Kontakt/Impressum | english

Museumsverband Sachsen-Anhalt

Museen Sachsen-Anhalts

Gedenkstätte für die Opfer des Konzentrationslagers Langenstein-Zwieberge

Langenstein

Blick in den Stollen, 2012 Die Dauerausstellung, 2015

Im März 1944 begann das Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion mit der Vorbereitung der Untertageverlagerung von Rüstungsproduktion in die Thekenberge bei Halberstadt (Deckname „Malachit“). Die SS ließ dafür im April 1944 ein Außenlager des KZ Buchenwald nahe dem kleinen Ort Langenstein errichten. Die Mehrzahl der insgesamt etwa 7.000 Häftlinge aus 23 Ländern musste mit primitivsten Mitteln das Gestein aus dem Berg brechen, um 13 km Stollen auszubauen. Am 9. April 1945 evakuierte die SS das Lager und trieb die Häftlinge auf einen Todesmarsch. Zwei Tage später erreichten US-amerikanische Truppen das Lager.
Seit 1949 erinnert eine Gedenkstätte an die Opfer des KZ Langenstein-Zwieberge. Sie umfasst das ehemalige Lagergelände, ein Verwaltungs- und Ausstellungsgebäude sowie die begrenzte Möglichkeit des Zugangs zu 120 Metern des Stollensystems.

Die pädagogischen Angebote umfassen nicht nur die Geschichte des Lagers im Kontext nationalsozialistischer Rüstungsproduktion, sondern auch die Einzelschicksale der Häftlinge. Dazu kommt auf Grund des langjährigen Bestehens der Gedenkstätte die Möglichkeit, Gedenk- und Erinnerungskultur in ihrer Veränderung über mehr als sechs Jahrzehnte hinweg zu reflektieren.
In der konkreten Umsetzung der Angebote werden nach vorheriger Absprache gern Alter, Herkunft, Schulform und Lebenswelt der Besucher.
Hinweis: Die teilweise beträchtlichen räumlichen Entfernungen auf dem ehemaligen Lagergelände bzw. vom Besucher- und Dokumentationszentrum zum zugänglichen Stollenabschnitt erfordern einen entsprechenden Zeitaufwand.

© Alle Bilder Fotosammlung Gedenkstätte für die Opfer des KZ Langenstein-Zwieberge