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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Museen Sachsen-Anhalts

Museum für Naturkunde

Magdeburg

Museum für Naturkunde Eisvogel Blick in die Ausstellung

Das Museum zeigt, wie die Erde entstanden ist.
Und wie das Leben auf der Erde entstanden ist.

Die Tiere sind verschieden:
Manche leben im Wasser.
Manche leben auf dem Boden.
Und manche können fliegen.

Die Tiere haben sich über sehr lange Zeit verändert.
Manche Tiere gibt es nicht mehr.

Das Museum zeigt auch die Natur bei uns.
Es zeigt Tiere-Präparate aus Sachsen-Anhalt.

Die mineralogische Ausstellung "Von Amethyst bis Zinnober" zeigt über 400 verschiedene Mineralstufen. Im Ausstellungsteil fragmenta diluviana - Ausgestorbenes Leben vor und in der Eiszeit wird vom Ammoniten bis zum Mammut die wechselhafte Entwicklungsgeschichte des Lebens erklärt und können die beeindruckenden Skelette von Plateosaurus und Riesenhirsch bestaunt werden.

In der Ausstellung "Im Reich von Biber und Reiher - Lebensraum Mittlere Elbe" wird der Lebensraum vor den Toren der Stadt Magdeburg, die Mittlere Elbaue vorgestellt. Aufwändig gestaltete Dioramen vermitteln Einblicke in die Artenvielfalt dieses Lebensraumes mit Seeadler, Fischotter und Biber. Die Nutzung der Aue durch den Menschen und die Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht wird besonders eingegangen. Weitere Ausstellungsteile beschäftigen sich mit unserer Einheimischen Tierwelt und der Wunderwelt der Insekten.

Sonderausstellungen

Sonderausstellung vom 14.08.2020 bis 24.01.2021
Pilze – Netzwerker der Natur

Pilze gehören zu einer höchst interessanten Organismengruppe. Sie zeigen sowohl Merkmale von Pflanzen als auch von Tieren und bilden taxonomisch gesehen ein eigenes Reich. Jeder kennt Pilze. Wobei das, was man gewöhnlich als Pilz bezeichnet, nur der Fortpflanzung dienende Fruchtkörper ist. Der eigentliche Pilz, das Myzel wächst meist versteckt für den Betrachter z.B. im Waldboden, in abgestorbenen Baumstämmen oder allgemeiner in einem geeigneten Pilzsubstrat. Pilze ernähren sich von organischer Substanz. Sie können tote organische Biomasse zersetzten und sind wichtige Netzwerker im Stoffkreislauf unserer Biosphäre.

Passend zur kommenden Pilzsaison nimmt die neue Sonderausstellung im Museum für Naturkunde Magdeburg Pilze unter die Lupe. Berichtet wird von mikroskopisch kleinen und mehrere Meter großen Arten, von ihrer Rolle in der Heilkunst oder als Veredler von Speisen, von essbaren und giftigen und anderweitig gefährlichen Vertretern, die krankmachen oder gar töten können.

Das faszinierende an der Ausstellung sind die einzigartigen Pilzmodelle von Lilo und Klaus Wechsler aus Bremen, die man von einem echten lebenden Pilzkörper kaum unterscheiden kann. Arrangiert in unterschiedlichen Lebensräumen wie Nadel- oder Auwald, vermitteln sie ein authentisches Bild über die Vielgestaltigkeit dort vorkommender Pilzarten. Das Präparatorenpaar hat in rund 30 Jahren die Kunst der Pilzabgüsse im Silikonkautschukverfahren perfektioniert und sich bei Ausstellungsbesuchern wie Pilzexperten hohes Ansehen erarbeitet.

Über die Jahre sind 1850 Pilzpräparate von 200 Arten bei den Wechslers aus Bremen zusammengekommen, von denen das Museum jetzt auf der 135 qm großen Ausstellungsfläche mehr als 300 Präparate von 180 Pilzarten zeigt. Das Abgussverfahren zur Herstellung des Grundkörpers für die Pilzmodelle ist aufwendig und kostenintensiv. Für einen Steinpilz entstehen allein für das Negativmaterial Kosten von bis zu 500 Euro. Hinzu kommen Farben, Werkzeuge und natürlich die vielen Arbeitsstunden. Zum Problem wird vor allem der Schwefel in den Fruchtkörpern, mit dem Pilze in der freien Natur andere Vertreter ihrer Gruppe auf Abstand halten, der aber auf dem Präparationstisch den Kautschuk chemisch beeinflusst und beim Abguss schmierig macht. Dank der professionellen Erfahrung von Klaus Wechsler gelingen ihm heute 9 von 10 Abgusspoben.