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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Museen Sachsen-Anhalts

Händel-Haus

Halle

Händel-Haus

Im Geburtshaus Georg Friedrich Händels wurde im Jahre 1948 das Musikmuseum der Stadt Halle (Saale) eingerichtet. Drei Sammlungs- und Arbeitsschwerpunkte bestimmen den Charakter des Museums: das Leben und Werk Georg Friedrich Händels, die Musikgeschichte der Region und eine historische Musikinstrumentensammlung.

Die 2009 neu eingerichtete Ausstellung „Händel – Der Europäer“ widmet sich auf 550 Quadratmetern dem Leben und Wirken des berühmten Barockkomponisten, der am 23. Februar 1685 in Halle an der Saale geboren wurde und am 14. April 1759 in London starb. Bei ihrem Rundgang können sich die Besucher von Musik und kurzen Erläuterungen in wahlweise mehreren Sprachen leiten lassen. Auf der Bühne eines Miniatur-Barocktheaters berichtet ein animierter Georg Friedrich Händel am Cembalo sitzend von acht seiner über 40 Opernproduktionen. Die neue Ausstellungsgestaltung erhielt im Herbst 2010 zwei bedeutende, internationale Designpreise, den „iF communication design award“ und den „11 best architects“.

In der Ausstellung historischer Musikinstrumente begeben sich die Besucher auf einen spannenden chronologischen Streifzug durch Geschichte und Entwicklung der Musikinstrumente von der Barockzeit bis zur Gegenwart. Nachvollziehbar dargestellt ist beispielsweise die Entwicklung der Tasteninstrumente vom Clavichord, über das Cembalo, den Hammerflügel bis hin zum modernen Klavierinstrument. Klangbeispiele kann sich der Besucher durch Anspielen von Demonstrationsinstrumenten selbst erschließen. Ein besonderer Höhepunkt für Auge und Ohr ist die 1770 von Johann-Gottlieb Mauer erbaute Kirchenorgel aus Tegwitz bei Altenburg.

Darüber hinaus finden über das Jahr verteilt mehrere Konzerte im Kammermusiksaal, in der historischen Bohlenstube aus dem 16. Jahrhundert, Instrumentenanspiele in der Musikinstrumentenausstellung sowie Sommerkonzerte auf dem großen Innenhof statt.

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Sonderausstellungen

Sonderausstellung vom 24.02.2018 bis 06.01.2019
So fremd – so nah
Jahresausstellung anlässlich Händels 333. Geburtstages

Die Auseinandersetzung mit dem Fremden gehörte zu Händels realer Lebenswelt. Sein Aufbruch in unbekannte Regionen war Wagnis und Chance zugleich. Er lernte fremde Sprachen, Länder und Regionen kennen. In der weltoffenen Metropole London hatte er tagtäglich Gelegenheit, Menschen aus fremden Kulturen zu begegnen.
Die Handlungen vieler seiner Bühnenwerke sind in fernen Ländern und Regionen angesiedelt. Händel entführt uns quer durch Europa und Asien, nach Jerusalem, an den Bosporus, bis nach Ägypten, Armenien, Persien und Indien, in die heile Welt Arkadiens oder gar ins Übersinnliche, Märchenhafte.
Ist Händels Welt uns heute fremd geworden, oder gibt es nicht auch Vieles, was uns vertraut ist? Wir laden Sie ein, dieser spannenden Frage nachzugehen. Zu den besonders sehenswerten Exponaten der Ausstellung zählen Reiseberichte, Zeitungen und Dokumente der Händelzeit und nicht zuletzt auch Musikinstrumente, die vom Fernweh ihrer einstigen Besitzer zeugen.

Veranstaltungen

23.02.2018 um 17:00 Uhr
Eröffnung der Jahressonderausstellung "So fremd – so nah“