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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Museen Sachsen-Anhalts

Museum Weißenfels
Schloss Neu-Augustusburg

Weißenfels

Schloss Blick in die Ausstellung Stelzsandalen für Damen

Das Museum Weißenfels wurde im Jahr 1910 gegründet und befindet sich seit 1964 im Schloss Neu-Augustusburg. Bekannt wurde das Museum durch seine Sammlung historischer Schuhe von der Antike bis zur Gegenwart. Völkerkundliches Schuhwerk aus vier Erdteilen veranschaulicht kulturelle, geographische und klimatische Einwirkungen auf die Entwicklung des Schuhwerks der verschiedenen Völker. Auch die enge Beziehung von gesellschaftlichen Entwicklungen und Veränderungen in der Schuhmode werden aufgezeigt.
Ein stadtgeschichtlicher Ausstellungsbereich, der zur Zeit kontinuierlich erweitert wir, ist besonders dem Herzogtum Sachsen-Wei0ßenfels und der Schlossbaugeschichte gewidmet.
Zu den Beständen des Museums zählen Sammlungen von Textdrucken, Autographen und Nachlässen bedeutender Weißenfelser Musiker und Literaten wie zum Beispiel Schütz, Neumeister, Novalis, Seume, Francois, Brachmann, Müllner und viele andere. Weiterhin besitzt das Museum eine umfangreiche Militaria-Sammlung, eine herausragende Sammlung von Vivatbändern (18.-21. Jh.) sowie Eisenkunstguss-Exponate des 19. Und 20. Jahrhunderts.
Zum festen Bestandteil der musealen Aktivitäten zählen verschiedenartige Sonderausstellungen, Lesungen und zahlreiche museumspädagogische Angebote für Jung und Alt.

Sammlungen bei museum-digital

Sonderausstellungen

Sonderausstellung vom 30.09.2017 bis 21.01.2018
"DYNASTIEGEWITTER – August der Starke versus Herzog Christian"

Weithin bekannt ist Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen wegen seiner Frauengeschichten, seiner Schlösser, seines Prunks. Weniger bekannt ist sein Umgang mit Religion und Konfession. 1697 war der Repräsentant des wichtigsten und traditionsreichsten protestantischen Fürstenhauses plötzlich Katholik geworden!

Der Glaubenswechsel brachte dem Kurfürsten die polnische Königskrone ein. Doch war das auch ein Wagnis. Selbst für Teile der Kurfürstenfamilie war die Konversion unannehmbar. Der Weißenfelser Hof entwickelte sich indes zur "protestantischen Zentrale" des Kurhauses Sachsen. Herzog Christian bestieg dort 1712 den Thron und Pflege wie Ausbreitung des evangelischen Glaubens waren ihm höchstes Credo. Zwischen August dem Starken und seinem Weißenfelser Vetter entwickelte sich nun ein verbissen geführter Streit.

Erstmals thematisiert die Ausstellung "Dynastiegewitter" dieses faszinierende Stück sächsischer Glaubensgeschichte. In vier Räumen lernen Sie die Akteure und ihr Handeln näher kennen. Erstmals wird auch das fürstliche Kirchengemach für Besucher geöffnet. Ab 1682 nahmen an dieser Stelle alle Weißenfelser Herzöge und Herzoginnen an den Gottesdiensten teil. Von hier haben die Besucherinnen und Besucher den Blick auf die atemberaubende Kirche.

In der Ausstellung sind zahlreiche Objekte zu sehen, die bisher noch nie öffentlich ausgestellt wurden. Dazu gehören Objekte aus dem Privatbesitz Christians, die nach seinem Tod 1746 an den Dresdner Hof fielen sowie Gegenstände aus von ihm gestifteten Kirchenschätzen.

Sonderausstellung vom 28.10.2017 bis 03.02.2018
"Heimat im Krieg 1914/1918. Spurensuche in Sachsen-Anhalt"

Am 1. August 1914 entbrannte weltweit ein Krieg, in den im Laufe von vier Jahren insgesamt 40 Länder verwickelt waren und der Millionen von Toten zählte. Am Ende war die globale politische und geistige Landkarte grundlegend verändert. Projektseite

Veranstaltungen

30.12.2017
Gruftführung zu den Prunksärgen der Herzogfamilie

20.01.2018 um 15:00 Uhr
Sonderführung