-Anhalt finanziert und durch den Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V. umgesetzt.

Provenienzforschung im Museum meint allgemein, die Herkunft der Objekte und ihren Weg in die Sammlung zu erforschen und aufzuklären. Beim Erstcheck im Förderprojekt wird nun nach Anhaltspunkten gesucht, ob in den Sammlungen der Museen Gegenstände vorhanden sind, die Verfolgten des Naziregimes unter Zwang und in Verfolgung entzogen wurden. Im Idealfall kann damit ein erster Schritt gemacht werden, um, vielleicht nach weiteren Recherchen, die rechtmäßigen Eigentümer ausfindig zu machen und gemeinsam faire und gerechte Lösungen zu finden.

Der aktuelle Erstcheck knüpft an das Pilotprojekt an, das 2016/2017 in fünf Museen in Sachsen-Anhalt durchgeführt wurde. Dort hatte der Provenienzforscher Matthias Deinert in kurzer Zeit viele Erkenntnisse zutage gefördert, die die Geschichte der Museen und ihrer Sammlungen sowie die personellen Verflechtungen der Museumsleiter und der örtlichen Akteure in der Zeit des Nationalsozialismus betreffen.

Im aktuellen Projekt wird die Kunsthistorikerin Sabine Breer für zwei Jahre in den Sammlungen und Archivalien der 17 Museen im ganzen Land nach einschlägigen Hinweisen suchen. Beteiligt sind das Museum Schloss Bernburg, das Kreismuseum Bitterfeld, das Museum für Naturkunde und Vorgeschichte in Dessau, das Freilichtmuseum Diesdorf, das Museum Schloß Neuenburg in Freyburg, das Museum Heineanum in Halberstadt, das Prignitz-Museum am Dom Havelberg, Museum im Schloss Lützen, das Kreismuseum Osterburg, die Städtischen Museen in Tangermünde, das Spengler-Museum in Sangerhausen, das Salzlandmuseum in Schönebeck, das Winckelmann-Museum in Stendal, das Börde-Museum Burg Ummendorf, das Museum Schloß Neu-Augustusburg in Weißenfels, das Harzmuseum Wernigerode und das Heimatmuseum im Schloss Zörbig.

Sabine Breer ist sich deshalb sicher: "Für die 17 teilnehmenden Museen versprechen wir uns ebenso neue Erkenntnisse und Ansatzpunkte wie im Vorgängerprojekt. Zudem bietet allein schon die große Zahl der Museen die – wie ich finde – äußerst spannende Aussicht auf einen ersten wichtigen Schritt in Richtung Grundlagen- und Kontextforschung, beispielsweise zum Kunsthandel der NS-Zeit in Sachsen-Anhalt und vielleicht darüber hinaus. Das wäre wirklich wünschenswert, denn gerade der Geschichte der Museen abseits der großen Städte und ihrer Rolle in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur sollte in der Forschung mehr Aufmerksamkeit zuteilwerden.“

KONTAKT
Sabine Breer Wissenschaftliche Mitarbeiterin Provenienzforschung
Diensthandy: 0151 / 654 778 26
E-Mail: provenienzforschung_st@t-online.de


Halberstadt
Der Stollen atmet ab heute Domluft
Spende pro Stollen kommt dem Domschatz zugute

"der Christstollen oder Weihnachtsstollen ist ein brotähnlicher Kuchen, der – dick mit Puderzucker bedeckt – an das gewickelte Christkind erinnern soll.“….so definiert Wikipedia das weihnachtliche Gebäck.

Nach der Erfolgsgeschichte des Halberstädter Domstollens im vergangenen Jahr arbeiten die Bäckermeister Peter Potratz und Mathias Hlady der Halberstädter Bäcker- und Konditoren GmbH bereits seit Sommer an der Verfeinerung der Rezeptur. Ein schwerer Hefeteig, viel gute Butter, Mandeln, Rosinen, Zucker und andere Leckereien gehören zu den Zutaten, die einen guten Stollen ausmachen.

Damit es nun ein echter Domstollen wird, fehlt nach dem Backen nun nur noch eine Zutat, die Domluft. Die bekommen die 2.000 Stollen seit heute, nachdem sie von Peter Potratz und seinen Kollegen in den Remterkeller des Halberstädter Domes gebracht worden sind. Der Remter, ein zweigeschossiger Steinbau, entstand bereits in der ersten Bauphase des Domes im 13. Jahrhundert. Während die Säle im Erd- und Obergeschoss als repräsentativer Versammlungsraum und Speisesaal des Domkapitels genutzt worden sind, wurden im Keller bereits im Mittelalter Lebensmittel gelagert, sicher auch Wein. Verwaltet wurde der Keller vom Cellerarius, dem Kellerer des Domkapitels.
Fünf Wochen werden die weihnachtlichen Gebäcke ruhen, bevor der erste dann zum Adventsläuten am Halberstädter Dom, am 2. Dezember 2017 um 18 Uhr bei einer Andacht angeschnitten und verkostet wird. Danach sind die ganz besonderen Domstollen in den Filialen der Halberstädter Bäcker und Konditoren, auf dem Weihnachtsmarkt am Dom sowie im Domschatz zu erwerben. Dabei kommt pro verkauften Stollen ein Euro der Präsentation des Domschatzes zugute.
Kontakt:
Domschätze Halberstadt und Quedlinburg
Claudia Wyludda M.A.
Domplatz 16a
38820 Halberstadt
Tel. 03941 – 24 23 7
halberstadt@die-domschaetze.de
www.die-domschaetze.de


Halle
Kunstmueum Moritzburg

Die neue thematische Sammlungspräsentation des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) zur Kunst nach 1945 in der Box des Westflügels der Moritzburg konzentriert sich auf Werke der konstruktiv-konkreten Kunst und ihre Übergänge zu Positionen mit serieller, minimalistischer und abstrakter Tendenz aus den Sammlungen des Museums. Mit Werken von El Lissitzky, Erich Buchholz oder Fritz Winter ist diese von der Gegenständlichkeit gänzlich freie Kunst aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bereits in der Präsentation der Moderne I – Kunst von 1900 bis 1945 anzutreffen.
Die neu Sammlungspräsentation setzt damit auch das Thema der aktuellen Sonderausstellung zum Werk von Alexej von Jawlensky und Georges Rouault fort. Vor allem für Jawlensky war das künstlerische Schaffen etwas Meditatives. So sagte er, er meditiere in Farben und Kunst sei eine Sehnsucht nach Gott. Im Laufe seines Lebens gelangte er durch sein insitierendes Befragen des menschlichen Antlitzes zu immer abstrakteren Bildlösungen, die in den 1920er und 1930er Jahren in die Serien der Abstrakten K¨pfe und der Meditationen mündete.
Mitte der 1990er Jahre setzte sich Horst Antes direkt mit Jawlenskys Meditationen auseinander und schuf eine kleine Reihe von Haus-Bildern, die zu seiner zu dieser Zeit aktuellen umfangreichen Serie der Haus-Bilder geh¨ren. Ebenso kann die Serie Anima mundi von IMI Knoebel als eine konsequente Weiterführung der späten Meditationen Jawlenskys betrachtet werden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die ungegenständliche Kunst mit der Rückbesinnung auf die Avantgarden der ersten Jahrhunderthälfte einen breiten internationalen Aufschwung. In der Kunst der DDR gab es jedoch nur wenige Vertreter dieser Positionen, da sie die kulturpolitischen Vorgaben des sozialistischen Realismus ignorierte.
Der in Dresden tätige Hermann Gl¨ckner, der sich schon in den 1930er Jahren der konkreten Kunst zugewandt hatte und dies auch in der DDR fortsetzte, war mit der Konsequenz und Unbeirrbarkeit seines Werkes Anregung und Orientierung für Künstler der folgenden Generation, wie Horst Bartnig (Berlin), Karl-Heinz Adler (Dresden) oder Ludwig Ehrler (Halle/Saale), von denen das Museum ebenso wie von Hermann Glöckner noch in der Zeit der DDR Arbeiten erwarb.
Nach 1990 kamen Werke in die Sammlungen, die die Intentionen der konstruktiven Kunst des 20. Jahrhunderts und der Minimal Art in der Gegenwart fortsetzen, etwa von Edda Jachens, Hanns Schimanski und – zum ersten Mal ausgestellt – Werke von dem in Dessau geborenen und in Düsseldorf lebenden IMI Knoebel, der zu den international renommiertesten deutschen Künstlern gehört und sich seinen Künstlernamen nach dem in Genthin produzierten Waschpulver mit der gerasterten grün-weißen Verpackung gegeben hat.
Diesen Sammlungszuwachs verdankt das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) einer Dauerleihgabe des Landes Sachsen-Anhalt und einer großzügigen privaten Schenkung von Grafiken u. a. von IMI Knoebel und Günther Förg.
Die Ausstellung wird im Laufe des Jahres mit temporären Schwerpunktsetzungen im Kabinett der Westbox zum Werk von Horst Bartnig (06.05. - 27.08.2017, serielle Werke) und Ludwig Ehrler (18.11.2017 – 11.02.2018, serielle Werke) ergänzt.
Die neue Sammlungspräsentation in der Moderne Zwei ist Teil des thematischen Sammlungsrundgangs „Kunst und Religion“. Es finden verschiedene Begleitveranstaltungen, u. a. Künstlergespräche mit Horst Bartnig und Karl-Heinz Adler, statt, über die wir zu gegebener Zeit informieren.

"ziel der konkreten kunst ist es, gegenstände für den geistigen gebrauch zu entwickeln, ähnlich wie der mensch sich gegenstände schafft für den materiellen gebrauch. […] konkrete kunst ist in ihrer letzten konsequenz der reine ausdruck von harmonischem maß und gesetz. sie ordnet systeme und gibt mit künstlerischen mitteln diesen ordnungen das leben."
Max Bill, 1949


Hettstedt
Digital ist besser: Karten und Risse des Mansfeld-Museums online

Im Mansfeld-Museum im Humboldt-Schloss gibt es vieles zu entdecken: Zeugnisse der Industriekultur, Mineralien, Spuren der Familien von Humboldt und von Dacheröden, eine weitläufige Parkanlage, Sonderausstellungen und nicht zuletzt den Nachbau der ersten deutschen Dampfmaschine Watt’scher Bauart. Der umfangreichste Schatz liegt aber vergleichsweise versteckt im Archiv des Museums. Dort lagern etwa 20.000 Pläne und Karten zu Verkehrswegen, Wasserbauten und Kultureinrichtungen aus den Beständen des früheren VEB Mansfeld Kombinats „Wilhelm Pieck“.
Die Kunsthistorikerin Sabine Breer arbeitete seit Sommer 2014 an der Sichtung, Erfassung und Digitalisierung dieser Dokumente. Eine Annäherung an solche überbordenden Bestände erfordert sehr viel Genauigkeit – und deshalb auch Zeit.
Ein bedeutender Teil der Materialien steht im Bezug zur Mansfelder Bergwerksbahn. Sie wurde als Werksbahn des Mansfeld-Unternehmens ab 1880 errichtet und gilt als älteste von Lokomotiven betriebene Schmalspurbahn Deutschlands. Die Strecke war für die Transporte zwischen der Schächten und Hütten im Mansfelder Kupferreviers unverzichtbar. Mit dem Ende des Kupferbergbaus verlor sie ihre ursprüngliche Bedeutung. Seit 1990 wird sie als Museumsbahn weitergeführt.
Damit ist die Mansfelder Bergwerksbahn von überregionaler Relevanz für die Industriegeschichte. Um dem gerecht zu werden, wurden nun einige wichtige Risse aus dem Bestand des Mansfeld-Museums unter www.museumdigital.de öffentlich zugänglich gemacht. Es handelt sich um Pläne, die den Auf- und Ausbau des Streckennetzes mit den dazugehörigen Bauten detailliert dokumentieren. Situationspläne etwa lassen den Streckenverlauf nachvollziehen. Grund- und Aufrisse beschreiben Gebäude oder Brücken in allen Details. Die Veröffentlichung der Bestände auf der Website soll sukzessive fortgesetzt werden. Damit gibt es nun einen Ausgangspunkt für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Thema. Diese kann vor Ort im Mansfeld-Museum vertieft werden. Auch eine für den Sommer in Hettstedt geplante Ausstellung zur Innovationsgeschichte des Mansfelder Landes wird – neben Dampfmaschine oder Schnellkochtopf – die Bedeutung der Mansfelder Bergwerksbahn herausstellen.


Himmlisch kreativ im alten Gemäuer
Naumburger Dom beteiligt sich an "Weihnachtliches in den Höfen"

In den vergangen Jahren ist es zur Tradition geworden, am ersten Advents-Wochenende auch am Naumburger Dom vorbeizuschauen. Zu "Weihnachtliches in den Höfen“ am 02. und 03.12.2017 erstrahlt der Kreuzgang des Doms in einem zauberhaften Ambiente und lädt zum Flanieren, Bummeln, Kaufen oder zum Verweilen bei Glühwein und anderen kulinarischen Angeboten ein.
Vom Kerzendrehen über Kunsthandwerk, Keramik und einzigartigen Schmuck, von künstlerischen Holzarbeiten über Wollarbeiten bis Käse und Gebäck wird für viele „Geschmäcker“ etwas geboten.

Und nicht nur das! Auch Mitmachen ist erwünscht.
Die KinderDomBauhütte ist mit einem Aktions-Stand vertreten. In kurzer Zeit können Kinder und Erwachsene eigene Glasanhänger kreieren oder einen persönlichen Schutzengel aus bunten Perlen fertigen. Als Weihnachtschmuck oder sogar als Kettenanhänger verwendet, können diese wunderbare Präsente für Freunde und Familie sein.

Was wird noch geboten?
Besonderes "Bonbon“: Nur an diesem beiden Tagen kann der Naumburger Dom zu einem ermäßigten Eintritt besichtigt werden. Die Vereinigten Domstifter gewähren 20 Prozent Nachlass auf den regulären Eintrittspreis. Warum also nicht den Besuch des Kreuzgangs mit einem Besuch des Doms kombinieren und sich im Inneren z.B. die liebevoll hergerichtete Weihnachtskrippe (Alois Lindauer, um 1920) anschauen.

Einen musikalischen Höhepunkt gibt es am Samstag, 02.12.2017, 18:00 Uhr, im Naumburger Dom. Schulkinder der evangelischen Domschule St. Martin gestalten die 1. Musikalische Adventsandacht. Nehmen Sie sich 30 Minuten Zeit, um dem Trubel der Stadt zu entfliehen und ein wenig zu innerer Ruhe zu finden.

KONTAKT
Besucherservice Naumburger Dom
Domplatz 16/17 | 06618 Naumburg
Tel. (03445) 23 01-133 oder -120
E-Mail: fuehrung@naumburger-dom.de


Lyonel-Feininger-Galerie
Stiftung Karl Völker

Die "Stiftung Karl Völker" wird am 17.10.2017, um 11 Uhr an die Lyonel-Feininger-Galerie übergehen. Die Vertragsunterzeichnung zwischen dem Generaldirektor der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Dr. Christian Philipsen, und den Stiftern, Christel Oehmichen und Klaus Völker, erfolgt im Beisein des Direktors Michael Freitag und dem Vorstand des Fördervereins der Galerie in Quedlinburg.

Was am 21. November 2014 mit der Eröffnung der Ausstellung "Gut zum Druck. Die Stiftung Karl Völker“ in der Lyonel-Feininger-Galerie begann, findet mit der offiziellen Vertragsunterzeichnung der Stiftung seinen Abschluss. Aus dem Nachlass des Künstlers Karl Völker wird mit der Stiftung die Sammlung der Galerie bereichert. Es handelt sich dabei um 41 Druckstöcke für Holz- und Linolschnitte sowie um 163 Radierplatten aus allen Schaffensphasen des Künstlers.

Karl Völker (1889–1962) war ein Zeitgenosse von Lyonel Feininger (1871–1956). Ohne die Individualität der Werke miteinander vergleichen zu wollen, haben beide Künstler in Sachsen-Anhalt wesentliche Passagen ihres Schaffens entfaltet. Der eine im Kontext des Dessauer Bauhauses wirkend, der andere vor allem in Halle/Saale, leisteten sie einen je eigenen Beitrag zur Durchsetzung der Moderne in der Kunstgeschichte des Landes.

Bedeutende Werke von Feininger und Völker befinden sich im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) und mit der Stiftung aus Völkers Nachlass, neben der Feininger-Sammlung von Dr. Hermann Klumpp, jetzt auch in der Quedlinburger Galerie. Dabei spielt der Holzschnitt eine herausragende Rolle. Feininger arbeitete in diesem Medium zwischen 1918 und 1921 sein einzigartiges Sprachsystem aus, Völker zwischen 1923 und 1925 vor allem seine in ihrer formalen Radikalität singulär dastehende politische Grafik.

Der übergreifende Kontext prädestiniert die Lyonel-Feininger-Galerie für die Stiftung Karl Völker. Sie bereichert den wertvollen Bestand, stärkt vor allem jedoch die konzeptionelle Neuausrichtung der Galerie zu einem "Museum für grafische Künste".

Der Tag der Vertragsunterzeichnung am 17.10. ist zugleich der 128. Geburtstag von Karl Völker.


Naumburg
Weihnachtsfeier mal anders

Sie sind noch auf der Suche nach einer Weihnachtsfeier mit besonderem Flair? In der Naumburger KinderDomBauhütte können Sie eine Bauhüttenweihnacht im historischen Ambiente erleben.

Ihre unvergleichliche Weihnachtsfeier beginnt mit einem Rundgang durch die historischen Gemäuer des Naumburger Doms. Hier erfahren Sie, wie die mittelalterlichen Baumeister ihre herausragenden Werke erschufen. In der KinderDomBauhütte wärmen Sie sich bei einem Pott Glühwein auf, um für die Fertigung Ihrer ganz persönlichen Kunstwerke gerüstet zu sein. Schlüpfen Sie schließlich in die Rolle eines mittelalterlichen Künstlers und erproben Sie die eigene Tauglichkeit als Glaser. Genießen Sie dabei die besondere Atmosphäre und lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf.

Sie haben die Möglichkeit aus zwei Projektangeboten zu wählen:
ANGEBOT I "Himmlisches Licht"
Während der praktischen Tätigkeit werden kleine, verschieden geformte Schmuckanhänger aus Glas gefertigt. Hierbei können Sie sich im Schneiden, Brechen und Schleifen des empfindlichen Baumaterials ausprobieren.
150 min | 14 € p.P. inkl. Pott Glühwein

ANGEBOT II "Schillernde Weihnacht in der Glaswerkstatt"
In diesem Angebot schaffen Sie sich Ihren persönlichen schillernden Weihnachtsstern aus Glas. Hierfür gilt es verschiedenfarbige Glasstücke zu fertigen, die abschließend zu einem Stern verlötet werden.
180 min | 18 € p.P. inkl. Pott Glühwein

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in der KinderDomBauhütte.
Information, Terminanfragen und Buchung
Besucherservice Naumburger Dom | Jessica Buchwald B.A.
Tel.: 03445 / 23 01 120 oder -133
Fax: 03445 / 23 01 134
E-Mail: kinderdombauhuette@naumburger-dom.de
naumburger-dom


Stolberg
Supermann Luther

Die "Alte Münze" in Stolberg hat sich zum Reformationsjubiläum etwas Besonderes ausgedacht. Das Museum brachte eine Münze heraus, die Martin Luther als Superman zeigt. Stolberg gehört zu den Orten in Sachsen-Anhalt, in denen der Reformator gepredigt hat. Zudem sei er, so das Museum, ein Superheld seiner Zeit gewesen.


Umfangreichere Aufgaben – neuer Name:
Aus der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt wird die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt
Ab dem 1. April 2017 lautet der neue Name ‚Kulturstiftung Sachsen-Anhalt‘

Der alte Name stand für die Aufgaben der Stiftung bei ihrer Gründung, für Denkmalpflege und Bauerhalt in den Domen und Schlössern. Seitdem sind die Aufgaben und die Anzahl der anvertrauten Denkmale gewachsen. Zuletzt ging mit der Stiftungsstrukturreform des Landes Sachsen-Anhalt im Januar 2014 eine einschneidende Aufgabenerweiterung einher. Spätestens ab diesem Zeitpunkt bildete der alte Name nur mehr einen Teil des umfangreichen Aufgabengebietes ab.

Zur heutigen Stiftung mit 18 Denkmalen aus 1200 Jahren gehören nicht nur die Dome und die Schlösser, sondern auch 4 mittelalterliche Burgen, 2 Klöster, der einzigartige Domschatz Halberstadt, das Landeskunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), Musikakademie und Museum Kloster Michaelstein sowie das einzige Lyonel-Feininger-Museum der Welt.

Diese Bandbreite – historisch von den Ottonen bis zur klassischen Moderne, thematisch von Sammeln, Bewahren, Ausstellen im Museum über kulturelle Bildung und wissenschaftliche Forschung bis hin zu Musikausbildung und Konzertbetrieb – benötigt einen neuen Namen. Das bestätigten auch Besucherbefragungen im vergangenen Jahr. Und so heißt die Stiftung ab dem 1.4.2017 Kulturstiftung Sachsen-Anhalt.

"Der Name Kulturstiftung Sachsen-Anhalt würdigt die Dienstleistungen für eine Reihe anderer Stiftungen und fokussiert auf die besondere Bedeutung als größte Kulturstiftung des öffentlichen Rechts des Landes Sachsen-Anhalt, die entscheidend zur kulturellen Identität des Landes beiträgt", so Staats- und Kulturminister Robra.

Alle Arbeitsgebiete der Stiftung finden sich in dem Namen wieder und rücken dadurch noch näher zusammen. Zugleich schärft die alte Stiftung mit neuem Namen [KST] ihre Identität auch nach außen durch ein neues Corporate Design, das die einzelnen Häuser und Einrichtungen durch das neue Logo der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt visuell verbindet.


Wernigerode
Schloß Wernigerode freut sich über steigende Besucherzahlen auf hohem Niveau

Wahrzeichen Wernigerodes ist das meistbesuchte Museum in Sachsen-Anhalt

Der Geschäftsführer der Schloß Wernigerode GmbH Dr. Christian Juranek kann auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurückblicken. Knapp 206.000 Besucher haben im vergangenen Jahr das Schloß besucht – und damit rund 10.000 Gäste mehr als 2015. Damit gehört das Schloß Wernigerode zur Spitzengruppe (5 %) der besucherstärksten Museen der statistisch erfassten Museen in Deutschland. Unangefochten bleibt das Schloß Wernigerode an erster Stelle als meistbesuchtes Museum in der Harzregion und in ganz Sachsen-Anhalt.

Auch wenn die stärkste Besuchergruppe deutsche Touristen darstellen, erfreut sich das Wahrzeichen Wernigerodes auch steigender Beliebtheit bei ausländischen Gästen: Spitzenreiter sind hier die skandinavischen Länder, Niederländer und Briten, mit einer steigenden Anzahl aus dem russischen, polnischen und tschechischem Raum. Über das ganze Jahr verteilt wurden aber auch Gäste aus den USA, China, Südamerika, Indien, Japan und vielen weiteren Ländern begrüßt.

Zum Erfolg des Hauses, so Dr. Juranek, trägt neben einer gewissen Korrelation zu den allgemeinen Besuchszahlen Wernigerodes, auch das breit gefächerte Veranstaltungs- und Führungsangebot bei. Insgesamt führten die Mitarbeiter unter der Leitung von Schloßkustodin Eva-Maria Hasert 27.500 Interessierte durch die Schloßräume. Neben den klassischen Führungen ist besonders die Turm- und Gewölbeführung bei den Gästen beliebt. Die Märchenführungen erfreuten rund 550 kleine Besucher. Die SchloßFestspiele, die Sonderausstellungen zum „Schmuck der Maharajas“ sowie zur derzeit noch laufenden „Chinesischen Hinterglasmalerei“ und Veranstaltungshöhepunkte wie SchloßWalpurgis, SchloßWinter (über 10.000 Besucher) oder auch die SchloßRocknacht lockten unterschiedliche Besuchergruppen an.

Ungebrochen ist der Wunsch, sich das Ja-Wort im Schloß zu geben. 50 Paare ließen sich im vergangenen Jahr standesamtlich oder kirchlich in der romantischen Schloßatmosphäre trauen.