Kontakt/Impressum | english

Museumsverband Sachsen-Anhalt

Museen Sachsen-Anhalts

Merseburger Kapitelhaus und Domschatz

Merseburg

Kapitelhausgarten und Blick auf das Kapitelhaus Blick in den Wappensaal Merseburger Zaubersprüche im Codex 136 Merseburger Bibel, Bd. 1 fol.9v, begonnen vor 1185

Das Kapitel-Haus gehört zu den ältesten Gebäuden in Merseburg.
Es wurde in den letzten Jahren wieder schön gemacht (= renoviert).

Man kann die Marien-Kapelle besuchen.
(Eine Kapelle ist eine kleine Kirche).
In Merseburg wurde Maria, die Mutter von Jesus, verehrt.
Man sieht auch eine Figur „Die goldene Madonna“.
(„Madonna“ ist ein anderer Name für Maria, die Mutter von Jesus).

Im Dom-Schatz gibt es wertvolle Dinge aus dem Dom (= große Kirche).
Eine Ausstellung zeigt kostbare alte Stoffe.
Man sieht auch alte, von Hand geschriebene Texte.

Das Kapitelhaus zählt zu den ältesten und bedeutendsten Bauwerken des Merseburger Dom-Schloss-Ensembles. Bis in das erste Drittel des 20. Jahrhunderts war es das Zentrum repräsentativer, administrativer, religiöser und politischer Handlungen des Merseburger Domkapitels.
Nach Jahrzehnten des Verfalls erstrahlt es seit August 2006 mit seinem angrenzenden Terrassengarten wieder in neuem Glanz.
In den nach historischem Vorbild wiederhergestellten Räumlichkeiten des Erdgeschosses werden in drei Räumen neben ausgewählten Handschriften und Urkunden des 13. bis 19. Jahrhunderts ebenso weitere kostbare Schätze wie z.B. Skulpturen und Altäre präsentiert.
Zu sehen sind beispielsweise die berühmten Merseburger Zaubersprüche (10. Jahrhundert), die Merseburger Bibel aus dem frühen 13. Jahrhundert, ein Elfenbeinkästchen aus der Mitte des 13. Jahrhunderts oder auch die abgeschlagene rechte Hand des 1080 gefallenen Gegenkönigs Rudolf von Rheinfelden.

Veranstaltungen

25.02.2018 um 14:00 Uhr
Barocke Bestattungskultur der Wettiner im Merseburger Dom
Sonderführungen in der Fürstengruft des Merseburger Doms

Am Sonntag, 25.02.2018, 14:00 Uhr, lädt der Merseburger Dom seine Besucher zu einer Kurzführung durch die Fürstengruft ein.

Die Merseburger Fürstengruft gehört zu den herausragenden Denkmälern barocker Bestattungskultur. Die Grablege umfasst drei mittelalterliche Kapellen, die zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert errichtet wurden und in der sich insgesamt 37 sehr aufwendig verzierte Zinn- und Holzsärge befinden. Der Eingang zur Fürstengruft wurde mit einem prächtigen Portal geschmückt.
Die wettinische Sekundogenitur Sachsen-Merseburg nutzte seit ihrer Einrichtung 1657 den Merseburger Dom als Hofkirche. Herzog Christian I. zu Sachsen-Merseburg ließ 1670 das Begräbnis seines Hauses auf der Ostseite des Merseburger Doms einrichten. Bei einem Einbruch in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden zahlreiche Särge stark beschädigt. Wappen, Inschriften und Bandelwerk auf den Särgen konnten jedoch zum Teil erhalten werden.
Die Merseburger Fürstengruft wurde im Mai 2011 nach umfangreicher Restaurierung feierlich wiedereröffnet. Seitdem können Besucher diese jeden letzten Sonntag im Monat im Rahmen einer Sonderführung besichtigen. Ein kurzer Film gewährt Ihnen Einblicke in die zweijährige Restaurierungstätigkeit.

Karten für 5,00 Euro pro Person sind im Merseburger Dom an der Domkasse erhältlich. Aufgrund der begrenzten Platzkapazität empfiehlt sich eine Voranmeldung.