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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Museen Sachsen-Anhalts

Museum Petersberg

Petersberg

Hauptgebäude, Hof und Museum Eingang Museum Petersberg Die Blechspielwarenfabrik Jos. Kraus & Co. in Nürnberg Die Blechspielwarenfabrik Jos. Kraus & Co. in Nürnberg Schulprojekt

Das Museum Petersberg befindet sich in einem 1752 erbauten Vierseitgehöft im Erholungsgebiet Das Museum befindet sich in einem 1752 erbauten Vierseitgehöft im Erholungsgebiet Petersberg ca. 12 km nördlich von Halle. Ehemals dienten Haupt- und Nebengebäude als königlich-preußisches Forsthaus. Der Besucher erfährt hier einiges über die Geschichte des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstiftes auf dem Petersberg und den Stammvater des sächsischen Könighauses Konrad von Wettin (1098 – 1157).

Weitere Ausstellungen informieren über die Kultur- und Sozialgeschichte und das dörfliche Handwerk im 18., 19. Und frühem 20. Jahrhunderts des ehemaligen Saalkreises. Eine interaktive Ausstellung beschäftigt sich mit der Geschichte der Blechspielwarenfabrik Josef Kraus & Co. in Nürnberg. Das Museum bietet seinen Besuchern im Jahresverlauf eine große Anzahl von Sonderausstellungen und weiteren Veranstaltungen.
Im Anschluss an den Museumsbesuch ist ein Gang zur Stiftskirche St. Petrus empfehlenswert.

Sammlungen bei museum-digital

Sonderausstellungen

Sonderausstellung vom 25.01.2020 bis 23.02.2020
Bilder des Waldes
Malerei von Dorothea Fuhrmann und Jan-Peter Aurich, Ernst-Ulrich Jacobi, Peter Loose, Annekatrin Müller, Volker Seifert sowie Hendrik Tauché

Vom 25. Januar bis zum 23. Februar 2020 zeigen die Galerie KunstLandschaft und der GalerieVerlag Mitteldeutschland – sie haben beide ihren Sitz in Halle – Werke der sieben Künstler Dorothea Fuhrmann, Annekatrin Müller, Jan-Peter Aurich, Hendrik Tuché, Ernt-Ulrich Jacobi, Peter Loose und Volker Seifert.

Die Ausstellung widmet sich der Thematik "Bilder des Waldes“. Sieben Maler und zwei Holzbildhauer werden in faszinierender künstlerischer Breite insgesamt über 100 Werke im Museum Petersberg präsentieren.
Maler haben in neuer, alter und ältester Zeit immer wieder dieses flirrende Spiel seines Blättermeeres auf die Leinwand gebannt. Immer waren es Bilder, die das Naturverständnis ihrer Zeit spiegelten. Der Wald und seine Bäume sind dem Menschen ein Synonym für Natur und Ursprünglichkeit und waren ihm jahrhundertelang unheimlich und doch vertraut. Heute ist das Thema wieder aktuell – vielerorts stirbt der Wald aus verschiedensten Gründen.

Künstlerisch wertvolle Waldlandschaften zu malen, ist eine ganz besondere Herausforderung. Das plakative "Abmalen“ des Waldes ist hier nicht gemeint. Der Künstler kann sich zunächst an nichts "festhalten“, von keiner konkreten Form ausgehen – er ist aufgefordert eine Farb- und Formkomposition zu finden, die in einer ganz bestimmten, den Betrachter einbeziehenden, Stimmung münden wird. Wie transportiert er das vielschichtige menschliche Empfinden beim Anschauen einer Waldlandschaft, welches über das eigentliche Sehen und Erkennen weit hinausgeht?

Dorothea Fuhrmann schafft Bilder des Waldes, in der wir unsere persönliche Beziehung zu der Natur klären, und unsere Wahrnehmungsfähigkeit schulen können. In der Malerei von Annekatrin Müller stehen mystische Ausdrucksformen im Vordergrund und Hendrik Tauché erzählt mit seinen Bildkompositionen Geschichten und Märchen, die der Wald erzeugt. Der Dresdner Jan-Peter Aurich lehnt sich an die Meister der Romatik an, zeigt aber auch Bilder mit hohen Abstraktionsformen.
Mit seinen kraftvollen, ebenfalls stark abstrahierten Bildkompositionen führt uns Ernst-Ulrich Jacobi den wilden und teilweise urwaldhaften Oberharz vor Augen. Ganz anders die Pastelle von Peter Loose. Schon die Maltechnik Pastell weist auf Bilder hin, die durch farblich fein abgestufte Kompositionen Stimmungen wiedergeben, die die Natur dem Maler schenkte.
Die Ölbilder von Volker Seifert erfassen den Wald als eine Gesamtstimmung. Das Detail versenkt sich, löst sich in dem gesamten Bildraum auf, und formt sich mit anderen Details zu einem Ganzen.

Holzskulpturen von Clemens Reichstein und Ernst-Ulrich Jacobi geben dieser Ausstellung noch eine zweite Dimension.