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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Erstcheck Provenienzforschung nach NS-Raubgut in Museen in Sachsen-Anhalt



Von Oktober 2016 bis Februar 2017 förderte das Deutsche Zentrum für Kulturgutverluste (DZK) in Magdeburg die systematische wissenschaftliche Suche nach ersten Hinweisen auf NS-Raubgut (Erstcheck) in Beständen mittlerer und kleinerer Museen in Sachsen-Anhalt. Der Erstcheck ist eine vom Museumsverband des Landes Brandenburg e.V. in Zusammenarbeit mit dem DZK entwickelte Methode für mittlere und kleine Museen. Er stellt eine Vorprüfung dar mit dem Ziel, Hinweise auf die Frage zu finden, ob eine vertiefte Provenienzforschung zu Beständen des jeweiligen Museums angezeigt ist.

Das auf fünf Monate angelegte Projekt startete im Städtischen Museum Aschersleben. Es beteiligten sich außerdem das Gleimhaus in Halberstadt, das Johann-Friedrich-Danneil-Museum in Salzwedel, das Altmärkische Museum in Stendal und das Museum Schloss Moritzburg in Zeitz. Träger des Projekts war der Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V. Mit der Durchführung des Projekts wurde der Provenienzforscher Mathias Deinert beauftragt. Die Museen wurden selbstverständlich über die Ergebnisse des Erstchecks zu ihren Beständen informiert. Für einige Museen führte darüber hinaus die andere Sichtweise des Provenienzforschers zudem zu einem Kennenlernen neuer Forschungsmethoden und Fragestellungen, aber vor allem auch zu neuen Erkenntnissen zur Geschichte des Museums in der NS-Zeit.

In einer Informationsveranstaltung des DZK im Kulturhistorischen Museum Magdeburg am 12.12.2016 stellte Mathias Deinert erste Zwischenergebnisse vor. Das Projekt wurde intensiv in der Presse dargestellt.

Der Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V. dankt dem Städte- und Gemeindebund Sachsen-Anhalt für die unterstützende Begleitung des Projekts bei den kommunalen Trägern der Museen.