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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Aktuelles

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Angebot an Museen zur Zusammenarbeit
mit dem Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung (LISA)

Was bedeutet eine Kooperation mit dem LISA?
Das Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) unterstützt seit 2003 Museen des Landes auf ihrem Weg zum außerschulischen Lernort. Die Arbeitsgruppe "Betreuung kultureller Lernorte“ des LISA kooperiert über einen Zeitraum von 2-4 Jahren mit ausgewählten Standorten. Gemeinsam mit den Museen werden Ziele und Inhalte der Kooperation ermittelt und in einer Zielvereinbarung festgehalten.

Museumspädagogisch erfahrene Lehrkräfte, die mit einem Teil ihrer Arbeitszeit am LISA angestellt sind, entwickeln in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern vor Ort spezifische museumspädagogische Angebote. Um das Museum als Lernort für Kinder unterschiedlicher Bildungsgänge und Altersstufen zu erschließen, werden Materialien, Medien oder Objekte konzipiert, mit Schülergruppen getestet und in Lehrerfortbildungen vorgestellt. Die Kosten dafür trägt das LISA. Mittel für Investitionen am Lernort (Bauarbeiten, Möbel u. Ä.) können allerdings nicht übernommen werden.

Nach Beendigung der Zusammenarbeit erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am außerschulischen Lernort eine Beschreibung der entstandenen Module sowie eine Daten-CD/DVD mit allen entwickelten Medien und Materialien, um die Angebote nachhaltig für ihre weitere Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nutzen zu können.

Was erfordert eine Kooperation mit dem LISA
Voraussetzung für eine erfolgreiche Kooperation ist die Verpflichtung zur Weiternutzung der entwickelten Konzepte, Medien und Materialien durch den Lernort. Weiterhin ist ein fester Ansprechpartner im Museum notwendig, der die Angebotsentwicklung und -erprobung von Beginn an begleitet und nach Beendigung der Kooperation weiterführen wird.

Eine weitere Voraussetzung ist eine ausreichende Raumkapazität, um Schulklassen mit bis zu 30 Schülern eine flexible Arbeit (Werkstattarbeit, Kleingruppenarbeit) am Lernort zu ermöglichen.

Wie kommt eine Kooperation mit dem LISA zustande?
Das LISA kann mit Beginn des Schuljahres 2018/19 einen weiteren Lernort betreuen. Sollten Sie Interesse an einer Kooperation haben, möchten wir Sie ermutigen, sich bis zum 30. November 2017 formlos zu bewerben.

Bitte beschreiben Sie in Ihrer Bewerbung kurz
- die Themen/Sammlungen/Ausstellungen, mit denen Sie ein museumspädagogisches Programm entwickeln möchten,
- die personellen Möglichkeiten, um das Konzept sowie die Medien und Materialien auch nach dem Ende der Zusammenarbeit weiterzunutzen sowie
- die räumlichen Bedingungen, die Sie für die Arbeit mit Schülern besitzen.

Nachfragungen und Bewerbungen richten Sie bitte an:
Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung (LISA)
Betreuung Kultureller
Lernorte
Heike Hinke
Riebeckplatz 09
06110 Halle
0345 2042292
heike.hinke@lisa.mb.sachsen-anhalt.de

Die Bewerbung ist Ausgangspunkt für einen Besuch Ihres Museums und ein Informationsgespäch. Es ist beabsichtigt, die Entscheidung über den künftigen Kooperationspartner im Frühjahr 2018 bekanntzugeben.


Das Zootier im Museum – Weg in eine neue Partnerschaft?
14. November 2017, Erfurt

Spricht man von Zootieren in Museen denkt man schnell an Knut und andere Tierpersönlichkeiten, deren aufwändige Präparate in Naturkundemuseen bestaunt werden können. Doch haben Zootiere auch einen wissenschaftlichen Wert, der sie für zoologische Sammlungen interessant macht?

Populationen bedrohter Arten in menschlicher Obhut sind heute integraler Bestandteil des Natur- und Artenschutzes. In Zeiten einer globalen Biodiversitätskrise sind diese ex-situ Bestände ebenso dokumentationswürdig, wie im Freiland existierende (in-situ) Populationen. Doch bisher fehlt zumeist die Schnittstelle zwischen zoologischen Gärten und Museen und viel zu oft können Zuchtbuchdaten nicht mehr mit Museumspräparaten verknüpft werden. In einem gemeinsamen Workshop widmen wir uns der Frage, welche Rolle das Zootier als naturkundliches Zeugnis unserer Zeit spielen kann. Machen Populationsarchive für bedrohte Arten Sinn?

Die Veranstaltung dient als Diskussions- und Informationsplattform für Mitarbeiter_innen beider Einrichtungen und soll die Grundlagen und Eckpunkte zukünftiger Kooperationen definieren.

Vorläufiges Programm
9:30 Uhr Anmeldung im Rathaus Erfurt, Ratsitzungssaal
10.00 Uhr Begrüßung, Eröffnung und Vorstellungsrunde
10.30 Uhr Teil 1: Impulsvorträge
Das "Leben" danach – Ein Zootier im Museum? (Florian Schäfer, NKM Erfurt)
Unsere Chancen durch Populationsarchive (Dr. Dr. Sabine Merz, Zoopark Erfurt)
12.00 Uhr Mittagspause
13:00 Uhr Teil 2: Einblicke in assoziierte Fachdisziplinen
Experten aus Forschung, Pathologie und Präparation beantworten Fragen
13.45 Uhr Teil 3: Diskussion
Erarbeitung von Eckpunkten und Grundlagen für die gemeinsame Zusammenarbeit
14:30 Kaffeepause
14:45 Fortsetzung der Diskussion, anschließend Fazit und Ergebnissicherung
ca. 15:30 Ende der Veranstaltung

Veranstaltungsort: Ratsitzungssaal im Rathaus Erfurt, Fischmarkt 1, 99084 Erfurt
Leitung: Florian Schäfer (Naturkundemuseum Erfurt)
Zielgruppe: Der Workshop richtet sich vor allem an kurativ tätige Mitarbeiter_innen aus Naturkundemuseen und zoologischen Gärten, sowie affiliiertenEinrichtungen und Vertreter_innen von Verbänden.
Teilnahmebetrag: frei
Anmeldung : Bitte schriftlich bis spätestens 10.10.2017 an:
Naturkundemuseum Erfurt, Große Arche 14, 99084 Erfurt
florian.schaefer@erfurt.de
Tel: (0361) 655 5685


Erster Weltkrieg: Internet-Enzyklopädie 1914 -1918 freigeschaltet
Seit letzter Woche ist eine frei zugängliche Internet-Enzyklopädie über den Ersten Weltkrieg in englischer Sprache online. Das von der Freien Universität Berlin in Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek geleitete Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert: 1914-1918-online


Förderung von Provenienzforschung
Seit dem 1. April 2015 befindet sich der Sitz des Deutschen Zentrums für Kulturgutverluste in der Humboldtstraße 12 in Magdeburg. Es führt unter anderem die Aufgaben der ehemaligen Koordinierungsstelle Magdeburg, die im April 2000 lostart online schaltete, und der ehemaligen Arbeitsstelle für Provenienzforschung fort. Das Zentrum hat vor allem die Aufgabe, öffentliche Einrichtungen bei der Suche nach NS-Raubkunst zu beraten und finanziell zu unterstützen. Auf der Website finden Sie Hinweise zu den Förderrichtlinien: kulturgutverluste


Freilichtmuseum Hagen
Beim LWL-Freilichtmuseum Hagen – Westfälisches Landesmuseum für Handwerk und Technik – ist zum 01.05.2018 eine Stelle als
wissenschaftliche Mitarbeiterin/ wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Sammlungsleitung unbefristet neu zu besetzen.

Das LWL-Freilichtmuseum Hagen ist eines der siebzehn Landesmuseen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Es versteht sich als kultureller, besucherorientierter Dienstleistungsbetrieb zur Sammlung, Forschung und Vermittlung der technisch-handwerklichen Kultur Westfalen-Lippes. Es verfügt über eine umfangreiche und vielfältige Spezialsammlung zur Handwerks- und Technikgeschichte Westfalen-Lippes des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Sammlung soll in Teilbereichen bis an die Gegenwart herangeführt werden. Ein großer Teil der Sammlung wird in einem modernen Depotgebäude aufbewahrt.

Ihre Aufgaben
- Leitung des Sachbereichs Sammlung
- Betreuung der Sammlung in Depot, Ausstellungen und Museumsgelände
- wissenschaftliche Inventarisierung und Dokumentation
- Entwicklung und Umsetzung von Projekten zum Sammlungsbestand (z. B. "Maschinen im Handwerk“)
- Entwicklung und Umsetzung einer Strategie für das gegenwartsbezogene Sammeln
- inhaltliche Begleitung von ausgewählten Vorführbetrieben und historischen Werkstätten
- Konzeption und Durchführung von Ausstellungen
- Organisation und Durchführung von Veranstaltungen im Jahresprogramm

Ihr Profil
- ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Dr. phil. , M.A., Master) in den Fächern Geschichte (möglichst mit Schwerpunkt Technik-, Wirtschafts- oder Sozialgeschichte), Volkskunde/Europäische Ethnologie, Industriearchäologie
- wissenschaftliches Volontariat
- mehrjährige Erfahrung in allen Feldern der Museumsarbeit, möglichst mit dem Schwerpunkt Inventarisierung
- Kenntnisse in der Arbeit mit Inventarisierungsprogrammen (bevorzugt Adlib)
- detaillierte Kenntnisse über wissenschaftliche Recherchemöglichkeiten
- ausgeprägte Fähigkeit zum konzeptionellen Denken
- Planungs- und Organisationsfähigkeit
- Fähigkeit zur Team- und Projektarbeit sowie Kooperationsbereitschaft
- Innovationsfähigkeit, Eigeninitiative, Flexibilität, Motivation
- Kommunikationsfähigkeit
- überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft
- PKW-Führerschein

Unser Angebot
- eine anspruchsvolle Aufgabe in einem lebendigen Freilichtmuseum und bei einem öffentlich-rechtlichen Arbeitgeber in Westfalen-Lippe
- eine den Aufgaben entsprechende Vergütung nach EG 14 TVöD

Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht. In Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, werden sie nach Maßgabe des Landesgleichstellungsgesetzes NRW bevorzugt berücksichtigt.
Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind ebenfalls ausdrücklich erwünscht. Die Stelle ist grundsätzlich auch für Teilzeitkräfte geeignet.

Bei Rückfragen kontaktieren Sie bitte Frau Dr. Anke Hufschmidt (anke.hufschmidt@lwl.org).
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung.
Bitte richten Sie diese unter Angabe der Kennnummer 47/17 bis zum 16.11.2017 (Eingangsstempel LWL) an den
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
LWL-Haupt- und Personalabteilung
48133 Münster
www.lwl.org
Falls Sie sich per E-Mail bewerben möchten, benutzen Sie bitte den Bewerbungsbogen.


Leitfäden des Deutschen Museumsbundes
Im Internet unter museumsbund.de/cms/index.php?id=773&L=0 stehen folgende Leitfäden zur Museumsarbeit zum Download zur Verfügung
- Bürgerschaftliches Engagement im Museum (2008)
- Qualitätskriterien für Museen: Bildungs- und Vermittlungsarbeit (2008)
- Museumsberufe - Eine europäische Empfehlung (2008)
- Leitfaden für das wissenschaftliche Volontariat am Museum (2009)
- Leitfaden für die Erstellung eins Museumskonzepts (2011)
- Nachhaltiges Sammeln – Ein Leitfaden zum Sammeln und Abgeben von Museumsgut (2011)
- Standards für Museen (2011)
- Leitfaden für die Dokumentation von Museumsobjekten (2011)
- schule@museum – Eine Handreichung für die Zusammenarbeit (2012)
- Museen, Migration und kulturelle Vielfalt; Handreichung für die Museumsarbeit (2015)
- Das inklusive Museum - Ein Leitfaden zu Barrierefreiheit und Inklusion (2016)


Umgang mit Archivgut
Viele Museen enthalten Archivgut oder sind für die städtischen historischen Archive zuständig. Das Landesarchiv NRW hat eine umfangreiche, an der Praxis orientierte Broschüre zum Umgang mit Archivgut herausgegeben:
Clemens Rehm/Wilfried Reininghaus (Hg.): Richtlinien zu Kulturgut und Notfallbewältigung. Neue Strategien der Schadensprävention und -behebung bei Archivgut. Düsseldorf 2011 (Veröffentlichungen des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen 42).
ISBN 978-3-9804317-1-2. 172 S., broschiert,
Verkaufspreis: 5 Euro.

Der Band kann über das Landesarchiv NRW
Graf-Adolf-Straße 67
40210 Düsseldorf
Tel.: +49 211 159238-0
Fax: +49 211 159238-111