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Museumsverband Sachsen-Anhalt

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Bismarck-Museum Schönhausen

Schönhausen

Bismarck-Museum Schönhausen

Das 1998 mit Hilfe von Fördermitteln des Landes Sachsen-Anhalt eingerichtete Bismarckmuseum Schönhausen ist seit 2007 eine Außenstelle der Otto-von-Bismarck-Stiftung. Letztere ist eine von fünf Politikergedenkstiftungen des Bundes, deren Aufgabe es ist, an einem authentischen historischen Ort über den Lebensweg, das Denken und das politische Erbe bedeutender deutscher Staatsmänner zu informieren und differenziert die Hintergründe ihrer jeweiligen Epoche zu beleuchten. Hauptsitz der Otto-von-Bismarck-Stiftung ist Friedrichsruh bei Hamburg, der Ort, an dem Bismarck starb und beigesetzt wurde.

Das Ensemble historischer Stätten in Schönhausen bietet eine Grundvoraussetzung für die Umsetzung des Stiftungsauftrags: Die erhaltenen und aufwendig restaurierten Teile des Geburtshauses Otto von Bismarck („Schloss I“), die romanische Kirche, in der er getauft wurde, sowie ein weiteres erhaltenes Gutshaus („Schloss II“) aus dem Besitz der Familie von Bismarck lassen als sichtbare Zeugnisse der Vergangenheit Geschichte anschaulich werden.

Eine weitere Grundlage für die Bildungsarbeit stellt das Museum dar. Es befindet sich im verbliebenen Seitenflügel des 1958 gesprengten „Schlosses I“. Die in der Ausstellung präsentierten Objekte stammen zu einem Großteil aus jenem Museum, welches noch zu Lebzeiten Bismarcks 1891 im Schönhauser „Schloss I“ eingerichtet wurde, bis 1948 besichtigt werden konnte und dessen Bestände danach auf verschiedene Museen verteilt wurden.

Bei den Ausstellungsstücken handelt es sich vor allem um dem Reichskanzler als Ausdruck der Wertschätzung überreichte Geschenke. Unter ihnen befinden sich auch kaiserliche Gaben, oft mit Hinweis auf bedeutende historische Ereignisse. Einige persönliche Gegenstände, zahlreiche Ehrenbürgerurkunden und Glückwunschadressen ergänzen die Ausstellung. Die Exponate zeugen von Zeitgeschmack und Ästhetik der Epoche.

Seit 2000 zeigt das Museum außerdem die größte Sammlung von auf den ersten deutschen Reichskanzler geprägten Medaillen im öffentlichen Besitz. Die rund 250 Medaillen, Klippen und Plaketten umfassende Sammlung wurde ebenfalls durch das Land Sachsen-Anhalt erworben und steht dem Museum als Leihgabe zur Verfügung. Wie die Geschenksammlung vermittelt sie einen Eindruck von dem zeitgenössischen Kult um den als „Reichsgründer“ verehrten Staatsmann und ist Anknüpfpunkt, um Fragen an die deutsche und europäische Geschichte zu stellen.