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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Museen Sachsen-Anhalts

Besucherzentrum Arche Nebra

Nebra

Das Besucherzentrum Arche Nebra ist äußerlich der goldenen Sonnenbarke am unteren Rand der Himmelsscheibe von Nebra nachempfunden. Im Der Aussichtsturm am Fundort der Himmelsscheibe sieht aus wie der Zeiger einer überdimensionalen Sonnenuhr. – Foto: J. Lipták Blick in die Dauerpräsentation. – Foto: A. Stedtler

Auf dem Mittelberg bei Wangen (heute Ortsteil von Nebra) entdeckten 1999 zwei Raubgräber die Himmelsscheibe von Nebra. Vor über 3.600 Jahren geschmiedet, gilt sie als älteste konkrete Darstellung des Kosmos weltweit. Seit 2007 ist der Fundort der Himmelsscheibe mit einem astronomischen Aussichtsturm für Besucher erschlossen. Das dazugehörige Besucherzentrum Arche Nebra am Fuß des Mittelberges enthüllt in einer modern gestalteten Präsentation mit Planetarium die Dimensionen des außergewöhnlichen Fundes: Weitreichende Handelsbeziehungen, erstaunliche handwerkliche Fähigkeiten und faszinierende astronomische Kenntnisse beweisen, wie hochentwickelt die Kulturen der Bronzezeit waren. So konnte man mit der Himmelsscheibe bereits Kalendertermine bestimmen und den Sonnen- mit dem Mondkalender verbinden.

Die Arche Nebra ist kein "Museum für die Himmelsscheibe“ – die Himmelsscheibe selbst ist im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) zu sehen. "Die Himmelsscheibe erleben“ lautet das Motto des Informations- und Erlebniszentrums – und das geht über reine Informationsvermittlung weit hinaus. Das Veranstaltungsprogramm des Hauses ist weit gefächert und reicht von klassischen Vortragsveranstaltungen und museumspädagogischen Programmen bis hin zu gut besuchten Events wie dem "Himmelswegelauf“, Konzerten u.v.m. Jedoch wird die museale Aufgabe der Vermittlung ebenso ernst genommen: Neben der Dauerpräsentation zur Geschichte der Himmelsscheibe und der Planetariumsshow zu ihrer astronomischen Deutung zeigt die Arche Nebra regelmäßig Sonderpräsentationen ("Sonderausstellungen“) aus dem Themenspektrum Archäologie und Astronomie.

Sonderausstellungen

Sonderausstellung vom 23.03.2018 bis 04.11.2018
ROMS LEGIONEN unterwegs

Die römische Armee war mit eiserner Disziplin, neuerster Kampf- und Waffentechnik und der Zahl ihrer Soldaten nahezu unbesiegbar. Das riesige römische Reich erstreckte sich vor etwa 2.000 Jahren von Spanien bis nach Syrien und von Britannien bis nach Ägypten. Um dessen Grenzen zu sichern und neue Gebiete zu erobern, marschierten Roms Legionäre permanent durch das Imperium. Auch ins heutige Thüringen und nach Sachsen-Anhalt und Niedersachsen stießen die Römer vor, ohne diese Gebiete allerdings dauerhaft zu besetzen.
Die Sonderschau widmet sich den römischen Legionen auf dem Marsch. Detailreiche Dioramen die Szenen aus dem Soldatenleben zeigen, und viele Mitmachelemente begeistern Kinder wie Erwachsene. Darüber hinaus veranschaulichen archäologische Funde exemplarisch, wie sich der Kontakt zwischen Römern und Germanen im Grenzbereich des römischen Imperiums gestaltet hat.