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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Erste Hilfe für die Museumsarbeit

M


Museumsdefinition
Der Internationale Museumsrat ICOM definiert ein Museum wie folgt:
„Ein Museum ist eine gemeinnützige, ständige, der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtung, die zu Studien-, Bildungs- und Unterhaltungszwecken materielle Zeugnisse von Menschen und ihrer Umwelt beschafft, bewahrt, erforscht, bekannt macht und ausstellt."
Quelle: ICOM, Ethische Richtlinien für Museen (Code of ethics for museums, 1986, 1001). – Berlin: ICOM-D; Wien: ICOM-A; Zürich: ICOM-CH, 2003. S.18.

Wesentliche Merkmale eines Museums sind also: Zu Museen zählen daher nicht:

Museumskonzept
Bausteine für eine Museumskonzeption

A. Hinweise
Im Rahmen der Beratungstätigkeit des Verbandes wird immer wieder die Frage nach einer Gliederung für ein Museumskonzept erstellt. Die nachfolgenden Ausführungen sind Ergebnisse aus dieser Tätigkeit. Ausdrücklich sei an dieser Stelle vorweggeschickt, dass die nachfolgenden „Bausteine" lediglich als Empfehlungen für die Erstellung einer Museumskonzeption zu verstehen sind. Je nach Erfordernis und Bedeutung der Einrichtung erhalten sie unterschiedliche Gewichtungen oder bedürfen eventuell auch keinerlei Berücksichtigung. Es gibt keine Vorgaben für Umfang bzw. Mindestseitenzahl. Über Hinweise und Anregungen zu dieser Konzeption würde ich mich freuen.

Warum werden Museumskonzeptionen überhaupt gemacht?
In der Regel dient eine Museumskonzeption als Entscheidungsgrundlage für die Entwicklung einer Einrichtung. Daraus werden die notwendigen Finanz- und Personalmittel abgeleitet. Eine Museumskonzeption geht daher über ein Ausstellungs- und Sammlungskonzept hinaus, da sie versuchen, das Museum in all seinen Aufträgen (Sammeln, Forschen, Bewahren, Ausstellen/Vermitteln) und Funktionen zu erfassen und seine Entwicklung aufzuzeigen.
Aus diesem Grund erfordert eine Museumskonzeption sehr viel Arbeit und zieht oft auch zahlreiche Diskussionen im Museum und im öffentlichen Raum nach sich. Da ein Museum auf Generationen angelegt ist, sind Museumskonzeptionen nie statisch, sondern bedürfen immer wieder einer Fortschreibung.

Sechs „Goldene Regeln"
  1. Bevor Sie „das Rad neu erfinden", prüfen Sie, ob Ihre Vorgänger nicht bereits Konzeptionen oder Ideen zum Museum schriftlich niedergelegt haben.
  2. Entscheidend für eine Museumskonzeption ist, dass eine logische Abfolge, der berühmte „rote Faden" sichtbar bleibt.
  3. Die Konzeption ist für Dritte bereits in ihrer äußeren Gestaltung übersichtlich anzulegen.
  4. Bei der Erarbeitung sollten Sie die Zielgruppe(n) der Konzeption immer im Hinterkopf haben, damit diese auch Ihre Anliegen nachvollziehen können.
  5. Sprachliche Verständlichkeit und vermeiden von „Fachchinesisch" sind selbstverständlich!
  6. Versuchen Sie, den Umfang auf das Wesentliche zu begrenzen. Wenn das aus Ihrer Sicht nicht möglich ist, arbeiten Sie mit Zusammenfassungen. Bedenken Sie, die Personen, die über die Konzeption entscheiden sollen, haben erfahrungsgemäß nicht viel Zeit, um zu lesen!

B. Die Bausteine
1. Auftragsbedingungen 2. Beschreibung einer Vision zur Museumsentwicklung

3. Stärke/Schwäche Analyse des Museums 4. Analyse des Umfeldes

5. Zusammenfassung der Ergebnisse aus 3 und 4

6. Beschreibung der wichtigsten konkreten Ziele und ihrer Realisierungsschritte zur Umsetzung der Vision mit Zeit- und Kostenplan

7. Zusammenfassung
Je nach Umfang der Konzeption kann es sehr sinnvoll sein, die Zusammenfassung als Ergebnis für die Leser voranzustellen. Da die Personen, die über die Konzeption entscheiden sollen, erfahrungsgemäß nicht viel Zeit haben, um sich umfassend zu informieren.

1x1 Was Heimatstuben alles wissen müssen"
Basisbegriffe zur Inventarisierung historischer Kleidung"
siehe Publikationen

Museumspädagogik
Hierunter wird die Vermittlung der Ausstellungen und Sammlungen an die Besucher verstanden. Einen Informationsaustausch bietet der Bundesverband Museumspädagogik unter www.museumspaedagogik.org