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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Museen Sachsen-Anhalts

Schraube-Museum. Wohnkultur um 1900

Halberstadt

Kindergruppe beim Salon Gründerzeit Außenansicht Museum klassizistische Kaminuhr

Stadtbekannt, engagiert und beliebt war sie, die letzte Vertreterin der alteingesessenen Halberstädter Fabrikanten- und Händlerfamilie Schraube. Margarete, 1903 geboren, studierte Geographie, Geschichte und Sport, arbeitete als Lehrerin, blieb unverheiratet und kinderlos. Halberstadt verdankt Fräulein Schraube ein einzigartiges Zeugnis gutbürgerlicher Lebensweise des 19. Jahrhunderts. Das komplette Wohnumfeld einer Fabrikantenfamilie ist in allen Einzelheiten und Details erhalten. Das Prunkstück, der gründerzeitliche Salon, steht dabei dem fürstlichen Speisesaal im nahen Schloss Wernigerode in nichts nach. Gute Stube, Schlafzimmer und Küche zeigen “Leben früher“ so authentisch, wie es nur selten zu finden ist.
Seit 2012 konnte die Scheune am Museum dank eines privaten Sponsors saniert werden. Sie beherbert einen neuen Sonderausstellungsraum und einen großen Bereich für Museumspädagogik, der es ermöglicht, "Kochen, Braten, Backen - wie zu Uromas Zeien" mit Kindergruppen anzubieten.

Sonderausstellungen

Sonderausstellung vom 21.09.2019 bis 24.11.2019
"Der Elefant auf dem Schachbrett"
in memoriam Hans Holländer
zusammengetragen von Chess Collectors International

Als das Schach um 800 durch die Araber nach Europa kam, galten die Steine an der Position des Läufers als Kriegselefanten. In Europa wurden sie zum Bischof, Hofnarr oder in Deutschland zum Läufer. Im 16. Jh. tauchte der Elefant an der Turmposition wieder auf.
Die Ausstellung zeigt Schachspiele mit Schachelefanten aus Europa, China und Indien. Sie ehrt damit den Kunsthistoriker Hans Holländer. Er forschte und publizierte zur Kunstgeschichte des Schachs. Dabei schenkte er auch den Schachelefanten seine Aufmerksamkeit.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.