Museumsverband Sachsen-Anhalt

Aktuelles

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Fachtagung: „Restitution. Vom Angstbegriff zum praktischen Handeln“

Mittwoch, 20. März 2024, 9:00 bis 17:30 Uhr
Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), hybrid


Das Tagungsprogramm bietet einen Einblick in Restitutionsfälle aus allen drei Unrechtskon-texten – koloniale Kontexte, NS-Raubgut und Kulturgutentziehungen SBZ/DDR – vor allem im Hinblick auf die praktische Seite für die Museen. Die deutschlandweiten Fälle, mit einem Schwerpunkt aus dem Land Sachsen-Anhalt, zeigen welche Hürden zu bewältigen sind, wie man mit wem in Kontakt getreten ist und einvernehmliche Lösungen gefunden hat, wo man Rückschläge erlitten hat, wo man proaktiv vorgegangen ist, welche Vor- und Nachteile aus Restitutionsvorgängen und wodurch Mehrwerte mit neuen Kontakten erwachsen.

Für die Tagung konnten folgende Referent*innen gewonnen werden: Thomas Bauer-Friedrich, Christian Jarling, Prof. Dr. med. Heike Kielstein, Susanna Köller, Dr. Iris Metje, Dr. Bernd Röder, Dr. Jan Scheunemann, Madeleine Städtler M. A., Luisa Töpel M. A. sowie Prof. Dr. Matthias Weller, Mag.rer.publ.

Die Fachtagung findet in Kooperation des Museumsverbandes Sachsen-Anhalt mit der Kul-turstiftung Sachsen-Anhalt, Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) statt. Sie rahmt den internationalen Tag der Provenienzforschung (10. April 2024) und wird von der Konferenz der Museumsberatungsstellen in den Ländern (KMBL) unterstützt sowie vom Land Sachsen-Anhalt gefördert.

Das Programm sowie die Anmeldemodalitäten entnehmen Sie bitte dem Faltblatt Programm_MV_Sachsen_Anhalt_Tagung-2024_restitution_242003.pdf
Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmerzahl im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) auf 55 Personen begrenzt ist. Wir bitten um Ihr Verständnis für die Zusage in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen. Ein Tagungsband im Nachgang als Veranstaltungsdokumentation ist geplant.

Bei Rückfragen und zur Anmeldung wenden Sie sich gern an Frau Dr. Annette Müller-Spreitz (mueller-spreitz@mv-sachsen-anhalt.de; 01512 7138327).


Leitfäden des Deutschen Museumsbundes

Im Internet unter museumsbund.de/publikationen-suche stehen folgende Leitfäden zur Museumsarbeit zum Download zur Verfügung
- Bürgerschaftliches Engagement im Museum (2008)
- Qualitätskriterien für Museen: Bildungs- und Vermittlungsarbeit (2008)
- Museumsberufe - Eine europäische Empfehlung (2008)
- Leitfaden für das wissenschaftliche Volontariat am Museum (2018)
- Leitfaden für die Erstellung eins Museumskonzepts (2011)
- Nachhaltiges Sammeln – Ein Leitfaden zum Sammeln und Abgeben von Museumsgut (2011)
- Leitfaden für die Dokumentation von Museumsobjekten (2011)
- schule@museum – Eine Handreichung für die Zusammenarbeit (2012)
- Museen, Migration und kulturelle Vielfalt; Handreichung für die Museumsarbeit (2015)
- Das inklusive Museum - Ein Leitfaden zu Barrierefreiheit und Inklusion (2016)
- Hauptsache Publikum! Besucherforschung für die Museumspraxis (2019)
- Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten (2021)
- Umgang mit menschlichen Überresten in Museen und Sammlungen (2021)
- Standards für Museen (2023)


Erfolgreiche virtuelle User-Tagung von museum-digital

Der Verein museum-digital e.V. veranstaltete am 17. Oktober 2023 von 9.30 bis 13 Uhr die erste deutschlandweite virtuelle User-Tagung. Mehr als 120 Teilnehmende konnten verschiedene Projekte und Anwendungen kennenlernen, die museum-digital als Ausgangspunkt haben und auf unterschiedliche Weise ein breites Publikum für Museen und Sammlungen begeitern. Dazu gehören Übersetzungen, die in Grenzregionen Barrieren überwinden, virtuelle Ausstellungen, die Themen vertiefen und verschiedene Museen verbinden oder auch die Erlebnis-App von Schloss Wernigerode, die mit museum-digital durch die Räumlichkeiten führt.
Mehr zum Programm der Tagung unter verein.museum-digital.de/event/erste-museum-digital-user-tagung. Für alle Fragen rund um die Arbeit mit museum-digital ist Dr. Elisabeth Böhm, Projekt eCulture Ansprechpartnerin in Sachsen-Anhalt. boehm@ksachsen-anhalt.de


Zethlingen
Suche nach Partnern für neues Museumskonzept


Der Altmarkkreis Salzwedel sucht nach einem Partner für die Erstellung eines neuen Konzeptes für das museumspädagogische Zentrum "Langobardenwerkstatt" in Zethlingen.

Die Ausschreibung ist unter https://www.evergabe.de/auftraege/suche-ueber-vergabestellen/Altmarkkreis%2520Salzwedel%252C%2520SG%2520Vergabe/2838999 zu finden.

Das "Zukunftskonzept" soll die Grundlagen für eine Neuausrichtung der Langobardenwerkstatt Zethlingen legen, Handlungsfelder definieren und konkret umsetzbare Maßnahmen formulieren, mit denen die Arbeit der Langobardenwerkstatt effektiv und nachhaltig fortgesetzt werden kann.

Ausführungsfrist: 1.1.2024-30.6.2024.

Die maximale Angebotssumme darf 67.000,00 € nicht überschreiten.

Angebote können bis zum 6.11.2023 eingereicht werden.


Strategisch digitaler werden: Einladung zu Workshops

Wir freuen uns daran, dass die Museen nach Ende der Pandemie wieder geöffnet und gut besucht sind. Doch das Verhalten und die Erwartungen der Besuchenden haben sich gewandelt. Digitale Angebote sind kein Ersatz für einen Vor-Ort-Besuch, sondern gehören dort genauso dazu wie als Vor- und Nachbereitung am eigenen Gerät. Sichtbarkeit in den Portalen macht Menschen auf Ausstellungen aufmerksam und mit dem Hinweis auf Öffnungszeiten und Ticketpreise erreichen Museen durchaus Publikum. Trotzdem bedeutet Onlinepärsenz nicht automatisch höhere Besuchszahlen und bleibt manches Angebot ungenutzt. Wie also können Museen klug und erfolgreich digitaler werden und wie kann eine Strategie dabei helfen?
Das Projekt eCulture im Museumsverband Sachsen-Anhalt lädt zusammen mit der Landesstelle für Museumswesen Sachsen zu einer virtuellen Diskussionsveranstaltung am 23. Oktober ein. Dr. Andrea Geipel gibt einen Impuls zu Relevanz und Aktualität digitaler Strategien, bevor Kolleginnen und Kollegen mit mehr und weniger Erfahrung bei der strategischen Entwicklung der Digitalität von ihren Erfahrungen und Erfolgsgeheimnissen berichten. Aktive Beteiligung an der Diskussion ist erwünscht. Anmeldung per E-Mail an Dr. Elisabeth Böhm unter ­eculture@mv-sachsen-anhalt.de
Das Programm der Veranstaltung als pdf können Sie herunterladen: WorkshopDigitaleStrategien.pdf Anschließend an den Austausch startet am 20. November eine Workshopserie mit fünf Terminen, die Museen dazu einlädt und dabei begleitet, den eigenen Prozess der Digitalisierung strategisch zu durchdenken und zu entwickeln. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten werden in den Treffen verschiedene Aspekte von Digitalisierung (Ziel, Infrastruktur, Angebote, Zusammenarbeit und Prozessablauf) bearbeitet und es gibt Raum für Austausch und kollegiale Beratung. Anmeldungen an Dr. Elisabeth Böhm unter ­eculture@mv-sachsen-anhalt.de


Projektwebsite SESAM ist ab sofort online

In Anknüpfung an die erfolgreichen Digitalisierungsprojekte der letzten Jahre, bei denen die eigenen Bestände des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (LDA) sowie des Landesmünzkabinetts Sachsen-Anhalt im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) im Fokus standen, kann sich das LDA dank der Förderung des Landes Sachsen-Anhalt seit einem Jahr einer neuen Aufgabe widmen: der digitalen Erfassung und Erschließung von Fundmünzen, die sich heute in den kleinen und mittelgroßen Museen des Landes Sachsen-Anhalt befinden. Das zeitliche Spektrum reicht dabei von der Antike bis zum Inkrafttreten der Reichsmünzgesetze von 1871/73. Das Projekt trägt den sprechenden Namen SESAM - Systematische Erfassung Sachsen-Anhaltischer Münzen. Museen, die Fundmünzen erfassen lassen wollen, sind herzlich eingeladen, zum Projektteam im LDA Kontakt aufzunehmen, für Beratung und Unterstützung steht auch Landesnumismatiker Ulf Dräger, Vorsitzender des Museumsverbands Sachsen-Anhalt, gern zur Verfügung. Umfassende Informationen zum Projekt und zu den Möglichkeiten einer Beteiligung bietet nun eine neue Website www.sesam-projekt.de


Netzwerkstellen Industriekultur

Von 2023 bis 2025 betreut die Ferropolis Stiftung Industriekultur gGmbH in Kooperation mit dem Museumsverband Sachsen-Anhalt e. V. und dem Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e.V. das vom Land Sachsen-Anhalt geförderte Projekt „Aufbau Netzwerk Industriekultur Sachsen-Anhalt“. Diese Aufgabe wird in enger Begleitung durch die Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt sowie mit Netzwerkpartner:innen erfüllt. Um das Netzwerk zu entwickeln und entsprechende organisatorische und kommunikative Aufbauarbeit zu leisten, schreibt die Ferropolis vorbehaltlich der in Aussicht stehenden Förderung aus Landesmitteln die Positionen der Projektleitung und der Projektkommunikation aus. Mehr unter ferropolis.de


Willkommen im Jahr 2023 - Perspektiven der Museen und des Verbandes

Der Museumsverband Sachsen-Anhalt wünscht allen Mitgliedern, Freundeskreisen, Interessierten und Fördernden ein gutes, kulturreiches neues Jahr 2023! Zwar sind noch Krisen virulent, doch gibt es für das neue Jahr viele anregende Perspektiven. Wir laden Sie ein, diese aufzunehmen und mit uns und den Museen des Landes ein vielseitiges und anregendes Jahr mit Geschichte, Kultur und Veranstaltungen zu erleben.

Große Jubiläen feiert die Kulturstiftung Dessau Wörlitz, wenn das Schloss Oranienbaum 350 Jahre und das Wörlitzer Schloss 250 Jahre alt werden. Beide waren bei ihrer Errichtung wegweisend moderne Bauten und wirkten geschmacksbildend. Besuche im Gartenreich lohnen sich immer, in diesem Jahr sicher ganz besonders!
Kleiner ist das Jubiläum der Straße der Romanik, die ihr 30jähriges Bestehen feiert, dabei Gebäude und Komplexe von großer landeshistorischer Bedeutung einbindet. Die Dome, Klöster und auch Kaiserpfalzen im Land Sachsen-Anhalt sind über die Route touristisch verbunden und bieten jeweils besondere Einblicke in die gut sanierten und reiche Bestände beherbergenden Anlagen.
2023 wird der Rundfunk 100 Jahre alt und einige Technikmuseen des Landes laden dazu ein, dort die Entwicklung von Rundfunk, Radio, Fernsehen und schließlich digitaler Kommunikation zu verfolgen. Außerdem gedenkt die Moritzburg in Halle des 50. Todestags Pablo Picassos mit einer Sonderausstellung ab 26. Februar 2023.

Im Museumsverband läuft 2023 die erfolg- und ertragreiche Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle Bestandserhaltung weiter: noch bis zum 6. Februar finden montags 14tägig die digitalen Vorträge rund um „Sammlung und Exponat“ statt, die für alle Interessierten offen sind. Das vom Land geförderte Projekt „Sammeln / Entsammeln“ ist angelaufen und wird im Laufe des Jahres mit ausgewählten Museen Sammlungskonzepte konkret ausformulieren, Temperatur- und Feuchtigkeitsmessungen in Depots durchführen, besondere Bestandsgruppen und ihre Potenziale konturieren sowie aus den einzelnen Programmteilen die Ergebnisse zusammentragen und als Handlungsempfehlungen publizieren.
Die Wege, auf denen Objekte in Sammlungen gekommen sind, ermittelt die Provenienzforschung. In Sachsen-Anhalt läuft derzeit ein Erstcheck zu kolonialen Kontexten in den Museen Halberstadt, Wolmirstedt und Aschersleben, der vom DZK gefördert und der Koordinierungsstelle Provenienzforschung am Museumsverband Sachsen-Anhalt begleitet wird. Ein besonders wichtiges Vorhaben wird im April in der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau starten. Dort hat ein Erstcheck zu NS-Raubgut eine vertiefte Untersuchung motiviert, die klären soll, ob Objekte der Sammlung aus Unrechtskontexten stammen und wenn sich der Verdacht erhärten sollte, auch Perspektiven für den Umgang mit den Erkenntnissen entwickeln wird. In Salzwedel und Stendal wird das Vertiefungsprojekt aus 2022 weiter- und zum Abschluss geführt. Die Erforschung von NS-Unrechtskontexten und der Umgang mit entsprechenden Ergebnissen wird die Koordinierungsstelle Provenienzforschung auch in diesem Jahr weiter voranbringen.
Die Geschäftsstelle des Verbandes plant für 2023 ein umfangreiches Fortbildungsangebot für die Museen des Landes und ihre Mitarbeitenden. Ein Highlight wird sicher die Tagung „Notfall im Museum“ im April. Daneben werden Fragen der Digitalisierung, Kommunikation und Sprache sowie Strategie-Entwicklung thematisiert. Die Arbeitsgruppen im Museumsverband arbeiten weiter in den Bereichen Bildung und Vermittlung, eCulture, Oral History und Partizipation. Unterhaltung verspricht die Podcastreihe Museumslauschen2.0, die in 2023 drei weitere Staffeln publizieren wird.

Mit all diesen Angeboten freuen wir uns, Sie zu erreichen, die Museen des Landes bieten darüber hinaus mit ihren Dauer- und Sonderausstellungen, mit Begleitprogrammen und Veranstaltungen für ganz unterschiedliche Interessen auf jeden Fall etwas an. Das Deutsche Chemiemuseum Merseburg etwa veranstaltet ein monatliches Kolloquium, das Gleimhaus führt noch bis April sein Themenjahr zu Frauen in den Künsten fort, das jüngst neueröffnete IFM in Wolfen kann besucht werden und im Landesmuseum für Vor- und Frühgeschichte sind Reiternomaden in der aktuellen Sonderausstellung thematisiert. Das sind nur einige Bespiele für die lebendige Museumsarbeit im neuen Jahr, vielen Dank an die Kolleginnen und Kollegen in den Häusern und viel Freude beim Besuch dort!


#museumslauschen2.0


Der Podcast #museumslauschen geht weiter. In 5 neuen Folgen können Zuhörerinnen und Zuhörer ab dem 18. Dezember besondere Gäste auf ihren Museumsspaziergängen begleiten. Wir besuchen das Kloster Michaelstein, die Wunderkammer der Franckeschen Stiftungen in Halle, das Technikmuseum Magdeburg, das Simonettihaus in Coswig und das Kunstmuseum Magdeburg. Viel Spaß beim Lauschen! Mehr unter museumslauschen-2.podigee.io und hier auf der Homepage des Museumsverbands.




Portal Kreativpotenziale bündelt Angebote für Schulen

Mit dem Portal Kreativpotentiale Sachsen-Anhalt hat das LISA (Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt) eine wunderbare Plattform für die Vernetzung von Angeboten der kulturellen Bildung mit Schulen geschaffen. Über die Datenbank auf kreativpotentiale-sachsen-anhalt.de können Lehrerinnen und Lehrer passende Programme für ihre Klassen und Fächer finden und direkt mit den Anbietenden in Kontakt treten. Für Museen ist das Portal ein großartiges Schaufenster, in dem sie ihre museumspädagogischen Angebote präsentieren und von Schulen als relevante Partner-Organisationen gefunden werden können.

Neben Museen finden sich auf dem Portal auch weitere Akteurinnen und Akteure kultureller Kinder- und Jugendbildung und ein vielfältiges Angebot für außerschulisches Lernen. Außerdem gibt es Hinweise auf Förderprogramme und -möglichkeiten sowie Hinweise auf laufende Projekte und Kooperationen.
Registrierung und Eintragung von Angeboten erfolgt einfach und selbsterklärend durch ein Formular. Die Daten werden einmalig eingetragen und sollten regelmäßig auf Aktualität überprüft werden.
Der Museumsverband freut sich über die wunderbare Vernetzung und wünscht dem Portal regen Zulauf. Die AG Bildung und Vermittlung wird das Thema auf jeden Fall im Blick behalten. Sollten Kolleg:innen unsicher sein, wie sie dort Einträge anlegen, können Sie sich gerne bei Dr. Elisabeth Böhm (boehm@mv-sachsen-anhalt.de) melden.



Am Puls der Zeit?! Digitale Gesprächsreihe zur Zukunft kleiner Museen

Wo geht es hin in den kleinen Museen? Die Relevanz aktueller Debatten scheint oft weit weg von den kleinen Häusern, Herausforderungen der urbanen Kulturdynamiken sind für sie weniger greifbar. Doch gilt es für kleine Museen wie für alle Kulturorganisationen, dass sie für Menschen und Communities relevant sein, bleiben und werden müssen, um auch in Zukunft eine Erfolgsgeschichte schreiben zu können.

Sie prägen vielleicht nicht die spontane Vorstellung vom Museum, sind aber für die Museumslandschaft ungemein wichtig und oft einer der ersten expliziten Kulturorte, die besucht werden. Dass die kleinen Museen auf Krisenphänomene und Transformationsbewegungen reagieren müssen, ist klar. Dass ihre Herausforderungen trotzdem anders liegen können als diejenigen der großen Museen, leuchtet ein. Wie sie damit umgehen können, welche Fragen sich für kleine Häuser wie stellen und welche Faktoren für erfolgreiche und zukunftsfähige Arbeit relevant werden, diskutiert die Reihe „Am Puls der Zeit“.
In vier Sessions beleuchteten Expertinnen und Experten den Status Quo, aktuelle Transformationen, neue Synergien und den Weg zur nächsten Generation.

Wer die anregende und gut besuchte Reihe verpasst hat, oder die Panels als Videos nachschauen möchte, findet auf dem YouTube-Kanal der KuPoGe die Reihe als Playlist unter youtube.com



Notfallhandreichung ICCROM

Die Notfallhandreichung des International Centre for the Study and the Preservation and Restoration of Cultural Property (ICCROM) für die Evakuierung von Kulturerbesammlungen in Notsituationen ist jetzt auch in Deutsch und damit in insgesamt 13 Sprachen frei verfügbar.
Link zur ICCROM-Seite mit der Ankündigung und dem PDF: iccrom.org/news/emergency-evacuation-guidelines-now-available-german


Förderung von Provenienzforschung

Seit dem 1. April 2015 befindet sich der Sitz des Deutschen Zentrums für Kulturgutverluste in der Humboldtstraße 12 in Magdeburg. Es führt unter anderem die Aufgaben der ehemaligen Koordinierungsstelle Magdeburg, die im April 2000 lostart online schaltete, und der ehemaligen Arbeitsstelle für Provenienzforschung fort. Das Zentrum hat vor allem die Aufgabe, öffentliche Einrichtungen bei der Suche nach NS-Raubkunst zu beraten und finanziell zu unterstützen. Auf der Website finden Sie Hinweise zu den Förderrichtlinien: kulturgutverluste


Umgang mit Archivgut

Viele Museen enthalten Archivgut oder sind für die städtischen historischen Archive zuständig. Das Landesarchiv NRW hat eine umfangreiche, an der Praxis orientierte Broschüre zum Umgang mit Archivgut herausgegeben:
Clemens Rehm/Wilfried Reininghaus (Hg.): Richtlinien zu Kulturgut und Notfallbewältigung. Neue Strategien der Schadensprävention und -behebung bei Archivgut. Düsseldorf 2011 (Veröffentlichungen des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen 42).
ISBN 978-3-9804317-1-2. 172 S., broschiert,
Verkaufspreis: 5 Euro.

Der Band kann über das Landesarchiv NRW
Graf-Adolf-Straße 67
40210 Düsseldorf
Tel.: +49 211 159238-0
Fax: +49 211 159238-111