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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Museen Sachsen-Anhalts

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Archäologisches Museum

Halle

Außenansicht des Robertinum am Universitätsplatz, in dem sich das Archäologische Museum befindet Innenansicht des Museums Römisches Zimmer Panathenäische Amphore, 562/558 v. Chr. Chimäre von Arrezzo, etruskische Bronzeplastik, um 400 v. Chr., Florenz, (Bronzenachbildung)

Die archäologische Lehrsammlung der Universität Halle trägt seit ihrer Gründung 1845 den Charakter eines öffentlichen Museums. Sie befindet sich bis heute in den Räumen des 1891 eigens errichteten Gebäudes, das den Namen seines langjährigen Direktors Carl Robert (1850- 1922) führt.
In der Ausstellung werden die originalen Zeugnisse antiker Kleinkunst – Vasen, Terrakottafiguren, Bronzestatuetten und Bronzeschmuck, Fragmente marmorner Grab- und Votivplastik, Bruchstücke von Fresken und Mosaiken – ergänzt durch Gipsabgüsse bedeutender großplastischer Bildwerke, Aquarellreproduktionen pompejanischer Wandgemälde und galvanoplastische Nachbildungen von Münzen und Goldgefäßen gezeigt. Dieses breite Spektrum von Kunsterzeugissen und Gebrauchsgegenständen vermittelt einen Eindruck von der Entwicklung der Kulturen des alten Griechenlands, Roms und Ägyptens.

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Sonderausstellungen

Sonderausstellung vom 05.07.2019 bis 12.12.2019
Im Angesicht der Gottheit. Kultbilder in der antiken Religion

Götterbilde spielten in Kult und Religion der griechisch-römischen Antike eine zentrale Rolle. Sie waren Gegenstand der rituellen Verehrung und führten den Menschen die Macht und Wirkung höherer Wesen eindrücklich vor Augen. Ihr Anspruch konnte über den Schmuck und die Verwendung von wertvollen Materialien, aber auch die Ausmaße oder ein besonderes Alter vermittelt werden. Monumentale Tempel bildeten die Wohnstatt der Statuen und der durch sie repräsentierten Gottheiten. Originalfunde, Nachbildungen, Darstellungen auf Münzen und Vasen sowie antike Schriftquellen ermöglichen es, prominente Kultbilder zu rekonstruieren und ihre Aussagen zu erfassen.

Anhand eigener Museumsbestände (Gipsabgüsse, Vasen, Münzen) zeigt die von Studierenden mitgestaltete Ausstellung Götterbilder, die eine besondere Bedeutung im Kultgeschehen hatten oder eine Vorstellung von göttlichen Eigenschaften im antiken Betrachter hervorriefen. Die Objekte werden durch historische Farbrekonstruktionen von Gold- und Elfenbeinstatuen aus zwei Werken des Kunstgelehrten Antoine Chrystome Quatremere de Quincy (1755-1849) ergänzt, die von der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt (Halle) zur Verfügung gestellt werden.