Museumsverband Sachsen-Anhalt

Aktuelles

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Wiedereröffnung der Museen ab 8. März 2021

In der folgenden Übersicht finden Sie die geplanten Wiederöffnungstermine der Museen nach dem 8. März 2021.
Bitte informieren Sie sich bei der jeweiligen Einrichtung über die dort geltenden Bestimmungen, da diese von verschiedenen Faktoren abhängig sind und eine eventuelle Schließung wieder erforderlich machen.

Aschersleben: Museum Aschersleben: 01.04.
Bad Lauchstädt: Historische Kuranlagen und Goethe-Theater: 13.03.
Blankenburg: Kloster Michaelstein
Böckwitz: Museum Böckwitz: 11.04.
Dedeleben: Heimatmuseum Dedeleben: 01.04.
Dessau: Bauhaus: 30.03.
Dessau: Museum für Stadtgeschichte: 10.03.
Dessau: Technikmuseum „Hugo Junkers“ Dessau: 18.03.
Dessau: Kulturstiftung Dessau-Wörlitz: 20.03.
Falkenstein: Burg Falkenstein: 03.04.
Freyburg: Schloss Neuenburg: 03.04.
Gardelegen: Alte Apotheke: 11.03.
Genthin: Kreismuseum Jerichower Land: 09.03.
Gräfenhainichen: Freilichtmuseum FERROPOLIS: 12.03.
Halberstadt: Gleimhaus: 09.03.
Halberstadt: Domschatz Halberstadt: 03.04.
Halle: Kunstmuseum Moritzburg: 03.04.
Havelberg: Prignitz-Museum am Dom Havelberg: 12.05.
Hettstedt: Mansfeld-Museum im Humboldt-Schloss: 17.03.
Jerichow: Stiftung Kloster Jerichow: 31.03.
Köthen: Museum im Schloss: 13.03.
Kötzschau: Eisenbahnmuseum Kötzschau: 21.03.
Kroppenstedt: Heimatmuseum Kroppenstedt: 22.03.
Laucha: Glockenmuseum Laucha: 15.04.
Löbejün: Carl-Loewe-Museum: 01.05.
Lutherstadt Wittenberg: Museum im Zeughaus: 17.03.
Magdeburg: Kulturhistorisches Museum Magdeburg: 12.03.
Magdeburg: Museum für Naturkunde: 12.03.
Magdeburg: Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg: 15.03.
Marienborn: Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn: 11.03.
Memleben: Stiftung Kloster und Kaiserpfalz Memleben: 13.03.
Merseburg: Deutsches Chemie-Museum Merseburg: 01.04.
Merseburg: Dom: 01.04.
Naumburg: Dom: 01.04.
Nebra: Arche Nebra: 11.03.
Oebisfelde: Burg- und Heimatmuseum: 01.05.
Osterwieck: Heimatmuseum Osterwieck: 15.03.
Petersberg: Museum Petersberg: 20.03.
Quedlinburg: Lyonel-Feininger-Galerie: 03.04.
Quedlinburg: Domschatz Quedlinburg: 02.04.
Salzwedel: Johann-Friedrich-Danneil-Museum: 16.03.
Schönebeck: Salzlandmuseum: 13.03.
Schönhausen: Bismarck-Museum Schönhausen: 09.03.
Staßfurt: Stadt- und Bergbaumuseum Staßfurt: 11.03.
Staßfurt: Fahrzeugmuseum: 03.04.
Stendal: Winckelmann-Museum Stendal: 09.03.
Stolberg: Museum Kleines Bürgerhaus: 12.03.
Stolberg: Museum Alte Münze: 12.03.
Thale: Hüttenmuseum Thale: 01.04.
Tilleda: Freilichtmuseum Königspfalz Tilleda: 13.03.
Ummendorf: Börde-Museum Burg Ummendorf: 27.03.
Weißenfels, Museum Schloss Augustusburg: 09.03.
Weißenfels, Heinrich-Schütz-Haus: 09.03.
Weißenfels, Novalis-Gedenkstätte Weißenfels: 09.03.
Wernigerode: Schloss Wernigerode GmbH: 30.03.
Wernigerode: Harzmuseum: 09.03.
Wernigerode: Museumshof "Ernst Koch“ Silstedt: 15.03.
Wiederstedt: Forschungsstätte für Frühromantik und Novalis-Museum: 09.03.
Zeitz: Museum Schloss Moritzburg Zeitz: 19.03.
Zerbst: Museum der Stadt und Sammlung „Katharina II.“: 16.03.

(Stand: 14.04.2021)


GRUNDKURS MUSEUMSPÄDAGOGIK am 26. und 27. Mai 2021

Museen sind bedeutende Bildungsorte mit außergewöhnlichem Potenzial. Doch vor allem für kleinere Häuser machen es die gegebenen Rahmenbedingungen nicht selten schwer, dieses zu entfalten. Gerade wenn Museen ohne ausgebildete Museumspädagog*innen auskommen müssen, sind ihre Mitarbeiter*innen in Sachen Vermittlungsarbeit besonders gefordert:

Wie kann Museumspädagogik in die ohnehin schon umfangreiche Arbeit des Sammelns, Forschens, Bewahrens und Ausstellens eingebunden werde? Was ist zu beachten, wenn es ansprechende zielgruppengerechte Formate zu entwickeln gilt? Und wie geht das eigentlich: "spielerisch, interaktiv, vielseitig und ansprechend“?

Der Grundkurs Museumspädagogik bietet ihnen einen praxisbezogenen Einstieg in die museale Vermittlungsarbeit – mit Schwerpunkt auf die Zielgruppe Kinder und Jugendliche – und richtet sich speziell an Museumsmitarbeiter*innen ohne museumspädagogische Ausbildung.

Er vermittelt museumspädagogisches Basiswissen und praxisbezogenes Know how zu den Rahmenbedingung einer zielgruppenorientierten Vermittlungsarbeit. Die Teilnehmenden erhalten zudem Tipps für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Schulen und lernen verschiedene museumspädagogische Methoden kennen.

Zahlreiche interaktive Elemente geben Raum für Austausch und Reflexion von Erfahrungen und Workshopinhalten. Darüber hinaus haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich mit Hilfe einer Programm-Matrix im Entwickeln eines zielgruppenspezifischen museumspädagogischen Formats zu probieren.

Themenschwerpunkte im Überblick
- "Bildungsplattform Museum!?” - Basiswissen Museumspädagogik
- Auf Zuschnitt – Zielgruppen
- Die Qual der Wahl – Vermittlungsmethoden
- Rahmenbedingungen für die erfolgreiche Vermittlungsarbeit
- Im Fokus: Zielgruppe Schulklasse
- Von der Idee zum Vermittlungsangebot - Programmkonzepte entwickeln
- Schule und Museum - eine aufregende Partnerschaft?

Referentin
Die Museologin und Museumspädagogin Lore Liebscher verfügt über langjährige Praxiserfahrung in der theoretischen Entwicklung und praktischen Durchführung von museumspädagogischen Programmen. Ihr Schwerpunkt liegt vor allem in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Teilnahme
Die Teilnahmegebühr beträgt 250,- Euro / ermäßigt 210,- Euro (Studierende und Volontär*innen).

Der Online-Workshop wird an zwei Vormittagen durchgeführt, und zwar von 9.00 bis 12.00 Uhr bzw. 13.00 Uhr.

Die Veranstaltung wird über die Plattform Microsoft Teams angeboten. Alle Teilnehmenden erhalten dazu im Voraus per E-Mail einen Zugangslink, über den sie den Workshop besuchen können. Eine browserbasierte Nutzung der Plattform ist möglich (kein Download erforderlich).

Für die Durchführung der praktischen Übungen kommt ein kollaboratives Online-Tool zum Einsatz. Die Nutzung erfolgt browserbasiert und ist ohne vorherige Registrierung möglich.

Für die Teilnahme wird ein internetfähiges Endgerät (PC, Laptop, Tablet) mit Kamera- und Mikrofonfunktion benötigt.

Anmeldung
Die Anmeldung erfolgt über museumskulturen.
Anmeldeschluss ist der 14. Mai 2021.


GRUNDKURS MUSEUMSPÄDAGOGIK am 5. und 6. Oktober 2021

Museen sind bedeutende Bildungsorte mit außergewöhnlichem Potenzial. Doch vor allem für kleinere Häuser machen es die gegebenen Rahmenbedingungen nicht selten schwer, dieses zu entfalten. Gerade wenn Museen ohne ausgebildete Museumspädagog*innen auskommen müssen, sind ihre Mitarbeiter*innen in Sachen Vermittlungsarbeit besonders gefordert:

Wie kann Museumspädagogik in die ohnehin schon umfangreiche Arbeit des Sammelns, Forschens, Bewahrens und Ausstellens eingebunden werde? Was ist zu beachten, wenn es ansprechende zielgruppengerechte Formate zu entwickeln gilt? Und wie geht das eigentlich: "spielerisch, interaktiv, vielseitig und ansprechend“?

Der Grundkurs Museumspädagogik bietet ihnen einen praxisbezogenen Einstieg in die museale Vermittlungsarbeit – mit Schwerpunkt auf die Zielgruppe Kinder und Jugendliche – und richtet sich speziell an Museumsmitarbeiter*innen ohne museumspädagogische Ausbildung.

Er vermittelt museumspädagogisches Basiswissen und praxisbezogenes Know how zu den Rahmenbedingung einer zielgruppenorientierten Vermittlungsarbeit. Die Teilnehmenden erhalten zudem Tipps für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Schulen und lernen verschiedene museumspädagogische Methoden kennen.

Zahlreiche interaktive Elemente geben Raum für Austausch und Reflexion von Erfahrungen und Workshopinhalten. Darüber hinaus haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich mit Hilfe einer Programm-Matrix im Entwickeln eines zielgruppenspezifischen museumspädagogischen Formats zu probieren.

Themenschwerpunkte im Überblick
- "Bildungsplattform Museum!?” - Basiswissen Museumspädagogik
- Auf Zuschnitt – Zielgruppen
- Die Qual der Wahl – Vermittlungsmethoden
- Rahmenbedingungen für die erfolgreiche Vermittlungsarbeit
- Im Fokus: Zielgruppe Schulklasse
- Von der Idee zum Vermittlungsangebot - Programmkonzepte entwickeln
- Schule und Museum - eine aufregende Partnerschaft?

Referentin
Die Museologin und Museumspädagogin Lore Liebscher verfügt über langjährige Praxiserfahrung in der theoretischen Entwicklung und praktischen Durchführung von museumspädagogischen Programmen. Ihr Schwerpunkt liegt vor allem in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Teilnahme
Die Teilnahmegebühr beträgt 250,- Euro / ermäßigt 210,- Euro (Studierende und Volontär*innen).

Der Online-Workshop wird an zwei Vormittagen durchgeführt, und zwar von 9.00 bis 12.00 Uhr bzw. 13.00 Uhr.

Die Veranstaltung wird über die Plattform Microsoft Teams angeboten. Alle Teilnehmenden erhalten dazu im Voraus per E-Mail einen Zugangslink, über den sie den Workshop besuchen können. Eine browserbasierte Nutzung der Plattform ist möglich (kein Download erforderlich).

Für die Durchführung der praktischen Übungen kommt ein kollaboratives Online-Tool zum Einsatz. Die Nutzung erfolgt browserbasiert und ist ohne vorherige Registrierung möglich.

Für die Teilnahme wird ein internetfähiges Endgerät (PC, Laptop, Tablet) mit Kamera- und Mikrofonfunktion benötigt.

Anmeldung
Die Anmeldung erfolgt über museumskulturen.
Anmeldeschluss ist der 14. Mai 2021.


Lutherstadt Wittenberg

Luther 1521: Luther in Worms
2021 jährt sich Luthers Auftritt in Worms zum 500. Mal. Aus diesem Anlass widmet sich Dr. Ruth Slenczka im April-Vortrag in der Reihe „Luther 1521“ zwei spannenden Exponaten aus dem Lutherhaus, anhand derer sie dieses besondere Ereignis neu in den Blick nimmt. Der Vortrag wird digital bereitgestellt.

Am Dienstag, den 20. April steht in der Wittenberger Vortragsreihe "Luther 1521“ ein ganz besonderer Anlass im Mittelpunkt: Luthers Auftritt auf dem Wormser Reichstag vor Kaiser Karl V., der sich am 18. April zum 500. Mal jährt. Dr. Ruth Slenczka, Leiterin der Museen der Stiftung Luthergedenkstätten in Wittenberg, fragt in ihrem Vortrag anhand von zwei einmaligen Objekten aus dem Lutherhaus, welche Bedeutung das Ereignis von vor 500 Jahren noch heute für uns hat.

Coronabedingt kann der Vortrag nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden, wird aber digital via Facebook, YouTube und auf www.martinluther.de bereitgestellt.

Im Lutherhaus sind zwei herausragende Exponate ausgestellt, die Luthers berühmten Auftritt vor Kaiser Karl V. in Worms am 18. April 1521 darstellen: Zum einen das UNESCO-Weltdokumentenerbe, der Brief, in dem der Reformator dem Kaiser rückblickend seine Sicht auf das Geschehen erläutert, und zum anderen das knapp 350 Jahre später entstandene Historiengemälde von Hermann Plüddemann, das den welthistorischen Moment national-heroisch interpretiert. Beide Exponate sind Grund genug, das Ereignis nach 500 Jahren erneut in den Blick zu nehmen und nach seiner Relevanz für uns heute zu fragen.

WER: Die Kunsthistorikerin Dr. Ruth Slenczka wurde nach ihrem Studium der mittleren und neueren Geschichte, Kunstgeschichte und evangelischen Theologie mit einer Abhandlung über Lehrhafte Bildtafeln in spätmittelalterlichen Kirchen promoviert. Nach beruflichen Stationen an der Universität und im Wissenschaftsmanagement ist sie seit 2015 als Kuratorin, Projektleiterin und Kustodin an unterschiedlichen Museen tätig gewesen. Seit Dezember 2019 ist sie Mitarbeiterin der Stiftung Luthergedenkstätten und leitet die Museen in Wittenberg.

WANN: Dienstag, den 20. April 2021, 18:30 Uhr

WO: Digital via Facebook auf www.facebook.com/luthergedenkstaetten sowie auf der Internetseite www.martinluther.de und auf dem You-Tube-Kanal der Stiftung


Webinar

"Hinweise auf eine jüdische Herkunft, also möglicherweise NS-Raubgut – wie weiter?"
am 19. April 2021, 14:00–16:00 Uhr

Veranstalter
Museumsverband Sachsen-Anhalt e. V. zusammen mit der Moses Mendelssohn Akademie Halberstadt

Teilnehmerkreis
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Museen in Sachsen-Anhalt

Anmeldung
Bitte melden Sie sich bis 15.04.2021 per E-Mail bei Dr. Annette Müller-Spreitz, mueller-spreitz@mv-sachsen-anhalt.de, an, damit Sie den Webex-Link zugesendet bekommen.


Programm
10:00 – 10:10 Uhr: Begrüßung
Jutta Dick, Leiterin Moses Mendelssohn Akademie
Dr. Annette Müller-Spreitz, Museumsverband Sachsen-Anhalt e. V., Koordinierung Provenienzforschung

10:10 – 10:50 Uhr: Was sind Judaica?
Es werden einige Objekte vorgestellt, angefangen von einem Beispiel wertvollen Ritualgeräts, z. B. ein Dochthalter, bis hin zu neun simplen Teelichtern, die im religiösen Kontext durch die Nutzung Ritualgerät sind.

10:50 – 11:50 Uhr: Ausgewählte Beispiele möglicher Verdachtsmomente
• Zinnteller, Salzlandmuseum Schönebeck (Elbe) | Uri Faber
• Kleiderbügel, Salzlandmuseum Schönebeck (Elbe) | Jutta Dick
• Toraschild und Ewiges Licht, Anhaltische Gemäldegalerie Dessau | Uri Faber
• Türflügel Judenstr. 16, Städtisches Museum Halberstadt | Jutta Dick und Tom Pürschel
• Handschuhschnittmuster etc. der Firma Lasch, Städtisches Museum Halberstadt | Jutta Dick
• Objekte von Fam. Abrahämchen, Eloge Bankier Susman, Meyer’s Concours, Familie des Pferdehändlers Meyer, Gleimhaus Halberstadt, Sammlung Augustin | Jutta Dick

11:50 – 12:00 Uhr: Fragerunde


Neustart Kultur: Förderprogramm

Das angekündigte Förderprogramm für Digitalisierungsvorhaben für Museen und Kultureinrichtungen im Rahmen von NEUSTART KULTUR wird am 25. Februar 2021 freigeschaltet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick:
- Registrierung bei der DDB zum Zeitpunkt der Abgabe des Förderantrages
- Die beantragte Fördersumme muss mindestens 10.000 € und darf maximal 200.000 € betragen.
- Der erforderliche Eigenanteil der antragstellenden Kultur- und Wissenseinrichtung liegt bei 10 Prozent. Die Einbringung von baren Eigenmitteln in Höhe von 10 Prozent der Gesamtprojektsumme ist erforderlich und kann auch durch eingeworbene Drittmittel erfolgen.
- Die Anträge können ausschließlich über das Online-Antragsformular des Deutschen Bibliotheksverband e. V. eingereicht werden.
- Das Antragsformular wird ab dem 25.02.2021, 10:00 Uhr, freigeschaltet.
- Start der Digitalisierungsprojekte: frühestens 31.03.2021
- Ende der Digitalisierungsprojekte: spätestens 31.12.2021

Weitere Informationen und AnsprechpartnerInnen finden Sie unter:
https://pro.deutsche-digitale-bibliothek.de/neustart-kultur


Burg Falkenstein goes digital

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen!

Nicht erst seit der digitalen Erfassung von Sammlungsbeständen in Online-Datenbanken und der damit verbundenen dauerhaften Bewahrung für die Zukunft wissen Museen um die Vorteile der Digitalisierung. Im Zuge der andauernden pandemiebedingten Museumsschließungen eröffnet die Digitalisierung zunehmend auch im Bereich der Kulturvermittlung neue kreative Möglichkeiten, Wissen und Informationen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Auch die Burg Falkenstein im Harz nutzt diese Chancen und Möglichkeiten für ihre museumspädagogische Arbeit. Unter dem Hashtag #closedbutopen veröffentlicht sie regelmäßig informative Online-Beiträge zur Burg- und Baugeschichte auf ihrer Webseite. Interessantes und Kurioses über die Burg und ihre einstigen Bewohner erfährt man aber auch auf spielerische Art und Weise beim Lösen kniffliger Aufgaben in den als interaktives Wissensquiz gestalteten Action-Bounds.
Seit wenigen Tagen ergänzt ein virtueller Rundgang durch Kernburg und Ausstellungsräume das digitale Angebot. Klick für Klick begibt man sich auf dem Smartphone, Tablet oder am heimischen PC auf eine Zeit- und Entdeckungsreise durch die Burg Falkenstein. Von der Burgkapelle mit ihrem hochmittelalterlichen Glasfenster über den herrschaftlich eingerichteten Rittersaal und die ehemaligen Privatgemächer des Burgherrn gelangt man schließlich – und das völlig mühelos und ohne Anstrengungen – hinauf zum mächtigen Bergfried. Von dessen Aussichtsplattform kann man einen fantastischen Blick auf das Selketal genießen. Aufrufbare Texte liefern knappe Informationen zu einzelnen Räumen, Grundrisse und Geschosspläne erleichtern die Orientierung oder bieten die Möglichkeit, zwischen Standorten und Ebenen zu navigieren. Ein großer Vorteil: Der Besuch der virtuellen Burg ist völlig unabhängig von Tageszeit wie Wetterlage und vor allem kostenlos!
Möglich gemacht hat diese virtuelle Entdeckungsreise die Firma Museum Virtuell mit Sitz in Gich am Niederrhein. Zahlreiche 360°- Fotoeinzelaufnahmen wurden hierfür zu einem Gesamtbild der Burg aneinandergefügt. Anbieter des Dienstes ist Matterport Inc. Sowohl der virtuelle Rundgang als auch alle anderen digitalen Angebote stehen allen interessierten Nutzern barrierefrei auf unserer Webseite unter: www.burg-falkenstein.de zur Verfügung.


Halle

Die kulturellen Themenjahre in Halle sind deutschlandweit einzigartig. Nach einem erfolgreichen ersten Durchlauf von 2000 bis 2010 soll ab diesem Jahr an den damaligen Erfolg angeknüpft werden. Ziel ist es, die Stadtgesellschaft dazu einzuladen, sich ein Jahr lang mit einem relevanten Thema zu beschäftigen. Impulsgeber sind unter anderem kulturelle und soziale Einrichtungen, Bildungsinstitutionen sowie Wirtschaftsunternehmen. Ein umfassendes Veranstaltungsprogramm wurde erarbeitet.

Motto des Jahres
Die Intendanz für das Themenjahr 2021 unter dem Motto "Halexa, siede Salz! Herkunft trifft Zukunft“ übernehmen die Franckeschen Stiftungen zusammen mit dem Salinemuseum und der Werkleitz Gesellschaft. "Die stadtweiten kulturellen Themenjahre sind ein hallesches Erfolgsmodell“, so Thomas Müller-Bahlke, Direktor der Franckeschen Stiftungen. "An den Vorbereitungen haben sich 80 Akteure aller Gesellschaftsbereiche beteiligt. Wir können jetzt schon ein Programm mit rund 100 themenbezogenen Veranstaltungen anbieten“, verrät er. Schirmherr des Themenjahres ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Salz und Digitalisierung
Die Themen Salz und Digitalisierung stehen 2021 im Zentrum der Betrachtungen. Halles kulturelles Erbe wird demnach mit digitaler Sprachsteuerung verknüpft. Denn Salz ist nicht nur mit der Stadt Halle, sondern mit jedem Einzelnen untrennbar verbunden − es ist die Grundlage allen Lebens und damit ein Universalthema, ähnlich wie heute die Digitalisierung. "Ich finde es sehr gut, historische Salzgewinnung, wie wir sie in Halle kennen, mit digitaler Revolution, die unseren Alltag prägt, zu verknüpfen. Während das eine als Tradition fest verankert ist, besteht in dem anderen eine immense Dynamik“, erklärt Daniel Herrmann, Direktor der Werkleitz Gesellschaft. Offiziell beginnen soll das kulturelle Themenjahr 2021 am 18. April um 11.30 Uhr mit einer Festveranstaltung in den Franckeschen Stiftungen − sofern die dann geltenden Corona-Bestimmungen es erlauben. Als Festredner konnte der Soziologe Heinz Bude gewonnen werden, Professor für Makrosoziologie am Institut für Gesellschaftswissenschaften an der Universität Kassel. Er soll zunächst die Relevanz eines solchen stadtweiten Themenjahres beleuchten.

Höhepunkte des Themenjahres
Zahlreiche Programmhöhepunkte schließen sich über das Jahr verteilt an, darunter Vorträge, Lesungen, Konzerte, Kunstaktionen, Ausstellungen, Festivals und Exkursionen. Mit dem Tag der Deutschen Einheit feiert das Themenjahr schließlich seinen Höhepunkt. Das Veranstaltungsprogramm endet am 31. Dezember. Am Freiwilligentag im April beispielsweise geht die Freiwilligen-Agentur in diesem Jahr neue Wege. Neben den bekannten Angeboten möchte man hier auch digitale Möglichkeiten nutzen, um anderen etwas Gutes zu tun − wie etwa mit einem Wohnzimmerkonzert, das Seniorenheimbewohnern via Stream zugänglich gemacht werden kann.

Ein Streaming-Konzert plant auch der Stadtsingechor am 17. Juli aus der Ulrichskirche. Des Weiteren sind eine Salz-Tour mit dem Fahrrad sowie eine Theateraufführung mit dem Titel "Minority Report“ geplant. Und auch das "Werkleitz Festival“ und das "Silbersalz Festival“ im Sommer finden natürlich unter dem Jahresmotto statt. Darüber hinaus sollen temporäre Bauwerke − sogenannte Halophytenbänke − im gesamten Stadtgebiet aufgebaut werden. Dabei handelt es sich um Hochbeete für Salzpflanzen. Die erforderlichen Elemente entstehen im Rahmen einer vom Jobcenter Halle geförderten Arbeitsgelegenheit durch den Berufliches Bildungswerk e. V. Halle-Saalkreis seit November 2020. Sie werden ab April an den jeweiligen Standorten aufgestellt.

Informationen im Netz
Nähere Informationen zu den einzelnen Akteuren und Veranstaltungen des Themenjahres 2021 sind bereits auf der Internetseite www.themenjahre-halle.de zu finden. Programmänderungen sind aufgrund der jeweils geltenden Corona-Verordnungen allerdings jederzeit möglich.


Neuer Geschäftsführer Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V.

Danny Könnicke ist neuer Geschäftsführer des Museumsverbandes Sachsen-Anhalt e.V. Er folgt der langjährigen Geschäftsführerin Susanne Kopp-Sievers, die nach 26 Jahren in den Ruhestand ging.

Danny Könnicke ist seit dem 1. Januar 2021 Geschäftsführer des Museumsverbandes Sachsen-Anhalt. Der Historiker und Politologe ist in Sachsen-Anhalt aufgewachsen und hat mehrere Jahre hier gearbeitet. In den vergangenen Jahren war er in Bayern tätig, zuletzt beim Deutschen Museum Nürnberg – Das Zukunftsmuseum. Er verfügt über mehrjährige Erfahrungen im Museumsbereich und ist mit der Museumslandschaft Sachsen-Anhalts bestens vertraut. Den Museumsverband kennt er aus seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Vorstandsmitglied. Danny Könnicke wird seinen großen Erfahrungsschatz in der praktischen Museumsarbeit und in der Museumsberatung einbringen.

Ulf Dräger, Vorsitzender des Museumsverbandes: "Ich freue mich, dass wir mit Herrn Könnicke einen hoch engagierten Geschäftsführer gewinnen konnten, der die bisher geleistete Arbeit zu würdigen weiß und viele neue Ideen einbringen und künftig spannende neue Akzente setzen wird. Gerade in der jetzigen Zeit ist eine kontinuierliche Beratung der über 200 Museen im Land außerordentlich wichtig. Wir sind trotz der derzeitigen Schließungen optimistisch und wollen am 16. Mai mit dem bundesweiten Auftakt den Internationalen Museumstag in Sachsen-Anhalt feiern. Außerdem erweitern wir unsere Ak tivitäten mit dem anspruchsvollen Projekt "eCulture“, das mittel- und langfristig Impulse für die digitale Präsenz unserer Museen verspricht.“

Danny Könnicke: "Die Museumslandschaft unseres Bundeslandes ist insgesamt gut aufgestellt, die Verbandsarbeit der vergangenen Jahre hat hierzu enorm beigetragen. Künftige Schwerpunkte gelten dem Aufbau bzw. der Wiederbelebung regionaler und thematischer Netzwerke, zum Beispiel Technik und Industriekultur, Naturkunde und heimatkundliche Museen. Zudem sehe ich Museen stärker als gesellschaftliche Orte. Museen verknüpfen wie kaum eine andere Kultureinrichtung Gestern, Heute und Morgen. Sie laden ein zu Diskussionen und können gesellschaftliche Debatten aktiv begleiten. Kurz: Sie sind ein aktiver und aktivierender Teil unserer Gesellschaft.
Zunächst müssen wir jedoch die Auswirkungen der Pandemie ausgleichen. Diese Krise gibt uns aber auch die Möglichkeit, unsere Arbeit auf den Prüfstand zu stellen, unsere Vermittlungsarbeit digitaler und mobiler zu machen und unsere Ausstellungen anzupassen.“

Herrn Könnicke erreichen Sie unter: Tel. 03471/628116, Mobil 01515/6314120 oder via E-Mail koennicke@mv-sachsen-anhalt.de. Er antwortet gern auf Ihre Fragen.

Besuchen Sie unsere Internet-Präsentation mv-sachsen-anhalt. Hier finden Sie aktuelle Nachrichten aus der Museumswelt Sachsen-Anhalts. Wenn Sie uns Ihre persönliche E-Mail Adresse senden, erhalten Sie zukünftig von uns aktuelle Nachrichten.

Kurzbiografie Danny Könnicke
- geb. 1977
- Studium der Geschichte und Politikwissenschaft an der MLU Halle-Wittenberg
- Teilnahme am Fortbildungsprogramm Musealog
- Volontariat im Dithmarscher Landesmuseum Meldorf
- Geschäftsführer von Erlebniswelt Museen e. V., Sangerhausen
- Leiter des Rundfunkmuseums der Stadt Fürth
- wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Museum München im Projekt Zukunftsmuseum


Blankenburg
Kloster Michaelstein


Onlineführungen im virtuellen Kloster Michaelstein
Zahlreiche Besucher seit Eröffnung des digitalen Museums


Erst im Dezember letzten Jahres wurde der digitale Zwilling des Klosters Michaelsteinin Blankenburg (Harz) von Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann eröffnet. Seither haben bereits 5000 Gäste das virtuelle Museum besucht.
Neben dem individuellen kostenfreien Besuch kann seit kurzem jeweils mittwochs um 10.30 Uhr und freitags um 18 Uhr die Onlineführung "Dreiklang virtuell - KlosterRäume, KlosterGärten & KlangZeitRaum" gebucht werden. Auch die Musikmaschine des Salomon de Caus wird mittwochs und freitags jeweils um 14 Uhr für das Publikum virtuell vorgestellt.

Weitere Informationen: kloster-michaelstein


Lutherstadt Wittenberg
Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt


16 Wochen Schließzeit, verkürzte Öffnungszeiten, kaum Gruppen- und Auslandstourismus: Die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt mit ihren fünf Museen hat im vergangenen Jahr einen Besuchereinbruch um 60 Prozent erlitten. Nach etwa 118.000 Besuchern im Jahr 2019 seien im Corona-Jahr nur noch rund 47.000 gekommen, erklärte eine Sprecherin der Stiftung am Dienstag in Wittenberg.

Für 2021 sei eine neue Ausstellung mit dem Titel "Pest. Eine Seuche verändert die Welt" in Wittenberg geplant. Sie solle vom 20. August an zeigen, wie die Pest im Zusammenspiel mit anderen Seuchen Antrieb für tiefgreifende Veränderungen in Medizin, Gesellschaft und Religion war und wie sie die Zeit der Reformation prägte.

Die Mitmachausstellung "Raus mit der Sprache!" im Museum Luthers Sterbehaus in Eisleben hatte nach vier Wochen wieder schließen müssen. Sie bleibe aber ein wichtiges Angebot der Stiftung und werde bis zum 31. Oktober 2022 zu sehen sein, hieß es weiter. Die Ausstellung lädt Kinder, Jugendliche und Familien dazu ein, Sprache spielerisch und interaktiv zu erkunden und bewusster einzusetzen.

Zudem sind mehrere neue Angebote für Kinder und Erwachsene in den Häusern der Stiftung geplant. Dazu gehören eine kulinarische Erlebnisführung durch das Lutherhaus, ein neuer Mittelalterraum in Wittenberg, in dem ein Thronsaal nachempfunden werde, sowie Hochbeete nach historischem Vorbild in Mansfeld in Luthers Elternhaus.


Halle
Landesmuseum für Vorgeschichte


Das Landesmuseum für Vorgeschichte zeigt ab dem 4. Juni 2021 bis zum 9. Januar 2022 eine große Sonderausstellung, in der die Ergebnisse der weitreichenden Forschungen rund um die Himmelsscheibe von Nebra der vergangenen 20 Jahre in einer einzigartigen Verknüpfung von Naturwissenschaft, Archäologie, Gesellschaftstheorie und Kunst präsentiert werden. Neueste Erkenntnisse zum Fernhandel, gesellschaftlichen Eliten, Glaubensvorstellungen, monumentalen Grab- und Ritualbauten und der Genetik werden mittels spektakulärer und zahlreicher Leihgaben aus ganz Europa illustriert und in bewährt exklusiver Gestaltung in Szene gesetzt. Für den Besucher entsteht das faszinierende Bild eines vernetzten Europas am Ende der Steinzeit und während der Bronzezeit mit Fürstengräbern, goldenen Ritualobjekten, Kultanlagen und Importen aus dem Orient.


Halle
Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)


Alte Meister in der »Burg der Moderne«
Neue Sammlungspräsentation


Das Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt ist ein Museum für die Kunst der Moderne. Das bedeutet jedoch nicht, dass es nicht auch Alte Meister in den Sammlungsbeständen gäbe – im Gegenteil! Die in den Depots verborgenen, lange nicht präsentierten Schätze können ab dem 24. Oktober im neuen Teil der Dauerausstellung erkundet werden. Selbst Kenner der halleschen Sammlung werden so manche Entdeckung machen!

In Vorbereitung der neuen Sammlungspräsentation wurden die Ausstellungsräume im Talamt, das in den vergangenen knapp 3 Jahren infolge der Aufzugsbauarbeiten teilweise geschlossen bzw. für Sonderausstellungen genutzt worden war, renoviert. Dabei wurden alle Räume, die zuvor in verschiedenen Tönen gehalten waren, neu gestrichen und in Absprache mit der Denkmalpflege in ihrer Erscheinung vereinheitlicht. Alle Wände haben einen beigefarbenen Anstrich erhalten, sodass die ausgestellten Kunstwerke sich in ihrer ganzen Pracht entfalten können. Darüber hinaus wurden die Fenster im Obergeschoss wieder geöffnet und mit einer das Licht filternden Folie versehen, sodass die Räume wieder im Tageslicht wirken und die Besucher den Blick nach außen haben. Im Erdgeschoss wurden im sogenannten Neogotischen Zimmer drei neue Stellwände eingebaut, auf denen die Landschaftsgemälde von Caspar David Friedrich, Alexandre Calame und Carl Gotthard Grass präsentiert werden. Beide Ausstellungsetagen sind über den neuen Personenaufzug barrierefrei erreichbar.

In den beiden Etagen des Talamtsgebäudes im Südflügel der Moritzburg werden in sechs Räumen insgesamt 192 Werke aus der eigenen Sammlung vom 16. bis 19. Jahrhundert präsentiert – 60 Gemälde, 6 Plastiken sowie 126 Objekte des Kunsthandwerks und Medaillen. Neben Arbeiten von Anselm Feuerbach, Hans von Marées oder Carl Adolf Senff gibt es vor allem für die ältere Kunst viel Neues zu erleben, darunter Gemälde von französischen und italienischen Meistern. Besondere Höhepunkte sind das Vanitas-Stillleben des Meisters des Almanachs des Damien Lhomme, der in der Mitte des 17. Jahrhunderts in Troyes wirkte, und die Diana Hans‘ von Aachen, des Hofmalers Kaiser Rudolfs II. in Prag. Ein Wiedersehen feiern können die Museumsgäste mit Caspar David Friedrichs Klosterruine Oybin, dessen hinterleuchteter Mond immer wieder in seinen Bann zieht.

Die Gemälde werden flankiert von herausragenden plastischen Werken. Johann Gottfried Schadows Marmorbüsten Friedrich Wilhelms III. und Luise von Preußens zeigen das klassizistische Ideal eines Königspaares in perfekter Form. Mit dem Knieenden Mädchen von Aristide Maillol ist ein Werk vertreten, das für die Neuerungen im plastischen Schaffen um die Jahrhundertwende steht. Und auch in diesem Bereich gibt es neben zahlreichen weiteren Bekannten eine Neuentdeckung aus dem Depot, die viele Jahre nicht öffentlich ausgestellt war: die Figur (evtl. aus Spanien) einer Nonne aus dem 17./18. Jh., wahrscheinlich die heilige Teresa von Avila, mit Augen aus Glas, die in das elfenbeinerne Gesicht eingelegt wurden. Diese Technik der aus Glas eingelegten Augen brachten einst spanische Missionare aus Japan von den dortigen Buddhafiguren mit.

Kunsthandwerkliche Gegenstände wie kostbares venezianisches Glas aus dem 16. Jahrhundert sowie verschiedenste Medaillen und Miniaturen ergänzen die Ausstellung. Im Barockzimmer sticht vor allem ein in den 1780er Jahren in der königlichen Manufaktur in Sèvres gefertigter Ziertisch heraus, der für den Hof König Ludwigs XVI. gefertigt wurde.

Viele der Werke gehören zu den Ursprungsbeständen des 1885 gegründeten Museums und werden seit Langem wieder oder überhaupt erstmals ausgestellt. Die neue Sammlungspräsentation schließt die Lücke zwischen der 2017/18 eingerichteten Präsentation Wege der Moderne. Kunst in Deutschland im 20. Jahrhundert und der sakralen Kunst vom Mittelalter bis Barock. Damit können die Besucher nun erstmals in der Museumsgeschichte überhaupt anhand der Sammlungsbestände einen geschlossenen Rundgang durch 800 Jahre Kunstgeschichte erleben.


Projekt Weltenbummel: Globalisierung im Museum vermitteln

Viele Museen bewahren Gegenstände, anhand derer sich eine Vielzahl von Geschichten rund um den Austausch in Kultur und Natur gefunden werden können. Aspekte zur Globalisierung können also ganz einfach im nahen Museum gefunden und diskutiert werden. Das auch auf den Lehrplänen der Schulen Sachsen-Anhalts stehende Thema Welterkundung wird vor Ort lebendig, meist in Tandems bestehend aus Museumsmitarbeitern und Fachleuten vermittelt. Dabei stehen der gegenseitige Austausch auf Augenhöhe und ein möglicher Perspektivwechsel im Vordergrund der Angebote.

Künftige Besucher der um das Globale Lernen erweiterten Angebote erleben Museen aus einem neuen Sichtwinkel. Dieser ermöglicht eine qualifizierte Auseinandersetzung mit Globalisierungsaspekten. Museen können sie künftig als Möglichkeit der kritischen Auseinandersetzung von Nord-Süd-Vernetzungen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nutzen.

Gearbeitet wird in Museen im gesamten Bundesland. Einbezogen sind größere wie auch kleinere Museen:
• Museum Kloster Michaelstein, Blankenburg
• Kreismuseum Bitterfeld
• Franckesche Stiftungen zu Halle
• Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)
• Kulturhistorisches Museum Magdeburg
• Lyonel-Feininger-Galerie Quedlinburg
• Spengler-Museum Sangerhausen
• Museum Schloss Neu-Augustusburg Weißenfels

Das Kooperationsprojekt Weltenbummel vom Museumsverband Sachsensen-Anhalte. V. und OIKOS EINE WELT e. V. wird unterstützt vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, dem Land Sachsen-Anhalt und der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt.


Halle
Kunstmuseum Moritzburg Halle


Rückkehr zweier Werke von Max Liebermann als Dauerleihgaben

Am 14. Mai 1938 befürwortete der hallesche Dezernent für das "Moritzburg-Museum“, Stadtschulrat und Gaukulturwart Bernhard Grahmann, einen Antrag des damaligen Direktors des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale), Hermann Schiebel, bezüglich der Aussonderung zweier Gemälde von Max Liebermann (1847–1935) mit folgenden Worten:
"Der Ankauf bzw. Austausch der 2 Bilder von Max Liebermann wird von mir befürwortet. Das Bild von SCHLEICH d. Ä. ist ein sehr wertvolles Gemälde, das zur Abrundung unserer Sammlung erforderlich ist. Die abzugebenden beiden Bilder von Liebermann sind für uns als Ausstellungsstücke nicht mehr verwendbar, da Liebermann Jude ist.“ Die beiden Gemälde "Venezianische Gasse nach links“ (1878) und "Alte Frau an der Haustür“ (1878) des in einem späteren Schreiben von Schiebel so bezeichneten "Juden L.“ wurden der Galerie Franke in Leipzig in Zahlung gegeben und im Tausch mit zusätzlichen 1000 Reichsmark die Ölstudie "Erntewagen in bayrischer Voralpenlandschaft“ (1863) von Eduard Schleich d. Ä. gekauft. Anders als z. B. in der Nationalgalerie Berlin, wo Werke Liebermanns auch nach der Aktion "Entartete Kunst“ zu sehen waren, entschied man sich in Halle (Saale), die Werke eigeninitiativ aus der Sammlung zu entfernen. Als "entartet“ galt die Kunst Max Liebermanns, der vor 85 Jahren verstarb, nicht aufgrund künstlerischer Aspekte, sondern weil er jüdischen Glaubens war.

Nun kehren die genannten beiden Werke Max Liebermanns 82 Jahre nach ihrer Aussonderung aus der Museumssammlung als Dauerleihgaben erstmals wieder an das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) zurück und wir laden Sie ein, dabei zu sein, wenn sie in die Ausstellung integriert werden. Bei dieser Gelegenheit werden wir detailliert über die Hintergründe des Verkaufs informieren und auch das eingetauschte Werk von Eduard Schleich d. Ä. präsentieren.


Förderung von Provenienzforschung

Seit dem 1. April 2015 befindet sich der Sitz des Deutschen Zentrums für Kulturgutverluste in der Humboldtstraße 12 in Magdeburg. Es führt unter anderem die Aufgaben der ehemaligen Koordinierungsstelle Magdeburg, die im April 2000 lostart online schaltete, und der ehemaligen Arbeitsstelle für Provenienzforschung fort. Das Zentrum hat vor allem die Aufgabe, öffentliche Einrichtungen bei der Suche nach NS-Raubkunst zu beraten und finanziell zu unterstützen. Auf der Website finden Sie Hinweise zu den Förderrichtlinien: kulturgutverluste


Leitfäden des Deutschen Museumsbundes

Im Internet unter museumsbund.de/cms/index.php?id=773&L=0 stehen folgende Leitfäden zur Museumsarbeit zum Download zur Verfügung
- Bürgerschaftliches Engagement im Museum (2008)
- Qualitätskriterien für Museen: Bildungs- und Vermittlungsarbeit (2008)
- Museumsberufe - Eine europäische Empfehlung (2008)
- Leitfaden für das wissenschaftliche Volontariat am Museum (2018)
- Leitfaden für die Erstellung eins Museumskonzepts (2011)
- Nachhaltiges Sammeln – Ein Leitfaden zum Sammeln und Abgeben von Museumsgut (2011)
- Standards für Museen (2011)
- Leitfaden für die Dokumentation von Museumsobjekten (2011)
- schule@museum – Eine Handreichung für die Zusammenarbeit (2012)
- Museen, Migration und kulturelle Vielfalt; Handreichung für die Museumsarbeit (2015)
- Das inklusive Museum - Ein Leitfaden zu Barrierefreiheit und Inklusion (2016)
- Hauptsache Publikum! Besucherforschung für die Museumspraxis (2019)


Umgang mit Archivgut

Viele Museen enthalten Archivgut oder sind für die städtischen historischen Archive zuständig. Das Landesarchiv NRW hat eine umfangreiche, an der Praxis orientierte Broschüre zum Umgang mit Archivgut herausgegeben:
Clemens Rehm/Wilfried Reininghaus (Hg.): Richtlinien zu Kulturgut und Notfallbewältigung. Neue Strategien der Schadensprävention und -behebung bei Archivgut. Düsseldorf 2011 (Veröffentlichungen des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen 42).
ISBN 978-3-9804317-1-2. 172 S., broschiert,
Verkaufspreis: 5 Euro.

Der Band kann über das Landesarchiv NRW
Graf-Adolf-Straße 67
40210 Düsseldorf
Tel.: +49 211 159238-0
Fax: +49 211 159238-111