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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Aktuelles

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Deutsches Zentrum Kulturgutverluste
bewilligt 2019 weitere 1,9 Millionen Euro für 25 Projekte der Provenienzforschung

Kommerzienrat Felix Ganz war ein angesehener Mainzer Bürger. Er war Inhaber der traditionsreichen Firma "Teppich Ganz“, ein Weltkriegsveteran und Besitzer einer herausragenden Sammlung orientalischer und ostasiatischer Kunst. 1934 wurde seine Firma entschädigungslos "arisiert“, seine Villa beschlagnahmt und dem Gestapobeamten Adolf Wegner zugewiesen. Felix Ganz wurde alles genommen. Er musste fortan in "Judenhäusern“ leben, wurde 1942 mit seiner zweiten Frau Erna nach Theresienstadt deportiert und schließlich 1944 in Auschwitz ermordet.

Was wurde aus seinem Besitz, was aus seiner Kunstsammlung, den Bildern, Skulpturen, Zeichnungen, Teppichen?

Der Fall des Händlers Felix Ganz ist eines von 25 Forschungsprojekten, die neben anderen ab 2019 vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg finanziell unterstützt werden. Im Einverständnis mit dem in London lebenden Urenkel Adam Ganz geht das Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz dem Fall nach, will Verbleib und genauere Umstände des Verlustes klären.

Der Vorstand des Zentrums Kulturgutverluste in Magdeburg hat nun auf Empfehlung seines Förderbeirates "NS-Raubgut“ in einer zweiten Antragsrunde 1,9 Millionen Euro für Provenienzforschung an Museen, Bibliotheken, wissenschaftliche Einrichtungen sowie für drei Privatpersonen bewilligt. Insgesamt hat das Zentrum damit in diesem Jahr vier Millionen Euro Fördergeld bereitgestellt, eine Summe, die ungefähr dem Volumen der Vorjahre entspricht.

Seit 2008 fördern Bund und Länder Projekte zur Provenienzforschung, bis heute mit insgesamt 31,7 Millionen Euro. Mit dem Geld konnten 331 Projekte realisiert werden. National und international ist das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg der zentrale Ansprechpartner zu allen Fragen unrechtmäßig entzogenen Kulturgutes im 19. und 20. Jahrhundert, das sich heute in Sammlungen kulturgutbewahrender Einrichtungen befindet. Anträge für längerfristige Projekte können jeweils bis zum 1. Januar und 1. Juni eines Jahres eingereicht werden. Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste fördert nicht nur Forschungsprojekte, es dokumentiert darüber hinaus Kulturgutverluste auch in seiner öffentlich zugänglichen Datenbank "Lost Art“ als Such- und Fundmeldungen.

Weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten unter: kulturgutverluste

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste
Stiftung bürgerlichen Rechts
Pressestelle
Humboldtstraße 12 | 39112 Magdeburg
Telefon +49 (0) 391 727 763 24
Telefax +49 (0) 391 727 763 6
presse@kulturgutverluste.de
kulturgutverluste


Förderung von Provenienzforschung
Seit dem 1. April 2015 befindet sich der Sitz des Deutschen Zentrums für Kulturgutverluste in der Humboldtstraße 12 in Magdeburg. Es führt unter anderem die Aufgaben der ehemaligen Koordinierungsstelle Magdeburg, die im April 2000 lostart online schaltete, und der ehemaligen Arbeitsstelle für Provenienzforschung fort. Das Zentrum hat vor allem die Aufgabe, öffentliche Einrichtungen bei der Suche nach NS-Raubkunst zu beraten und finanziell zu unterstützen. Auf der Website finden Sie Hinweise zu den Förderrichtlinien: kulturgutverluste


GRUNDKURS MUSEUMSPÄDAGOGIK am 18. November 2019
im GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig

Museen sind bedeutende Bildungsorte mit außergewöhnlichem Potenzial. Doch vor allem für kleinere Häuser machen es die gegebenen Rahmenbedingungen nicht selten schwer, dieses zu entfalten. Gerade wenn Museen ohne ausgebildete Museumspädagog*innen auskommen müssen, sind ihre Mitarbeiter*innen in Sachen Vermittlungsarbeit besonders gefordert:

Wie kann Museumspädagogik in die ohnehin schon umfangreiche Arbeit des Sammelns, Forschens, Bewahrens und Ausstellens eingebunden werden? Was ist zu beachten, wenn es ansprechende zielgruppengerechte Formate zu entwickeln gilt? Und wie geht das eigentlich: "spielerisch, interaktiv, vielseitig und ansprechend“?

Der Grundkurs Museumspädagogik richtet sich daher speziell an Museumsmitarbeiter*innen ohne museumspädagogische Ausbildung. Er bietet ihnen einen praxisbezogenen Einstieg in die museale Vermittlungsarbeit – mit Schwerpunkt auf die Zielgruppe Kinder und Jugendliche.

Neben dem notwendigen museumspädagogischen Basiswissen beschäftigt sich der Grundkurs Museumspädagogik mit den Rahmenbedingung für eine zielgruppenorientierte Vermittlungsarbeit. Die Teilnehmenden erhalten zudem Tipps für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Schulen und lernen verschiedene museumspädagogische Methoden kennen, die in praktischen Übungen direkt vor Ort erprobt werden können. Darüber hinaus haben sie die Möglichkeit, sich mit Hilfe einer Programm-Matrix im Entwickeln eines zielgruppenspezifischen museumspädagogischen Formats zu probieren.

Zielgruppe
Museumsmitarbeiter*innen ohne museumspädagogische Ausbildung

Themenschwerpunkte im Überblick
- "Bildungsplattform Museum!?” - Basiswissen Museumspädagogik
- Auf Zuschnitt – Zielgruppen
- Die Qual der Wahl – Vermittlungsmethoden
- Rahmenbedingungen für die erfolgreiche Vermittlungsarbeit
- Im Fokus: Zielgruppe Schulklasse
- Von der Idee zum Vermittlungsangebot - Programmkonzepte entwickeln
- Schule und Museum - eine aufregende Partnerschaft?

Referentin
Die Museologin und Museumspädagogin Lore Liebscher verfügt über langjährige Praxiserfahrung in der theoretischen Entwicklung und praktischen Durchführung von museumspädagogischen Programmen. Ihr Schwerpunkt liegt vor allem in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Getreu dem Motto Hands on! Minds on! bezieht sie besonders aktivierende, interaktive und partizipative Methoden ein und lässt den Museumsbesuch damit zum spannenden und nachhaltigen Erlebnis werden. Kulturelle Bildung auch im ländlich geprägten Raum und in kleineren Häusern zu stärken, ist ihr eine Herzensangelegenheit.

Teilnahmegebühr
Die Teilnahmegebühr beträgt 230,- Euro / ermäßigt 200,- Euro (Studierende und Volontär*innen). Sie beinhaltet die Teilnahme, Seminarunterlagen, eine Teilnahmebescheinigung und Pausenerfrischungen.

Anmeldung
Die Anmeldung erfolgt über museumskulturen. Anmeldeschluss ist der 4. November 2019.


Heimatstipendium – 2. Förderrunde Ausschreibung für die Museen
Hintergrund
Die Museen im Bundesland Sachsen-Anhalt zeugen in ihrer Vielfalt von der einzigartigen Kultur-, Kunst- und Industriegeschichte der mitteldeutschen Region. Hier ist seit Jahrhunderten die Avantgarde zu Hause, was sich nicht zuletzt an der Dichte der UNESCO-Welterbestätten ablesen lässt. Doch auch abseits von Luther, Bauhaus und Kurt Weill, gibt es gerade in den Museen in ländlicheren Regionen viel zu entdecken. In Deutschland entstand Großes meist im Kleinen, und so kann es für zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler durchaus lohnend sein, beispielsweise an Stätten von Persönlichkeiten zu gelangen, die in ihrer Zeit maßstabsetzend waren, heute aber nahezu vergessen sind.

Idee
Um die Öffentlichkeit für die einzigartigen Sammlungen auch kleinerer Museen Sachsen-Anhalts zu sensibilisieren, hat die Kunststiftung 2017/18 in Kooperation mit dem Museumsverband des Landes Sachsen-Anhalt Künstlerinnen und Künstlern den Zugang und die Arbeit in Museen ermöglicht.

Nach der erfolgreichen ersten Förderrunde aus 2017/18 wird das HEIMATSTIPENDIUM für 2020/21 erneut ausgeschrieben.

Künstlerinnen und Künstler sollen angeregt werden, sich mit den Sammlungen und Schätzen der Häuser zu befassen und davon inspiriert, neue Arbeiten zu entwickeln, die das kulturelle Erbe reflektieren. Dazu werden sie mit einem Jahresstipendium unterstützt. Die Kunststiftung möchte mit diesem eigens konzipierten Stipendiatenprogramm weiterhin Wegbereiterin für neue Werke sein, die in den jeweiligen Museen ausgestellt werden und die Sammlungen erweitern. Außerdem sollen die Häuser in diesem Kontext gezielt beworben werden.

Die Bedingungen für Kunstrezeption sind in kleineren und mittelgroßen Gemeinden sowie im ländlichen Raum grundlegend andere als in den Großstädten. Bedauerlich ist, dass dort Sammlungen lagern, die weitgehend unbekannt sind, auch wenn sie zum nationalen Kulturgut gehören. Die Aktivierung eines breiten Publikums ist eine besondere Herausforderung, die eine gewisse Hingabe erfordert. Mit partizipativen und kooperativen Ansätzen will daher die Kunststiftung kleineren Sammlungen und Museen ermöglichen, sich der zeitgenössischen Kunst zu öffnen, um ein neues Publikum an diese spannenden Orte zu locken. So sollen die StipendiatInnen auch Kunstangebote entwickeln und realisieren, die gemeinsam mit einem das Programm begleitenden Kurator und dem Museum erarbeitet werden, wie z. B. Kinderkunstnachmittage, Podiumsdiskussionen, Führungen usw. Die Veranstaltungen und die Öffentlichkeitsarbeit werden von der Kunststiftung finanziell unterstützt.

Museen, die an diesem Programm teilnehmen möchten, können sich bis zum 11. November 2019 postalisch oder per Mail info@kunststiftung-sachsen-anhalt.de (Posteingangsstempel oder Eingang der Mail) bei der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt bewerben. Bitte beachten Sie auch die Teilnahmebedingungen und Informationen im Antragsformular.
In einem zweiten Schritt werden Künstlerinnen und Künstler aufgerufen, sich für die Arbeit zu den ausgewählten Museen zu bewerben.

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt wird bis zu zehn Stipendien für einen Arbeitsaufenthalt von jeweils einem Jahr in jeweils einem der teilnehmenden Museen vergeben. Das Stipendium richtet sich an Künstlerinnen und Künstler aller Sparten. Sie sollen sich mit den Sammlungen beschäftigen, sie erkunden und die Ideengeschichte Sachsen-Anhalts fortschreiben. Dabei können sie während des Stipendiums in den jeweiligen Orten leben und arbeiten. In der Wahl der Mittel und der Bearbeitung der Thematik sind die Künstlerinnen und Künstler frei.

Die Kunststiftung wird in ihren Räumen für die StipendiatInnen und KuratorInnen regelmäßig gemeinsame Treffen organisieren. Wegen des interdisziplinären Ansatzes des Stipendiums können Künstlerinnen und Künstler auch gemeinsam an einem Projekt arbeiten. So wichtig wie die Arbeit in den Museen vor Ort ist, so auch der Austausch der Stipendiaten untereinander.

Programmdauer: Mai 2020 bis April 2021
Der künstlerische Beirat entscheidet im November 2019 über die Anträge.

Bewerbungen bis: 11. November 2019


Leitfäden des Deutschen Museumsbundes
Im Internet unter museumsbund.de/cms/index.php?id=773&L=0 stehen folgende Leitfäden zur Museumsarbeit zum Download zur Verfügung
- Bürgerschaftliches Engagement im Museum (2008)
- Qualitätskriterien für Museen: Bildungs- und Vermittlungsarbeit (2008)
- Museumsberufe - Eine europäische Empfehlung (2008)
- Leitfaden für das wissenschaftliche Volontariat am Museum (2018)
- Leitfaden für die Erstellung eins Museumskonzepts (2011)
- Nachhaltiges Sammeln – Ein Leitfaden zum Sammeln und Abgeben von Museumsgut (2011)
- Standards für Museen (2011)
- Leitfaden für die Dokumentation von Museumsobjekten (2011)
- schule@museum – Eine Handreichung für die Zusammenarbeit (2012)
- Museen, Migration und kulturelle Vielfalt; Handreichung für die Museumsarbeit (2015)
- Das inklusive Museum - Ein Leitfaden zu Barrierefreiheit und Inklusion (2016)
- Hauptsache Publikum! Besucherforschung für die Museumspraxis (2019)


Stellenausschreibung
Freilichtmuseum am Kiekeberg

Das Freilichtmuseum am Kiekeberg ist ein aktives, lebendiges Museum mit volkskundlichem Schwerpunkt und wird als gemeinnützige Stiftung geführt. Es liegt im Süden Hamburgs.

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir im Bereich PR + Marketing
einen Volontär mit Schwerpunkt Digitale Medien (w/m) zum 1. März 2020

Erwartet werden
- abgeschlossenes Hochschulstudium in einem einschlägigen gesellschaftswissenschaftlichen Studienbereich (Magister M.A. oder Master)
- Arbeitserfahrungen mit Digitalen Medien
- erste Erfahrungen in der Öffentlichkeitsarbeit oder im Journalismus
- erste Erfahrungen im Museumsbereich von Vorteil
- Grundkenntnisse im Museumsmanagement von Vorteil
- hervorragende Deutschkenntnisse
- sehr gute EDV-Kenntnisse, insbesondere MS Office und CMS (z.B. Typo3)
- Belastbarkeit, Flexibilität und Einsatzfreude
- organisatorisches Geschick, schnelle Auffassungsgabe und Verständnis für komplexe Zusammenhänge
- selbstständige, exakte Arbeitsweise

Sie sind zuständig für alle digitalen Medien des Freilichtmuseums und seiner Außenstellen. Im Sinne des integralen Marketings erhalten Sie Einblick in alle Arbeitsbereiche der Abteilung PR + Marketing (u.a. Druckmedien, Pressearbeit, Werbematerialien) und in die Veranstaltungsorganisation.

Geboten werden
- praxisbezogene, umfassende Ausbildung in einem innovativen Museum
- aktive Mitarbeit mit hoher Eigenverantwortung in einem dynamischen Team
- Vermittlung von modernen Methoden des Museumsmanagements
- Teilnahme am internen Fortbildungsprogramm
- Teilnahme an den Qualifizierungsmaßnahmen für Volontäre des Museumsverbands Niedersachsen und Bremen e.V.

Vertragslaufzeit
- zwei Jahre

Bei gleicher Qualifikation werden Bewerbungen geeigneter Schwerbehinderter sowie Gleichgestellter im Sinne des § 2 Abs. 3 SGB IX bevorzugt berücksichtigt.
Bitte bewerben Sie sich bis zum 18. November 2019 bevorzugt über bewerbung@kiekebergmuseum.de.

Ihre aussagekräftige Bewerbung sollte Ihr persönliches Anschreiben, Ihren Lebenslauf sowie Ihre relevanten Zeugnisse enthalten. Wir freuen uns über Bewerbungen von Personen jeden Geschlechts.
Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg
Carina Meyer
Am Kiekeberg 1
21224 Rosengarten-Ehestorf
bewerbung@kiekebergmuseum.de
www.kiekeberg-museum.de

Bei Fragen steht Ihnen Marion Junker unter (0 40) 79 01 76-12 oder junker@kiekebergmuseum.de zur Verfügung.

Wünschen Sie Ihre Unterlagen bei Nichtberücksichtigung zurück? Dann senden Sie einen frankierten Rückumschlag mit. Das Freilichtmuseum am Kiekeberg wurde als familienfreundlicher Betrieb mit dem FaMi-Siegel ausgezeichnet.


Stellenausschreibung
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen (ZNS), ist ab dem 01.04.2020 die unbefristete Stelle
einer*einesSammlungsverwalterin*Sammlungsverwalters (m-w-d)
für die Betreuung der geowissenschaftlichen Sammlungenin Vollzeitbeschäftigungzu besetzen.

Die Vergütung erfolgt je nach Aufgabenübertragung und Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen bis zur Entgeltgruppe 10 TV-L.

Das ZNS besitzt bedeutende bio- und geowissenschaftliche Bestände mit regionalen und internationalen Bezügen aus drei Jahrhunderten. Die geowissenschaftlichen Sammlungsbereiche beinhalten mehr als 2 Millionen Objekte und werden vom Kustos in enger Zusammenarbeit mit der*dem Sammlungsverwalter*in betreut. Das Aufgabengebiet umfasst die technische, logistische und konservatorische Depotverwaltung der geowissenschaftlichen Sammlungsbereiche.

Voraussetzungen:
- Abgeschlossene Berufsausbildung mit langjähriger Erfahrung (Restaurierung, Präparation, Konservierung) im Umgang mit geowissenschaftlichen Sammlungen oder Hochschulstudium mit Bachelorabschluss im Bereich Geowissenschaften
- Sehr gute, breite Kenntnisse in den Geowissenschaften (v. a. Invertebraten- und Vertebratenpaläontologie, Gesteinskunde, Mineralogie)
- Sprachbeherrschung im Deutschen und im Englischen (fließend in Wort und Schrift)
- gute EDV-Kenntnisse inklusive Kenntnisse naturwissenschaftlicher Datenbanksysteme
- ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein: Umsicht und Feinfühligkeit im Umgang mit teilweise fragilen und unersetzlichen Objekten•Führerschein der Klasse B
- Organisationsvermögen, Teamfähigkeit, Freude am Arbeiten mit historischen naturkundlichen Sammlungen, praktische Veranlagung und handwerkliches Geschick, Eigeninitiative und Einsatzbereitschaft werden ebenso wie die Bereitschaft für Feldarbeit erwartet
- Kenntnisse der deutschen Fossillagerstätten und Erfahrungen in Sammeltätigkeit sind hilfreich
- Präparatorische und museologische besondere Kenntnisse sowie Erfahrung im Entziffern alter Schriften sind wünschenswert

Arbeitsaufgaben:
- Depotverwaltung der wissenschaftlichen paläontologischen, geologischen und mineralogischen Sammlungsbestände
- Inventarisierung der Objekte, Pflege und Erweiterung der digitalen Sammlungserfassung
- Sicherung bestehender Sammlungen durch Kontrolle und konservierende Maßnahmen
- Präparation und Konservierung von Fossilien
- Wartung der technischen Geräte in den Depots
- Vorbereiten von Sammlungstransporten
- Mithilfe bei Anfragen zur Sammlung sowie bei Besucherbetreuung und Leihverkehr
- Einpflege neuer Sammlungsobjekte
- Mitarbeit im Wissenstransfer des ZNS, Beteiligung am Auf- und Abbau von Sonderausstellungen, bei Sammlungs- und Ausstellungsführungen, bei Aktionstagen und bei museumspädagogischen Aktivitäten

Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung und Befähigung bevorzugt berücksichtigt.Frauen werden nachdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben.

Ihre Bewerbung richten Sie bitte unter Angabe der Reg.-Nr. 3-7608/19-H mit den üblichen Unterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Kopien der relevanten Zeugnisse, drei Kontakte für Empfehlungen) ausschließlich in digitaler Form (pdf.Format, ein Dokument einschließl. Zeugnisse, eingescannter Unterschrift und Abspeicherung unter Ihrem Namen) bis zum 30.11.2019 an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg,Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen, Herrn Dr. Frank Steinheimer, unter folgender E-Mail Adresse: frank.steinheimer@zns.uni-halle.de

Die Ausschreibung erfolgt unter Vorbehalt eventueller haushaltsrechtlicher Restriktionen.

Bewerbungskosten werden von der Martin-Luther-Universität nicht erstattet.


Stellenausschreibung
Stadt Perleberg

Bei der Stadt Perleberg ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle
wiss. Volontär/in (m/w/d) des Stadt- und Regionalmuseums der Rolandstadt Perleberg
mit 1,0 VZE (zurzeit 40 Wochenstunden) befristet zu besetzen.

Die Befristung erfolgt gem. § 14 (2) TzBfG (Teilzeit- und Befristungsgesetz) ohne sachlichen Grund. Beim Stadt- und Regionalmuseum der Rolandstadt Perleberg und im Anschluss beim Stadtmuseum "Alte Burg“ der Stadt Wittenberge ist zum nächstmöglichen Termin eine Stelle als wissenschaftliche/r Volontär/in (m/w/d) zu besetzen. Das auf zwei Jahre befristete und auch vom Land Brandenburg geförderte Volontariat splittet sich auf in ein einjähriges Arbeitsvertragsverhältnis mit der Rolandstadt Perleberg und im unmittelbaren Anschluss in ein weiteres einjähriges Arbeitsvertragsverhältnis mit der Stadt Wittenberge. Ziel des kooperativen Tandem-Volontariates in Perleberg und Wittenberge ist die wissenschaftliche und museale Aufarbeitung des Kriegsendes 1945 im Frontgrenzgebiet Elbe – Wittenberge/Perleberg.

Für das Volontariat stellen das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg und das Stadtmuseum "Alte Burg“ Wittenberge die fachlich qualifizierte Ausbildung nach den Standards des Deutschen Museumsbundes sicher.

Das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg mit seinen Ausstellungsebenen für die Archäologie der Prignitz, die Perleberger Stadtgeschichte und die jüngere Prignitzer Landwirtschaftsgeschichte wurde 1905 gegründet und repräsentiert mit seinen 35.000 Exponaten eine der großen regionalen Sammlungen in Brandenburg. Schwerpunkt der Ausstellung im Wittenberger Stadtmuseum "Alte Burg“ ist die Stadtgeschichte, die eng mit der Industrialisierung verbunden ist, insbesondere der Nähmaschinenproduktion von Singer bis Veritas.

Ihre Aufgaben
• Sichtung, Inventarisierung und Erfassung regionaler, nationaler und internationaler Quellen und Sammlungen zum Kriegsende 1945 im Frontgrenzgebiet Elbe
• Zeitzeugen- und Privatnachlassrecherchen und deren Dokumentation
• Wissenschaftliche und museale Aufarbeitung des Themas
• Mitarbeit am Konzept einer mittelfristig zu entwickelnden Sonderausstellung zu diesem Thema
• Mitarbeit bei der Durchführung diesbezüglicher museumspädagogischer Veranstaltungen
• Mitarbeit im Rahmen der relevanten Öffentlichkeitsarbeit
• Hospitationen bei geeigneten Beratungen und anderen Aufgaben

Ihr Profil
• abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium im Bereich Geschichte, Kunstgeschichte, Politikwissenschaften oder Museologie, gern auch mit dem Schwerpunkt Zeitgeschichte (Master oder Promotion)
• durch Praktika oder andere praxisrelevante Module nachgewiesene Kenntnisse in der musealen Dokumentation und im musealen Ausstellungsbetrieb
• gute englische und russische Sprachkenntnisse in Wort und Schrift
• Grundkenntnisse der Archivwissenschaften und der Historischen Hilfswissenschaften
• PKW-Führerschein und Bereitschaft zu Dienstfahrten auch mit dem Dienst-PKW

Wir bieten Ihnen eine umfassende Ausbildung in einem innovativen Kommunalmuseum sowie selbständiges, stark eigenverantwortliches und kreatives Arbeiten. Ihre Ausbildung wird ergänzt durch die Teilnahme an externen Weiterbildungen und Dienstreisen. Wir bieten eine Ausbildungsvergütung in Höhe von 50 % der Entgeltgruppe 13 – Stufe 1 des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst.

Das Arbeitsverhältnis bestimmt sich nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). Ihre ausführliche Bewerbung mit aussagefähigen Unterlagen und einer ausführlichen Darlegung, dass die vorgenannten Erwartungen erfüllt werden, richten Sie bitte bis zum 13.11.2019 an die Bürgermeisterin der Stadt Perleberg, Großer Markt, 19348 Perleberg.

Bei der elektronischen Bewerbung ist Folgendes zu beachten:
Die Bewerbungsmail ist an personal@stadt-perleberg.de zu richten.

Schriftform der Nachricht:
Die E-Mail kann im üblichen HTML-Format oder als Nur-Text (Plaintext) verfasst werden. Der Betreff sowie Nachrichtentext sollten kurz und eindeutig sein und Kontaktdaten beinhalten. Alle weiteren Informationen (Lebenslauf, Zeugnisse, Anschreiben etc.) entnimmt der Empfänger den angeführten Anhängen des Absenders.

Anlagen der E-Mail:
Anhänge in komprimiertem Format mit der Endung (.zip, .rar) o.ä. und auch bearbeitbare Dateien im Word- oder Excel-Format sind unzulässig und werden nicht anerkannt. Die Anhänge sind daher ausschließlich in PDF-Form anzufügen. Außerdem darf die E-Mail insgesamt eine Größe von 20 MB nicht überschreiten, wobei die Anzahl der Anlagen nicht begrenzt ist.

Wir weisen darauf hin, dass die Bewerbungsunterlagen nicht zurückgesandt werden. Nach Abschluss des Stellenbesetzungsverfahrens werden die Unterlagen nicht berücksichtigter Bewerber/-innen nach drei Monaten vernichtet. Bei gewünschter Rücksendung der Unterlagen bitten wir um Beilage eines adressierten und frankierten Rückumschlages. Durch die Bewerbung entstehende Kosten werden nicht erstattet. Nach der Bewerbungsfrist eingehende Unterlagen bleiben unberücksichtigt.

Für Rückfragen steht Ihnen Frau Winterfeld, Tel. 03876/781-130 bzw. personal@stadt-perleberg.de, zur Verfügung.


Stellenausschreibungen
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)

Beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ist zum nächstmöglichen Termin im LWL - Museum für Naturkunde – Westfälisches Landesmuseum mit Planetarium eine Stelle im Bereich
Veranstaltungsmanagement (w/m/d)
(EG 11 TVöD)
zu besetzen. Die Stelle ist zunächst befristet auf 2 Jahre, mit der Option auf Verlängerung bzw. Entfristung.

Ihre Aufgaben
- Entwicklung von zielgruppengerechten Konzepten für Veranstaltungen für das Museum und das Planetarium einschließlich der konzeptionellen Detailplanung,Durchführung und Evaluierung (u. a. Teilnehmermanagement)
- Ansprechperson für externe Veranstaltungen
- Erarbeitung notwendiger Rahmenvorgaben einschließlich Einhaltung des Corporate Designs für Veranstaltungen
- Kostenkalkulation, Auftragsvergabe und Abrechnung
- Zusammenarbeit mit der Stabstelle für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zur Optimierung der Öffentlichkeitsarbeit von Veranstaltungen
- Koordination und Kommunikation mit Behörden, Dienstleistern und Vertragspartnern
- Betreuung von Besuchergruppen

Ihr Profil
- ein abgeschlossenes (Fach-) Hochschulstudium (Diplom/Bachelor) im Bereich Kulturmanagement, Eventmanagement, Betriebswirtschaftslehre oder einem anderen einschlägigen Studiengang
- einschlägige Berufserfahrung in der Organisation von kulturellen (Groß-) Veranstaltungen
- Erfahrungen im Bereich Projektmanagement, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit
- Erfahrungen im Bereich der Versammlungsstättenverordnung, Brandschutzvorschriften sowie Arbeits- und Datenschutz
- Interesse an und Verständnis für naturwissenschaftliche Themen
- sehr gutes sprachliches Ausdrucksvermögen und souveränes Auftreten
- ausgeprägte Kommunikations- und Teamfähigkeit, Verhandlungsgeschick
- Bereitschaft, auch an Wochenenden, Feiertagen und Abenden zu arbeiten

Unser Angebot
- Vergütung nach EG 11 TVöD
- eine individuelle Leistungsprämie
- einen Zuschuss zu den vermögenswirksamen Leistungen
- eine leistungsstarke vom Arbeitgeber finanzierte Betriebsrente mit der kvw-Zusatzversorgung für Ihre finanzielle Absicherung im Alter
- eine interessante, vielseitige und anspruchsvolle Aufgabe bei einem großen öffentlich-rechtlichen Arbeitgeber in Münster
- eine gute Arbeitsatmosphäre in einem innovativen Museumsteam
- regelmäßige interne und externe Fortbildungsmöglichkeiten sowie die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten eines großen Arbeitgebers

Die Stelle ist grundsätzlich auch für Teilzeitkräfte geeignet.
Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht. In Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, werden sie nach Maßgabe des Landesgleichstellungsgesetzes NRW bevorzugt berücksichtigt.
Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Personen sind ebenfalls ausdrücklich erwünscht.

Bei fachlichen Fragen zu diesen vielfältigen Aufgabenfeldern wenden Sie sich gerne an:
LWL-Museum für Naturkunde:
Frau Anja Schulz (Tel.-Nr. 0251 591-6013)

Personalrechtliche Fragen und Fragen zu dem Verfahren beantwortet Ihnen gerne:
LWL-Haupt- und Personalabteilung:
Frau Rehermann (Tel.-Nr. 0251 591-5918)

Nehmen Sie die Herausforderung an? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung!
Bitte nutzen Sie den Bewerbungsbogen unserer Online-Bewerbung unter www.lwl.org/LWL/Der_LWL/Jobs oder senden Sie uns gerne Ihre aussagekräftige Bewerbung unter Angabe der Kennnummer 86/19 bis zum XX.XX.2019 (Eingangsstempel LWL) an die unten stehende Adresse.

Zu den aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen gehören:
- Bewerbungsanschreiben
- tabellarischer Lebenslauf
- Schulabschlusszeugnis/se
- Nachweis über die im Profil geforderte Qualifikation
- bei Beamten: zusätzlich die letzte Ernennungsurkunde
- bei im Ausland erworbenen Studienabschlüssen: Nachweis über die Anerkennung in-Deutschland (Zeugnisbewertung) und eine beglaubigte Übersetzung
- Arbeitszeugnisse vorheriger Arbeitgeber
- letzte Leistungsbeurteilung/en
- gegebenenfalls weitere Qualifikationen (Fortbildungen, Zertifikate)
- gegebenenfalls Nachweis über Schwerbehinderung oder Gleichstellung
- Angabe eines eventuellen Teilzeitwunsches

Bitte fügen Sie Ihrer Bewerbung zum Nachweis der oben beschriebenen Anforderungen nur einfache Ablichtungen bei (keine Originalunterlagen und keine beglaubigten Ablichtungen).
Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL)
LWL-Haupt- und Personalabteilung
48133 Münster


Umgang mit Archivgut
Viele Museen enthalten Archivgut oder sind für die städtischen historischen Archive zuständig. Das Landesarchiv NRW hat eine umfangreiche, an der Praxis orientierte Broschüre zum Umgang mit Archivgut herausgegeben:
Clemens Rehm/Wilfried Reininghaus (Hg.): Richtlinien zu Kulturgut und Notfallbewältigung. Neue Strategien der Schadensprävention und -behebung bei Archivgut. Düsseldorf 2011 (Veröffentlichungen des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen 42).
ISBN 978-3-9804317-1-2. 172 S., broschiert,
Verkaufspreis: 5 Euro.

Der Band kann über das Landesarchiv NRW
Graf-Adolf-Straße 67
40210 Düsseldorf
Tel.: +49 211 159238-0
Fax: +49 211 159238-111